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Aktenverwaltung: Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Lebenszyklus einer Akte

| Marc Volquardsen

records management

 

Jedes Unternehmen erzeugt Akten, die es sich nicht leisten kann zu verlieren, falsch abzulegen oder zu früh zu löschen. Wie beispielsweise Rechnungen, Verträge, Personalakten, Patientendaten und unzählige weitere Dokumente, die Aufsichtsbehörden auf Verlangen vorlegbar sein müssen. Die manuelle Verwaltung wird dabei jedes Jahr schwieriger, denn das Aktenvolumen wächst und sich Aufbewahrungsvorschriften über verschiedene Rechtsräume hinweg vervielfachen.

Die Kosten eines Fehlers sind dabei keine abstrakte Größe. Laut U.S. Securities and Exchange Commission verhängte die Behörde allein im Geschäftsjahr 2024 in Aktenführungsverfahren gegen mehr als 70 Unternehmen zivilrechtliche Strafen von über 600 Millionen US-Dollar. Diese Zahl betrifft nur eine Aufsichtsbehörde in einem Land. Im deutschsprachigen Raum drohen bei mangelhafter Aktenverwaltung vergleichbare Konsequenzen: Nach GoBD, HGB und AO sind deutsche Unternehmen zur ordnungsmäßigen, revisionssicheren Aufbewahrung steuer- und handelsrechtlich relevanter Unterlagen verpflichtet. In Österreich hingegen regeln BAO und UGB vergleichbare Anforderungen, in der Schweiz GeBüV und OR. Zusammen mit der DSGVO wächst das Risiko für jedes Unternehmen mit unstrukturierter Aktenverwaltung schnell.

Dieser Leitfaden führt Sie durch jede Phase des Aktenlebenszyklus, zeigt, was sich automatisieren lässt und warum. Darüber hinaus wird erklärt, wie Aktenverwaltungssoftware wie Doxis Ihrem Team die manuelle Arbeit abnimmt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Aktenverwaltung endet nicht mit der Ablage: Sie regelt eine Akte bis zur Vernichtung oder dauerhaften Archivierung, gesteuert durch Aufbewahrungspflichten statt durch Tagesgeschäft.
  • Der Aktenlebenszyklus umfasst fünf Phasen, jede mit eigenem Compliance- und Zugriffsrisiko.
  • Fehlende Aktenführung ist teuer: allein die SEC verhängte 2024 über 600 Mio. US-Dollar Bußgeld; im DACH-Raum drohen Sanktionen nach GoBD, HGB, AO und DSGVO.
  • Software automatisiert Fristen, Aussonderung und Audit Trails und ersetzt die manuelle Nachverfolgung, an der die meisten Compliance-Lücken entstehen.
  • Doxis bündelt Aktenverwaltung, Dokumentenmanagement, Workflows und Archivierung in einer Plattform statt in getrennten Systemen.
  • Bei der Softwareauswahl zählen automatisierte Fristen, rollenbasierte Zugriffsrechte, eine Sperrfunktion gegen vorzeitige Löschung und Integration in Systeme wie SAP oder Microsoft 365.

Was ist die Aktenverwaltung?

Aktenverwaltung ist die systematische Steuerung der Akten eines Unternehmens über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg, sowohl in physischer als auch in elektronischer Form. Sie regelt, wie Akten erstellt, klassifiziert, zugänglich gemacht, aufbewahrt und schließlich vernichtet oder archiviert werden. Und das im Einklang mit gesetzlichen, regulatorischen und internen Governance-Anforderungen. Anders als das Dokumentenmanagement, das die tägliche Zusammenarbeit an aktiven Dateien in den Mittelpunkt stellt, dient die Aktenverwaltung dazu, Compliance nachzuweisen und Risiken abzuwehren.

Aktenverwaltung Schritt für Schritt

Hey Doxi, wie funktioniert Aktenverwaltung?

Eine Akte durchläuft zwischen Entstehung und endgültiger Aussonderung fünf klar abgrenzbare Phasen. So gehen Sie jede einzelne an, und so nimmt Ihnen Automatisierung die manuelle Last ab:

Schritt 1: Akte erstellen und klassifizieren

Der Lebenszyklus beginnt, sobald eine Akte entsteht, etwa als E-Mail-Rechnung, unterschriebener Vertrag oder Patientenakte. Sie muss zentral gespeichert und mit Metadaten angereichert werden, um später auffindbar und steuerbar zu bleiben.

Welche Metadaten zählen

Administrativ (Aktentyp, Aufbewahrungsplan), beschreibend (Titel, Verfasser, Thema), technisch (Dateiformat, benötigte Software) und Nutzung (wer zugreifen oder weiterleiten darf).

Warum manuell an Grenzen stößt

Lesen, einordnen, Aufbewahrungsplan von Hand zuweisen – das funktioniert bei geringem Volumen, nicht mehr bei Tausenden Akten aus E-Mail, gescannter Post und Drittsystemen.

Wie Doxis unterstützt

Doxis klassifiziert eingehende Akten automatisch und reichert sie mit Metadaten an. Die erkannte Dokumentklasse löst die hinterlegte Aufbewahrungsregel aus – unabhängig davon, ob die Akte von einer Person oder einem System wie ERP oder CRM erzeugt wurde.

Schritt 2: Zugriff und Nutzung steuern

Sobald eine Akte existiert, treffen zwei gegenläufige Risiken aufeinander: schwer auffindbare Akten und Akten, auf die die falsche Person zugreifen oder die sie bearbeiten kann.

Wie Zugriff geregelt wird

Rollenbasierter Zugriff ist der Standard: Administration erhält Vollzugriff, die meisten Nutzenden nur Leserechte oder keinen Zugriff. Jede Akte trägt zusätzlich einen Status – aktiv oder inaktiv –, damit erkennbar bleibt, ob sie aktuelle oder historische Vorgänge abbildet.

Wie Doxis unterstützt

Doxis setzt rollenbasierte Berechtigungen mit feingranularer Steuerung um, unterstützt durch Single Sign-on und LDAP-/Active-Directory-Integration. Doxis Superhuman Search macht Akten plattformweit per natürlichsprachlicher Suche auffindbar, statt in getrennten Ablagen je Abteilung suchen zu müssen.

Schritt 3: Akte über die Aufbewahrungsfrist hinweg pflegen

Akten müssen oft über Jahre oder Jahrzehnte unverändert verfügbar bleiben – sicher, zugänglich und mit aktuellen Berechtigungen.

Warum manuelle Prozesse hier versagen

Server werden ausgetauscht, Mitarbeitende wechseln, niemand erinnert sich mehr an die geltende Regel. Manuelle Pflege verlässt sich auf institutionelles Gedächtnis – das bricht irgendwann weg.

Wie Doxis unterstützt

Doxis überwacht Fristen im Hintergrund und löst die hinterlegte Aktion automatisch bei Fristablauf aus. Der Audit Trail lässt sich je Kategorie für jeden Zugriff und jede Änderung aktivieren und macht nachvollziehbar, wer wann auf eine Akte zugegriffen hat.

Schritt 4: Akte rechtssicher aussondern

Die Aussonderung ist der Prozess, Akten nach Ablauf ihrer Aufbewahrungsfrist zu vernichten oder zu übertragen.

Welche Frist gilt

Nach HGB und AO gelten in Deutschland grundsätzlich 10 Jahre für Handelsbücher, Jahresabschlüsse und Inventare, 6 Jahre für die meisten übrigen Geschäftsunterlagen wie Handelsbriefe, und seit 2025 8 Jahre für Buchungsbelege wie Rechnungen (zuvor 10 Jahre). Sondervorschriften können längere Fristen verlangen. Eine laufend aktualisierte Übersicht bietet die IHK Frankfurt. In Österreich gelten BAO und UGB, in der Schweiz GeBüV und OR vergleichbar, aber eigenständig.

Wie die Aussonderung abläuft

Akten identifizieren, deren Frist abläuft, über Vernichtung oder Archivierung entscheiden, und die Entscheidung dokumentieren. Fehlt die Dokumentation, lässt sich eine Löschung bei einer Prüfung nicht von einer unzulässigen unterscheiden – der häufigste Fehler in der Praxis.

Wie Doxis unterstützt

Doxis markiert Akten automatisch vor der Aussonderung und leitet sie über einen dokumentierten Workflow, sodass jede Löschung oder Übertragung protokolliert wird – logisch (nicht mehr auffindbar) oder physisch (vollständig entfernt). Eine Löschsperre pausiert die Vernichtung bei anhängigen Rechtsstreitigkeiten; für fallbasierte Legal-Hold-Verwaltung über mehrere Aktenbestände steht der separate SAP-ILM-Connector zur Verfügung.

Schritt 5: Langfristig aufzubewahrende Akten archivieren

Manche Akten bleiben weit über ihre aktive Aufbewahrungsfrist hinaus relevant – historisch oder wegen fortbestehender regulatorischer Anforderungen. Archivierung überführt sie in eine Langzeitspeicherung: unveränderbar, aber weiterhin lesbar.

Wie Doxis unterstützt

Doxis konvertiert automatisch in sichere Langzeitformate wie PDF/A und schützt Akten per SoftWORM über Doxis safeLock vor nachträglichen Änderungen. Das unterstützt Anforderungen, wie sie unter anderem DSGVO, ISO 16175-2 und – für den deutschsprachigen Raum – IDW PS 880 formulieren, etwa durch Zugriffsschutz, Nachvollziehbarkeit und dokumentierte Löschprozesse. Ob eine konkrete Archivierung vollständig konform ist, hängt zusätzlich von Konfiguration und Nutzung ab. Doxis kann zudem direkt neben Geschäftssystemen wie E-Mail oder Microsoft SharePoint archivieren, ohne separaten Migrationsschritt.

Checkliste: Aktenlebenszyklus auf einen Blick

Diese Checkliste fasst zusammen, welche Frage in welcher Phase zählt, welches Risiko dahintersteht und welcher Schritt sich automatisieren lässt.

Phase   Kontrollfrage     Typisches Risiko Automatisierbarer Schritt
Erstellung Ist die Akte korrekt klassifiziert? Falsche Aufbewahrungsfrist zugewiesen KI-gestützte Klassifizierung
Nutzung Wer darf zugreifen? Unberechtigter Zugriff Rollen- und Rechtekonzept
Aufbewahrung Welche Regel gilt für diesen Aktentyp? Zu frühe oder zu lange Speicherung Automatisierte Aufbewahrungsregeln
Aussonderung Besteht ein Legal Hold? Unzulässige Löschung Dokumentierter Freigabe-Workflow
Archivierung Bleibt die Akte lesbar und unverändert? Verlust der Nachweisbarkeit Revisionssicheres Langzeitarchiv

 

Akten im Griff. Compliance im Prozess.

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Warum Aktenverwaltung für Ihr Unternehmen wichtig ist

Aktenverwaltung ist kein reiner Compliance-Haken auf einer Liste. Sie wirkt sich direkt darauf aus, wie schnell Ihre Teams Informationen wiederfinden, wie stark Ihr Unternehmen regulatorischen Strafen ausgesetzt ist und wie viel manueller Aufwand bei Ihren Mitarbeitenden für Aufgaben landet, die eine Plattform automatisch erledigen könnte.

Die Risiken einer schlecht funktionierenden Aktenverwaltung zeigen sich immer wieder auf dieselbe Weise:

  • Regulatorische Strafen: Neben den SEC-Bußgeldern des Geschäftsjahres 2024 sehen auch DSGVO, GoBD, HGB und AO eigene Sanktionsmechanismen für unsachgemäße Aktenführung vor
  • Doppelte und verstreute Akten: Möglicherweise verteilen und archivieren Sie mehrere Kopien desselben Vertrags über verschiedene Abteilungen hinweg, ohne es zu bemerken, was Speicherkosten und Compliance-Risiko gleichermaßen erhöht
  • Langsames Auffinden von Informationen: Über getrennte Systeme verstreute Akten dauern bei einer Prüfung, einer rechtlichen Anfrage oder einer routinemäßigen Geschäftsfrage länger, bis sie gefunden sind
  • Versehentliche oder verfrühte Vernichtung: Ohne automatisierte Fristüberwachung werden Akten gelöscht, bevor ihre gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungsfrist endet, oder unbegrenzt aufbewahrt, weil niemand sie zur Aussonderung markiert hat

Ein gut geführtes Aktenverwaltungsprogramm adressiert alle vier Punkte, indem es Akten in einem zentral gesteuerten System mit automatisierten Lebenszykluskontrollen zusammenführt, statt Aufbewahrung und Aussonderung dem manuellen Tracking einzelner Teams zu überlassen.

Was Unternehmen durch automatisierte Aktenverwaltung gewinnen

Automatisierte Aktenverwaltung wirkt sich über die reine Compliance hinaus aus. Unternehmen, die den Lebenszyklus systematisch steuern, berichten typischerweise von folgenden Effekten:

  • Weniger manuelle Klassifizierungsarbeit, weil eingehende Akten automatisch dem richtigen Typ und Aufbewahrungsplan zugeordnet werden
  • Weniger Systemwechsel, weil Aktenverwaltung, Dokumentenmanagement und Archivierung auf einer Plattform zusammenlaufen statt in getrennten Tools
  • Schnellere Vorbereitung auf Prüfungen und Audits, weil sich der Status einer Akte und ihr vollständiger Verlauf direkt nachweisen lassen
  • Geringerer Suchaufwand, weil KI-gestützte Suche Akten über alle angebundenen Systeme hinweg auffindbar macht
  • Kontrolliertere Löschung, weil Aussonderung über einen dokumentierten Workflow statt über Einzelentscheidungen läuft

Die richtige Aktenverwaltungssoftware auswählen

Die meisten Aktenverwaltungssoftwares decken die Grundlagen ab: Deklaration, Aufbewahrung, Aussonderung und eine gewisse Archivintegration. Entscheidend ist, ob die Software den gesamten Lebenszyklus durchgängig abbildet, statt einzelne Phasen isoliert zu lösen:

  • Automatisierte Aufbewahrung und Aussonderung ohne manuelle Überwachung
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle mit SSO-/LDAP-Integration
  • Eine Sperrfunktion gegen vorzeitige Löschung bei anhängigen Rechtsstreitigkeiten
  • Native Anbindung an bestehende Systeme wie SAP, Microsoft 365 oder Salesforce, statt Akten als separates Silo zu behandeln

Einen vollständigen Vergleich der führenden Anbieter finden Sie in unserem Vergleich der besten Aktenverwaltungssoftware.

Aktenverwaltung mit Doxis in der Praxis

Bei HANSA-FLEX verwaltete die Personalabteilung rund 2.000 Papierakten in chronologischer Ablage. „Wir waren ständig mit Ablegen und Suchen von Dokumenten beschäftigt: Eine Stunde pro Mitarbeiter und Tag“, erinnert sich Personalleiterin Nina Orywal. Mit der digitalen Personalakte entfiel dieser manuelle Aufwand.

Bei EDEKA Nord digitalisierte das Unternehmen rund 500 Aktenordner mit 64.000 Papierdokumenten zu elektronischen Objektakten. „Das Arbeiten mit Papierakten ist für unsere Mitarbeiter mittlerweile quasi undenkbar“, so Thomas Steiner, ECM-Projektleiter bei EDEKA Nord.

Wie schnell Aktenbestände wachsen, zeigt der Logistikdienstleister Krone: Bei der Migration wurden 2,6 Millionen Dokumente aus dem Altarchiv übernommen, insgesamt liegen heute 14,6 Millionen Dokumente im zentralen ECM-System, mit einem jährlichen Zuwachs von 2,5 bis 3 Millionen neuen Dokumenten. Bei SEW Eurodrive summierten sich Dokumentenmanagement, Zusammenarbeit und Workflow-Automatisierung laut einer Forrester-TEI-Studie auf 22 TB Daten in fast 313 Millionen Dokumenten über 80 bis 90 Anwendungen hinweg, mit einem jährlichen Zuwachs von 30 bis 35 Millionen Dokumenten.

So automatisiert Doxis den Aktenlebenszyklus

Aufbewahrungsfristen manuell nachzuverfolgen, Aussonderungstermine hinterherzujagen und Compliance bei einer Prüfung nachzuweisen kostet Zeit, die Ihr Team für wertvollere Aufgaben nutzen könnte. Jeder manuelle Schritt ist zudem eine Gelegenheit, eine Akte zu früh zu löschen, zu lange aufzubewahren oder zwischen Systemen zu verlieren.

Doxis begegnet dem, indem es Aktenverwaltung mit Dokumentenmanagement, Workflow-Automatisierung und Unternehmensarchivierung in einer einzigen Intelligent-Content-Automation-Plattform verbindet, statt Aktenverwaltung nachträglich an ein separates Archiv- oder Dokumentensystem anzuflanschen. Doxis wird im Gartner® Magic Quadrant™ für Document Management 2026 als Leader eingestuft.

Mit Doxis erhalten Sie:

  • Automatisierte Aufbewahrungsplanung und Aussonderungs-Workflows, die manuelles Tracking aus dem Aktenlebenszyklus entfernen
  • Eine Löschsperre, die Löschungen bei anhängigen Rechtsstreitigkeiten unabhängig vom normalen Aufbewahrungsplan pausiert, mit optionaler Legal-Hold-Verwaltung über den SAP-ILM-Connector für mehrere Fälle
  • Einen Audit Trail, der sich je Kategorie für jeden Zugriff und jede Änderung an einer Akte aktivieren lässt
  • Revisionssichere Archivierung über Doxis safeLock und automatische Konvertierung in sichere Langzeitformate
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle mit SSO-, LDAP- und Active-Directory-Integration
  • Zertifizierte, bidirektionale Integration mit SAP und Salesforce sowie eine Anbindung an Microsoft 365 (Teams, SharePoint, Outlook) über den Doxis Gateway Server, sodass Akten mit den Geschäftssystemen verbunden bleiben, die sie erzeugen

Wenn Ihre Akten aktuell über E-Mail, Netzlaufwerke und Altarchive verstreut sind, kann Doxis sie in einem zentral gesteuerten System mit integrierten Lebenszykluskontrollen zusammenführen. Fordern Sie eine kostenlose Demo an und erfahren Sie, wie Doxis Aktenverwaltung für Ihre spezifischen Compliance-Anforderungen umsetzt.

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Häufig gestellte Fragen zur Aktenverwaltung

Was ist die Aktenverwaltung?

Aktenverwaltung ist der Prozess, mit dem Unternehmen Akten gemäß gesetzlichen, regulatorischen und internen Governance-Anforderungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg erstellen, klassifizieren, speichern und aussondern.

Wie unterscheidet sich Aktenverwaltung vom Dokumentenmanagement?

Dokumentenmanagement konzentriert sich auf die Organisation aktiver, in Bearbeitung befindlicher Dokumente für die tägliche Zusammenarbeit, während Aktenverwaltung den Compliance-Lebenszyklus abgeschlossener Akten steuert, einschließlich vorgeschriebener Aufbewahrungsfristen und rechtssicherer Vernichtung.

Welche Phasen umfasst der Aktenlebenszyklus?

Der Aktenlebenszyklus umfasst Erstellung, Nutzung, Aufbewahrung, Aussonderung und Archivierung. Jede Phase bringt eigene Anforderungen an Klassifizierung, Zugriffskontrolle und Compliance mit sich.

Wie lange müssen Akten aufbewahrt werden?

Das hängt von Dokumentart und Rechtsgrundlage ab. Nach HGB und AO gelten in Deutschland in der Regel 10 Jahre für Handelsbücher, Jahresabschlüsse und Inventare, 6 Jahre für die meisten übrigen Geschäftsunterlagen wie Handelsbriefe, und seit 2025 8 Jahre für Buchungsbelege wie Rechnungen (zuvor 10 Jahre, verkürzt für Belege, deren Frist Anfang 2025 noch nicht abgelaufen war). Prüfen Sie die jeweils aktuelle Fassung von HGB, AO und UStG, etwa über die Übersicht der IHK Frankfurt. In Österreich gelten nach BAO und UGB, in der Schweiz nach GeBüV und OR vergleichbare, aber eigenständige Fristen.

Kann Aktenverwaltungssoftware sowohl physische als auch elektronische Akten verwalten?

Ja. Doxis unterstützt die barcodegestützte Erfassung und Trennung von Papierdokumenten beim Scannen, sodass sich physische und elektronische Akten aus einem System heraus steuern lassen. Eine durchgängige Standortverfolgung physischer Aktenbestände per RFID ist nicht Teil des Produkts.

Was ist ein Legal Hold in der Aktenverwaltung?

Ein Legal Hold ist ein Mechanismus, der die geplante Löschung einer Akte unabhängig von ihrer regulären Aufbewahrungsfrist pausiert, angewendet, wenn ein Rechtsstreit oder eine behördliche Untersuchung anhängig ist. Doxis bildet das im Kernprodukt über eine Löschsperre ab; für eine fallbasierte Legal-Hold-Verwaltung über mehrere Aktenbestände hinweg steht der separate SAP-ILM-Connector zur Verfügung.

Was passiert, wenn eine Akte unsachgemäß vernichtet wird?

Eine unsachgemäße Aussonderung, egal ob eine Akte zu früh vernichtet oder über die gesetzlich vorgeschriebene Frist hinaus aufbewahrt wird, kann zu regulatorischen Strafen führen und schwächt Ihre Position bei Prüfungen oder Rechtsstreitigkeiten, da Sie die Vernichtungshistorie der Akte nicht vorlegen oder rechtfertigen können.

Lässt sich Aktenverwaltungssoftware in SAP oder Microsoft 365 integrieren?

Ja. Doxis bietet zertifizierte, bidirektionale Integration in SAP und Salesforce sowie eine Anbindung an Microsoft 365 über den Doxis Gateway Server, über den sich Dokumente und Nachrichten aus Teams, SharePoint und Outlook in Doxis ablegen lassen. So werden in diesen Systemen erzeugte Akten erfasst und gesteuert, ohne manuellen Export oder Duplizierung.

Marc Volquardsen

Moin aus Hamburg!

Ich bin Produktmanager & Lösungsarchitekt und seit 2004 bei Doxis. Nach 15 Jahren als Lösungsberater an der Seite des Vertriebs bin ich 2020 in das Produktmanagement für Lösungen gewechselt. Dort konzipiere ich kundennahe Lösungen auf Basis von Doxis, SAP und Salesforce – sprechen Sie mich gerne an.

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