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Datenextraktion im Unternehmen: Wie KI Dokumente in workflow-fähige Daten verwandelt

| Bärbel Heuser-Roth

Eine Person arbeitet an der Datenextraktion, während ein Vertragsdokument auf dem Bildschirm sichtbar ist.

 

Ihr Unternehmen arbeitet mit Daten. Ein großer Teil dieser Daten steckt jedoch in Dokumenten: Rechnungen, Verträgen, Bestellungen, Personalunterlagen oder regulatorischen Dokumenten. Sie liegen in E-Mail-Postfächern, Dateisystemen und Archiven, statt dort verfügbar zu sein, wo Geschäftsprozesse und Entscheidungen stattfinden.

Laut Gartner sind 80% aller Unternehmensdaten unstrukturiert. Das bedeutet, dass der Großteil geschäftskritischer Informationen außerhalb der strukturierten Datenbanken und ERP-Systeme existiert, auf die Unternehmen täglich angewiesen sind.

Diese Informationen bleiben in PDFs, Scans und Dokumenten eingeschlossen. Mitarbeitende müssen sie entweder manuell verarbeiten oder können sie gar nicht nutzen. Das kostet Zeit, erhöht die Fehlerquote und verhindert effiziente Prozesse.

Genau hier setzt die Datenextraktion im Unternehmen an.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Enterprise Data Extraction funktioniert, welche Technologien dahinterstehen, in welchen Anwendungsfällen sie den größten Mehrwert schafft und worauf Sie bei der Auswahl einer Lösung achten sollten.

Wichtige Erkenntnisse

  • Daten werden durch Struktur nutzbar: KI überführt Dokumentinhalte in strukturierte Daten, die Systeme direkt verarbeiten können
  • OCR liest, KI versteht: OCR erfasst Text, KI erkennt Dokumenttypen, Inhalte und den Geschäftskontext
  • Mehrwert entsteht nach der Extraktion: Validierung, Datenabgleich und Workflow-Integration machen Daten prozessfähig
  • Automatisierung ohne Medienbrüche: Von der Erfassung bis zur Workflow-Integration laufen Prozesse durchgängig automatisiert
  • Hohe Datenqualität durch KI: Automatische Prüfungen erkennen Fehler, Inkonsistenzen und Betrugsversuche frühzeitig
  • Doxis AI.dp verbindet Daten und Prozesse: Die Plattform vereint Extraktion, Validierung und Workflow-Automatisierung in einer Lösung

Was ist Datenextraktion im Unternehmen?

Unternehmensweite Datenextraktion bezeichnet die automatisierte Erkennung und Extraktion strukturierter Datenfelder aus unstrukturierten oder teilstrukturierten Geschäftsdokumenten.

Intelligent Document Processing Software nutzt dafür KI-Technologien wie Optical Character Recognition (OCR), Natural Language Processing (NLP) und Machine Learning. So lassen sich Dokumente unabhängig von Format oder Layout auslesen.

Anschließend werden die Inhalte in strukturierte, workflowfähige Daten umgewandelt und direkt an Unternehmenssysteme wie ERP, CRM oder Content-Management-Plattformen übergeben.

Einfach gesagt: Aus einem PDF, einem gescannten Formular oder einem E-Mail-Anhang werden nutzbare Daten, die Ihre Geschäftssysteme direkt weiterverarbeiten können.

Weniger manuelle Arbeit. Mehr Prozessautomatisierung.

Erfahren Sie, wie Doxis AI.dp Datenextraktion, Validierung und Workflow-Automatisierung in einer Plattform vereint.

Wie funktioniert Datenextraktion im Unternehmen?

So funktioniert Datenextraktion im Unternehmen:

Was auf den ersten Blick wie ein einzelner Schritt aussieht, nämlich das Auslesen eines Dokuments und die Extraktion von Daten, besteht tatsächlich aus mehreren aufeinander aufbauenden Verarbeitungsschritten. Jeder Schritt erweitert den vorherigen und verwandelt ein Dokument in strukturierte, validierte und nutzbare Daten.

Schritt 1: Dokumente erfassen und bereitstellen

Dokumente gelangen über unterschiedliche Kanäle in den Verarbeitungsprozess. Dazu gehören E-Mail-Anhänge, gescannte Papierdokumente, hochgeladene PDFs, Webformulare oder EDI-Schnittstellen.

Ein leistungsfähiges Dokumentenmanagement-System erfasst diese Dokumente automatisch und zentral. Manuelle Sortierung oder Uploads entfallen. Bereits in dieser Phase wird das Dokument erkannt und für die weitere Verarbeitung vorbereitet.

Schritt 2: Klassifizierung und OCR

Nach der Erfassung analysiert das System den Dokumenttyp. Es erkennt automatisch, ob es sich beispielsweise um eine Rechnung, Bestellung, einen Vertrag oder ein HR-Dokument handelt. Die Klassifizierung erfolgt mithilfe von Machine-Learning-Modellen, die auf großen Dokumentenmengen trainiert wurden.

Bei gescannten oder bildbasierten Dokumenten wandelt Optical Character Recognition (OCR) die Inhalte in maschinenlesbaren Text um. Moderne OCR-Technologien verarbeiten auch schlechte Scanqualität, schiefe Seiten oder mehrsprachige Dokumente zuverlässig.

Schritt 3: KI-gestützte Datenextraktion

Sobald das Dokument klassifiziert und der Text verfügbar ist, extrahieren KI-Modelle die relevanten Informationen. Bei einer Rechnung sind das beispielsweise Lieferant, Rechnungsnummer, Positionen, Beträge, Steuern und Zahlungsfristen.

Bei Verträgen erkennt das System Vertragspartner, Laufzeiten, Zahlungsbedingungen oder Verlängerungsklauseln. Im Gegensatz zu regelbasierten Verfahren passt sich KI automatisch an unterschiedliche Dokumentlayouts an und bleibt auch bei Formatänderungen zuverlässig.

Schritt 4: Validierung und Vertrauensbewertung

Die extrahierten Daten werden anschließend automatisch validiert. Rechnungsbeträge werden beispielsweise mit Bestellungen abgeglichen, Lieferanten mit Stammdaten oder freigegebenen Lieferantenlisten verglichen.

Für jedes Datenfeld berechnet das System einen Vertrauenswert. Informationen mit hoher Sicherheit werden automatisch weiterverarbeitet. Daten mit niedriger Sicherheit oder erkannten Abweichungen werden über einen Ausnahmeprozess zur Prüfung weitergeleitet.

Dieses Human-in-the-Loop-Prinzip kombiniert hohe Automatisierung mit maximaler Datenqualität.

Schritt 5: Aktivierung in ECM und Fachsystemen

In einer ECM-Plattform wie Doxis lösen die extrahierten Daten automatisch die passenden Folgeprozesse aus. Rechnungen werden in den Freigabeworkflow überführt, Verträge automatisch mit Fristen und Verpflichtungen angereichert und Personaldokumente direkt den entsprechenden Personalakten zugeordnet.

Über zertifizierte Integrationen verbindet Doxis diese Informationen anschließend mit ERP-, CRM- und weiteren Geschäftssystemen. Das ECM dient dabei als zentrale Plattform, auf der Dokumente, Daten und Workflows zusammenlaufen.

Hier endet die Datenextraktion nicht. Sie wird zum Ausgangspunkt automatisierter Geschäftsprozesse.

So profitieren Unternehmen von automatisierter Datenextraktion

Datenextraktion in Unternehmen kommt überall dort zum Einsatz, wo große Dokumentenmengen verarbeitet werden. Besonders hoch ist der Mehrwert in Prozessen mit vielen Dokumenten, wiederkehrenden Datenfeldern und einer direkten Anbindung an nachgelagerte Workflows.

Rechnungs- und Bestellverarbeitung

In der Kreditorenbuchhaltung werden jeden Monat tausende Rechnungen verarbeitet. Jede Rechnung enthält ähnliche Informationen, liegt jedoch in einem anderen Format und von unterschiedlichen Lieferanten vor.

Die automatisierte Rechnungsverarbeitung liest eingehende Rechnungen aus, extrahiert relevante Datenfelder, gleicht sie mit Bestellungen ab und leitet Ausnahmen automatisch zur Prüfung weiter. Das Ergebnis sind schnellere Bearbeitungszeiten, weniger Fehler und eine vollständige Nachvollziehbarkeit aller Verarbeitungsschritte.

Vertragsdaten automatisiert erfassen

Große Unternehmen verwalten oft zehntausende aktive Verträge. Wichtige Informationen wie Verlängerungsfristen, Preisanpassungsklauseln, Haftungsgrenzen oder Service-Level-Vereinbarungen sind häufig tief im Vertragstext verborgen und für Fachabteilungen nur schwer zugänglich.

Lösungen zur Datenextraktion lesen Verträge automatisch aus, strukturieren die enthaltenen Informationen und machen sie durchsuchbar sowie auswertbar.

So erkennt die Rechtsabteilung bevorstehende Verpflichtungen, der Einkauf sieht relevante Lieferantenvereinbarungen und das Management behält anstehende Vertragsverlängerungen im Blick.

HR- und Personaldokumente verarbeiten

Im Personalwesen entstehen bereits während des Onboardings zahlreiche Dokumente. Dazu gehören Arbeitsverträge, Identitätsnachweise, Steuerunterlagen oder Formulare zur Leistungs- und Vergütungsverwaltung.

Automatisierte Datenextraktion erfasst die relevanten Informationen bereits beim Dokumenteneingang, leitet sie an die zuständigen Stellen weiter und überträgt sie direkt in HR- und Payroll-Systeme. Manuelle Dateneingaben entfallen.

Mit Doxis automatisieren Personalabteilungen ihre dokumentenbasierten Prozesse durchgängig, von der Bewerberakte bis zur Integration in SAP SuccessFactors.

Compliance- und Regulierungsdokumente

In regulierten Branchen müssen regulatorische Schreiben, Audit-Anfragen und Compliance-Dokumente schnell verarbeitet und lückenlos dokumentiert werden.

Die automatisierte Datenextraktion analysiert eingehende Dokumente, klassifiziert sie nach Regelwerk oder Verpflichtungstyp und startet automatisch den passenden Workflow. Gleichzeitig werden alle Verarbeitungsschritte revisionssicher protokolliert.

Dies unterstützt Unternehmen dabei, Anforderungen aus DSGVO, SOX und branchenspezifischen Compliance-Vorgaben zuverlässig einzuhalten.

Die wichtigsten KI-Technologien für die Datenextraktion

Moderne Plattformen für Datenextraktion verbinden mehrere KI-Technologien in einem durchgängigen Prozess:

  • OCR (Optical Character Recognition): wandelt gescannte Bilder und PDFs in maschinenlesbaren Text um, auch bei unterschiedlicher Scanqualität, Schriftarten und Layouts.
  • NLP (Natural Language Processing): erkennt Bedeutung und Kontext von Texten. So lassen sich Datenfelder auch dann extrahieren, wenn sie in Dokumenten unterschiedlich beschrieben werden.
  • Machine Learning: trainiert Modelle mit markierten Dokumentensätzen, damit sie Datenfelder zuverlässig erkennen, extrahieren und sich mit jeder Verarbeitung verbessern.
  • Computer Vision: analysiert die visuelle Struktur eines Dokuments, etwa Tabellen, Checkboxen, Unterschriften oder Stempel und unterstützt die Extraktion über reinen Text hinaus.
  • Large Language Models (LLMs): interpretieren komplexe oder mehrdeutige Inhalte, zum Beispiel Vertragsklauseln oder mehrseitige regulatorische Dokumente, bei denen Kontext und Sprachverständnis entscheidend sind.

Diese Technologien arbeiten zusammen. OCR macht Text lesbar. NLP und Machine Learning extrahieren die relevanten Felder. Computer Vision verarbeitet komplexe Layouts und LLMs lösen semantische Mehrdeutigkeiten.

Genau diese Kombination unterscheidet moderne KI-gestützte Dokumentenerfassung von älteren regelbasierten Systemen, die bei veränderten Dokumentlayouts schnell an ihre Grenzen stoßen.

Herausforderungen und wie moderne Lösungen sie überwinden

Datenextraktion in Unternehmen bietet großes Automatisierungspotenzial, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Wer diese frühzeitig berücksichtigt, kann Lösungen besser bewerten und realistische Erwartungen an die Einführung setzen.

Dokumentenvielfalt

Pilotprojekte arbeiten häufig mit sauberen und repräsentativen Dokumenten. Im produktiven Betrieb zeigt sich jedoch die gesamte Bandbreite realer Dokumente: schlechte Scanqualität, abweichende Layouts, handschriftliche Anmerkungen oder mehrsprachige Inhalte.

Deshalb sollten Unternehmen auf Lösungen setzen, die auf adaptiven Machine-Learning-Modellen basieren und nicht auf starren Extraktionsregeln

Komplexe Systemintegration

Der Nutzen extrahierter Daten entsteht erst dann, wenn die Informationen zur richtigen Zeit im richtigen System verfügbar sind. Plattformen, die umfangreiche Individualentwicklungen für die Anbindung an ERP-, CRM- oder ECM-Systeme erfordern, erhöhen Aufwand, Kosten und Implementierungszeiten.

Vorteilhaft sind Lösungen mit offenen APIs und vorkonfigurierten Integrationen zu bestehenden Unternehmensanwendungen.

Geringe Nutzerakzeptanz

Wenn Fachabteilungen nicht nachvollziehen können, woher ein extrahierter Wert stammt, wird das Vertrauen in die Lösung schnell sinken. Transparenz ist deshalb entscheidend.

Funktionen wie Quellennachweise, Vertrauenswerte und vollständige Audit-Trails schaffen die notwendige Nachvollziehbarkeit und fördern die Akzeptanz im Unternehmen.

Umgang mit Ausnahmen

Keine Extraktionslösung verarbeitet jedes Dokument mit hundertprozentiger Sicherheit. Deshalb entstehen immer Fälle, die geprüft oder korrigiert werden müssen.

Entscheidend ist, wie diese Ausnahmen behandelt werden. Ein strukturierter Prüf- und Freigabeprozess stellt sicher, dass Sonderfälle effizient bearbeitet werden und nicht zu Rückständen oder Prozessunterbrechungen führen.

Wie Doxis extrahierte Daten in automatisierte Geschäftsprozesse verwandelt

Ihre Dokumente enthalten mehr geschäftskritische Informationen, als viele Unternehmenssysteme heute nutzen können. Die Herausforderung liegt nicht in den Daten selbst, sondern darin, diese Informationen aus Dokumenten zu extrahieren und in die richtigen Prozesse zu überführen.

Doxis vereint ECM, Intelligent Document Processing (IDP) und Business Process Management (BPM) in einer zentralen Plattform. Dadurch endet die Datenextraktion nicht bei der Erfassung. Die gewonnenen Informationen fließen direkt in Workflows, Freigabeprozesse und integrierte Geschäftsanwendungen.

Mit Doxis profitieren Unternehmen von:

  • KI-gestützter Datenextraktion mit Doxis AI.dp: Dokumente wie Rechnungen, Verträge oder HR-Unterlagen werden automatisch klassifiziert, relevante Informationen extrahiert und validiert.
  • Integrierter Validierung und Ausnahmebearbeitung: Vertrauenswerte und regelbasierte Prüfungen erkennen Abweichungen automatisch und leiten nur relevante Fälle zur manuellen Prüfung weiter.
  • Vollständiger Nachvollziehbarkeit: Jedes extrahierte Datenfeld bleibt mit dem Ursprungsdokument verknüpft. Audit-Trails und Metadaten unterstützen Compliance-Anforderungen wie DSGVO, SOX oder branchenspezifische Vorgaben.
  • Höchsten Sicherheitsstandards: Doxis erfüllt Anforderungen an Datenschutz und Informationssicherheit, einschließlich DSGVO-Konformität, ISO 27001-Zertifizierung, revisionssicherer Archivierung und rollenbasierter Zugriffskontrolle.
  • Nahtloser Integration in bestehende Systeme: Extrahierte Daten werden über zertifizierte Schnittstellen und offene APIs direkt mit SAP, Microsoft Dynamics, Salesforce und weiteren Geschäftsanwendungen verbunden.
  • Vereintem ECM und BPM: Dokumente, Daten und Prozesse werden auf einer Plattform verwaltet, versioniert und gesteuert. Medienbrüche zwischen unterschiedlichen Systemen entfallen.
  • Skalierbarer Erweiterbarkeit: Unternehmen können mit einzelnen Anwendungsfällen wie Rechnungsverarbeitung oder Vertragsmanagement starten und die Lösung schrittweise auf weitere Dokumenttypen und Prozesse ausweiten.

Vereinbaren Sie eine kostenlose Demo und erleben Sie, wie Doxis Dokumente in strukturierte Daten und automatisierte Geschäftsprozesse verwandelt.

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Erleben Sie, wie Doxis AI.dp Informationen automatisch extrahiert, validiert und direkt in Ihre Geschäftsprozesse integriert.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist Enterprise Data Extraction?
Enterprise Data Extraction bezeichnet die automatisierte Extraktion strukturierter Daten aus Geschäftsdokumenten wie Rechnungen, Verträgen, Formularen oder Berichten. Dabei kommen KI-Technologien wie OCR, Natural Language Processing (NLP) und Machine Learning zum Einsatz, um unstrukturierte Inhalte in strukturierte Daten umzuwandeln. Diese Informationen können anschließend direkt in ERP-, CRM- oder andere Unternehmenssysteme überführt werden.
Worin besteht der Unterschied zwischen OCR und Enterprise Data Extraction?
OCR ist ein Bestandteil der Datenextraktion. Die Technologie wandelt gescannte Dokumente und Bilder in maschinenlesbaren Text um. Enterprise Data Extraction geht deutlich weiter. Neben OCR umfasst sie die automatische Klassifizierung von Dokumenten, die Extraktion relevanter Datenfelder, die Validierung der Informationen sowie die Integration in Geschäftsprozesse und Fachsysteme. Kurz gesagt: OCR liefert Text. Enterprise Data Extraction liefert strukturierte und nutzbare Daten.
Aus welchen Dokumenten kann KI Daten extrahieren?
Moderne KI-Lösungen können Daten aus unterschiedlichen Dokumenttypen extrahieren: Strukturierte Dokumente wie standardisierte Formulare mit festen Feldern, teilstrukturierte Dokumente wie Rechnungen oder Bestellungen mit variierenden Layouts oder unstrukturierte Dokumente wie Verträge, E-Mails oder Berichte mit frei formulierten Inhalten. Je nach Dokumenttyp kommen unterschiedliche Extraktionsverfahren zum Einsatz. Adaptive KI-Modelle bieten dabei deutlich mehr Flexibilität als klassische regelbasierte Systeme.
Wie hoch ist die Genauigkeit KI-gestützter Datenextraktion?
Die Genauigkeit hängt von Faktoren wie Dokumenttyp, Scanqualität und dem eingesetzten KI-Modell ab. Moderne IDP-Plattformen erreichen bei standardisierten Dokumenten häufig Automatisierungsraten von über 90 Prozent. Vertrauenswerte, automatische Validierungen und Human-in-the-Loop-Prozesse sorgen dafür, dass auch komplexe Sonderfälle zuverlässig verarbeitet werden.
Was ist der Unterschied zwischen IDP und Datenextaktion?
Intelligent Document Processing (IDP) beschreibt die gesamte Prozesskette der Dokumentenverarbeitung. Dazu gehören Dokumentenerfassung, Klassifizierung, Datenextraktion, Validierung und Workflow-Steuerung. Datenextraktion ist ein Teilbereich von IDP und konzentriert sich auf die Extraktion strukturierter Daten aus Dokumenten. In der Praxis werden beide Begriffe jedoch häufig verwendet, wenn es um die Automatisierung dokumentenbasierter Prozesse geht.
Eignet sich Enterprise Data Extraction für regulierte Branchen?
Ja. Enterprise-Lösungen für die Datenextraktion bieten die Funktionen, die regulierte Branchen benötigen. Dazu gehören vollständige Audit-Trails, rollenbasierte Zugriffssteuerung, Nachvollziehbarkeit aller Datenfelder und flexible Anforderungen an Datenhaltung und Compliance. Doxis erfüllt unter anderem die Anforderungen der DSGVO und ist nach ISO 27001 zertifiziert. Die Plattform unterstützt Unternehmen aus Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen, Industrie und öffentlichem Sektor bei der Einhaltung regulatorischer Vorgaben.
Wie lässt sich Enterprise Data Extraction in SAP oder andere ERP-Systeme integrieren?
Moderne Plattformen wie Doxis verfügen über zertifizierte Integrationen zu SAP, Microsoft Dynamics, Salesforce und weiteren Geschäftsanwendungen. Extrahierte und validierte Daten werden direkt in die jeweiligen ERP- oder CRM-Prozesse überführt, beispielsweise für Rechnungsbuchungen, Bestellabgleiche oder Personalprozesse. Offene APIs ermöglichen zusätzlich die Anbindung weiterer Fachanwendungen und Altsysteme.
Wie lange dauert die Einführung einer Extraktionslösung in Unternehmen?
Die Implementierungsdauer hängt von den Dokumenttypen, Prozessen und Integrationsanforderungen ab. Cloudbasierte IDP-Lösungen mit vortrainierten Modellen können für standardisierte Anwendungsfälle wie die Rechnungsverarbeitung innerhalb weniger Wochen produktiv eingesetzt werden. Umfangreichere Projekte mit mehreren Dokumenttypen, Fachbereichen und ERP-Integrationen werden in der Regel schrittweise über mehrere Monate eingeführt. Die schnellsten Ergebnisse erzielen Unternehmen meist mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall, beispielsweise der Automatisierung der Rechnungsverarbeitung.

Bärbel Heuser-Roth

Bärbel Heuser-Roth beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Informationslogistik, Prozessmanagement und Compliance-Themen sowie den Einsatzmöglichkeiten intelligenter Verfahren zur automatisierten Erschließung von Informationen. Dazu gehören auch die Untersuchung und Dokumentation verschiedenster Enterprise Content Management-Projekte in Unternehmen und Organisationen.

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