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SAP-Kreditorenprozess verstehen und automatisieren

| Bärbel Heuser-Roth

 

Die Verwaltung von Kreditoren in SAP klingt auf dem Papier einfach: Rechnung erhalten, prüfen, bezahlen.

In der Praxis arbeitet Ihr Finanzteam jedoch mit einer Kette aus Transaktionscodes, Toleranzprüfungen, Freigabewarteschlangen und manuellen Dateneingaben, bevor eine Zahlung ausgeführt wird. Wenn das Rechnungsvolumen steigt oder sich Ausnahmefälle häufen, wird diese Kette schnell zum Engpass.

Laut dem Institute of Financial Operations & Leadership (IFOL, 2025) verbringen 63 Prozent der Kreditorenteams inzwischen mehr als 10 Stunden pro Woche mit der Rechnungsverarbeitung. 66 Prozent erfassen Rechnungsdaten weiterhin manuell in ihren ERP-Systemen.

In SAP-Umgebungen wird dieser manuelle Aufwand zusätzlich verstärkt, weil der Prozess mehrere Module, Transaktionscodes und Freigabeschritte umfasst.

Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den SAP-Kreditorenprozess, zeigt, wo manuelle Arbeit die größten Reibungsverluste verursacht, und erklärt, wie Automatisierung diese Lücken schließt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der SAP-Kreditorenprozess läuft durchgängig entlang des Procure-to-Pay-Zyklus, von der Anlage der Lieferantenstammdaten bis zur Zahlungsbuchung und Abstimmung.
  • Three-Way Matching in SAP, etwa über MIRO, ME21N und MIGO, ist der zentrale Kontrollpunkt, um Bestellung, Wareneingang und Rechnung miteinander abzugleichen.
  • Das automatische Zahlungsprogramm F110 übernimmt Massenzahlungen, doch manuelle Einrichtung, Zahlungssperren und Ausnahmebehandlung verursachen weiterhin erheblichen Aufwand in der Kreditorenbuchhaltung.
  • Häufige Engpässe entstehen durch manuelle Rechnungserfassung, langsame Freigabeprozesse und ungeklärte Matching-Ausnahmen.
  • Doxis P2P for SAP schließt Prozesslücken, die rund um SAP entstehen. Die integrierte Rechnungsautomatisierung unterstützt Erfassung, Matching, Freigabe, Buchung und Archivierung und kann die Bearbeitungszeit um bis zu 80 Prozent reduzieren.
  • Doxis AI.dp unterstützt Dokumentenerfassung und Datenextraktion über alle P2P-Schritte hinweg, mit einer Erkennungsrate von bis zu 100 Prozent.

Was ist der SAP-Kreditorenprozess?

Der SAP-Kreditorenprozess ist der durchgängige Workflow, mit dem Unternehmen ausgehende Zahlungen an Lieferanten in SAP ERP steuern. Er reicht von der Anlage der Lieferantenstammdaten und der Erstellung von Bestellungen bis zur Rechnungsprüfung, Zahlungsausführung und revisionssicheren Archivierung.

In SAP S/4HANA ist die Kreditorenbuchhaltung Teil des Financial Accounting (FI) und eng mit Materials Management (MM) für Einkauf und Logistik verbunden. Jede gebuchte Kreditorenrechnung erzeugt Buchungssätze im Hauptbuch und aktualisiert automatisch das Abstimmkonto des Lieferanten.

SAP bildet den transaktionalen Kern des Prozesses ab. Für eine durchgängige Automatisierung braucht es jedoch eine intelligente Content-Automation-Ebene, die Rechnungserfassung, Freigabe-Routing, Klärfallbearbeitung und auditfähige Archivierung mit dem SAP-Prozess verbindet.

SAP-Kreditorenprozess Schritt für Schritt erklärt

Hey Doxi, wie funktioniert der SAP-Kreditorenprozess?

Der SAP-Kreditorenprozess folgt einer festen Abfolge über die Module MM und FI hinweg. Jeder Schritt liefert Daten für den nächsten Prozessschritt. Fehler in einem frühen Schritt führen deshalb oft zu Verzögerungen bei Rechnungsprüfung, Freigabe oder Zahlung.

Schritt 1: Lieferantenstammdaten anlegen

Jede Kreditorentransaktion hängt von sauberen Lieferantenstammdaten in SAP ab. Dazu gehören Unternehmensname, Bankverbindung, Zahlungsbedingungen, Steuerklassifikation und das Abstimmkonto, das die Kreditorennebenbuchhaltung mit dem Hauptbuch verbindet.

Eine falsche IBAN oder ein fehlender Steuercode kann Rechnungen blockieren, Zahlungsläufe fehlschlagen lassen und Compliance-Lücken verursachen. Stammdatenqualität ist deshalb die Grundlage für einen stabilen Kreditorenprozess.

Schritt 2: Bestellung erstellen, ME21N

Der Kreditorenprozess beginnt in SAP MM mit einer Bestellung, die über die Transaktion ME21N erstellt wird. Die Bestellung legt Menge, Preis, Lieferdatum und Kostenstelle fest. Sie bildet später die vertragliche Grundlage für das Three-Way Matching.

Zu diesem Zeitpunkt wird noch kein Buchungssatz erzeugt. Die Bestellung schafft zunächst den Einkaufsbezug, gegen den Wareneingang und Rechnung später geprüft werden.

Schritt 3: Wareneingang buchen, MIGO

Wenn die Lieferung eintrifft, bucht das Team den Wareneingang in SAP über die Transaktion MIGO. SAP erfasst damit, welche Menge tatsächlich zur Bestellung eingegangen ist.

Gleichzeitig wird das WE/RE-Verrechnungskonto angesprochen. Dieses Konto hält die Verbindlichkeit zwischen Wareneingang und Rechnung offen, bis die Lieferantenrechnung eingeht und der Abgleich abgeschlossen werden kann.

Schritt 4: Rechnungseingang erfassen, MIRO

Lieferantenrechnungen werden in SAP über MIRO erfasst, wenn sie sich auf eine Bestellung beziehen. Das gilt unabhängig davon, ob die Rechnung als PDF, EDI, Papierdokument oder E-Rechnung eingeht.

Für Rechnungen ohne Bestellbezug, etwa Dienstleistungen oder Abonnements, wird häufig FB60 genutzt. Diese Rechnungen umgehen das logistische Matching und benötigen deshalb andere Prüf- und Freigaberegeln.

Schritt 5: Three-Way Matching durchführen

Vor der Buchung gleicht SAP Bestellung, Wareneingang und Lieferantenrechnung miteinander ab. Dabei werden typischerweise die Bestellung aus ME21N, der Wareneingang aus MIGO und die Rechnung aus MIRO geprüft.

Liegt der berechnete Preis oder die berechnete Menge außerhalb definierter Toleranzgrenzen, setzt SAP eine Zahlungssperre. Die Abweichung wird zur manuellen Prüfung markiert. Dieser Schritt ist der zentrale Kontrollpunkt im Kreditorenprozess und zugleich eine häufige Quelle für Ausnahmefälle.

Schritt 6: Freigabe-Workflow und Zahlungssperren steuern

Rechnungen mit Matching-Abweichungen oder überschrittenen Freigabegrenzen werden in SAP geparkt, etwa über FBV1, und an zuständige Prüfer weitergeleitet. Genehmiger prüfen die Belege, geben sie frei oder lehnen sie ab.

Die Grenze liegt häufig im Zugriff auf den Prozess. Wenn Freigaben nur innerhalb der SAP GUI laufen, können mobile Nutzer oder Kollegen ohne SAP-Zugang schwer eingebunden werden. Dadurch entstehen Verzögerungen, obwohl die fachliche Entscheidung außerhalb der Finanzabteilung liegt.

Schritt 7: Automatischen Zahlungslauf ausführen, F110

Freigegebene Rechnungen werden über das automatische Zahlungsprogramm F110 bezahlt. SAP erstellt auf Basis von Fälligkeiten und Zahlungsbedingungen einen Zahlungsvorschlag, den das Finanzteam prüft.

Nach der Freigabe führt SAP den Zahlungslauf aus. Dabei werden Ausgangszahlungen gebucht, offene Kreditorenposten ausgeglichen und Banküberweisungen oder Scheckdruck angestoßen. Eine saubere Terminsteuerung ist wichtig, um Skontofristen einzuhalten.

Schritt 8: Abstimmung, Reporting und Archivierung abschließen

Nach dem Zahlungslauf stimmt das Team die Kreditorennebenbuchhaltung mit dem Hauptbuch ab. Zusätzlich werden WE/RE-Salden geprüft, offene Differenzen geklärt und der Abschluss vorbereitet.

Für Compliance und Audits muss der gesamte Vorgang nachvollziehbar archiviert werden. Dazu gehören Originalrechnung, Prüfverlauf, Buchung, Freigabe, Zahlung und Klärfallhistorie. Dokumente, die außerhalb von SAP eingehen, benötigen eine dedizierte Archivierungslösung, damit diese Nachweiskette vollständig bleibt.

Häufige Herausforderungen im SAP-Kreditorenprozess

SAP bildet den transaktionalen Kern der Kreditorenbuchhaltung zuverlässig ab. Was häufig nicht vollständig gelöst ist, sind die Arbeitsschritte rund um diese Transaktionen: Rechnungsdaten erfassen, Freigaben einholen, Ausnahmen klären und Dokumente verwalten, die außerhalb von SAP eingehen.

Die häufigsten Engpässe für Finanzteams sind:

  • Manuelle Rechnungserfassung: Das manuelle Erfassen von Rechnungsdaten in MIRO ist langsam, fehleranfällig und bei steigendem Volumen schwer skalierbar. Ein falsch eingegebener Betrag oder eine falsche Bestellreferenz kann bereits eine Matching-Ausnahme auslösen, die anschließend manuell geklärt werden muss.
  • Hohe Ausnahmequoten: Schon kleine Abweichungen zwischen Bestellung, Wareneingang und Rechnung können eine Zahlung blockieren und die Rechnung in eine manuelle Prüfqueue verschieben. Wenn Unternehmen monatlich tausende Rechnungen verarbeiten, verlängern solche Rückstände den gesamten Zahlungszyklus.
  • Engpässe bei Freigaben: Der integrierte SAP-Workflow für geparkte Rechnungen funktioniert innerhalb der SAP GUI. Personen mit mobilem Arbeitsbedarf oder ohne direkten SAP-Zugang können dadurch schwerer eingebunden werden, was Freigaben verzögert und Skontofristen gefährden kann.
  • Rechnungseingang in mehreren Formaten: Rechnungen kommen als PDF, gescanntes Papier, EDI-Datei oder strukturierte E-Rechnung, etwa im Format ZUGFeRD oder über Peppol. SAP erfasst und klassifiziert diese Formate nicht ohne zusätzliche Konfiguration oder ergänzende Lösungen vollständig automatisiert.
  • Begrenzte Transparenz über den Prozessstatus: Ohne zentrales Dashboard verliert das Team schnell den Überblick, ob eine Rechnung eingegangen, in Prüfung, geparkt, gesperrt oder für den Zahlungslauf vorgesehen ist. Diese fehlende Sichtbarkeit führt zu mehr Lieferantenrückfragen, längeren Klärzeiten und einem höheren Risiko verspäteter Zahlungen.
  • Lücken in der Archivierung: Papier- oder E-Mail-Rechnungen, die manuell in SAP erfasst werden, haben nicht automatisch einen vollständigen digitalen Dokumentbezug im System. Wenn Auditoren die Originalrechnung oder den Prüfverlauf anfordern, muss das Team Nachweise oft aus E-Mail-Postfächern, Dateisystemen oder gemeinsamen Laufwerken zusammensuchen.

Automatisieren Sie die Engpässe rund um SAP

Sehen Sie in einer kostenlosen Demo, wie Doxis P2P for SAP Rechnungserfassung, Freigaben, Ausnahmebehandlung und Archivierung im SAP-Kreditorenprozess automatisiert.

Wie lässt sich der SAP-Kreditorenprozess automatisieren?

AP-Automatisierung ersetzt Ihr SAP-System nicht. Sie erweitert SAP dort, wo der manuelle Aufwand am größten ist und wo einzelne Prozessschritte nicht durchgängig verbunden sind. So lässt sich Automatisierung auf den Kreditorenprozess abbilden, den Ihr Unternehmen bereits in SAP nutzt.

KI-gestützte Rechnungserfassung mit Doxis AI.dp

Jeder automatisierte Kreditorenprozess beginnt mit der Rechnungserfassung. Doxis AI.dp, die Intelligent-Document-Processing-Engine in den Doxis-Lösungen für SAP, nutzt vortrainierte KI-Modelle und KI-gestützte OCR, um Rechnungen unabhängig vom Format auszulesen: PDF, Papier-Scan, EDI, ZUGFeRD, Peppol oder andere E-Rechnungsstandards.

Die Software extrahiert strukturierte Daten aus relevanten Rechnungsfeldern, etwa Lieferantenname, Rechnungsnummer, Datum, Positionen, Beträge und Steuercodes. Diese Daten werden gegen SAP-Lieferantenstammdaten validiert, bevor sie MIRO erreichen. Mit einer Erkennungsrate von bis zu 100 Prozent reduziert Doxis AI.dp manuelle Eingaben und übergibt geprüfte Daten direkt an die SAP-Umgebung.

Automatisiertes Three-Way Matching und Rechnungsprüfung

Sobald die Rechnungsdaten erfasst sind, gleicht Doxis sie automatisch mit der referenzierten Bestellung und dem Wareneingang in SAP ab. Geschäftspartner, Stammdaten, Preise und Mengen werden ohne manuelle Prüfung abgeglichen.

Rechnungen, die innerhalb definierter Toleranzen übereinstimmen, können automatisch in SAP gebucht werden. Rechnungen mit Abweichungen werden von Doxis markiert und mit dem konkreten Klärgrund an die zuständige Person weitergeleitet. Dadurch konzentriert sich das Finanzteam auf echte Ausnahmefälle, statt korrekte Rechnungen manuell zu prüfen.

Intelligentes Freigabe-Routing

Rechnungen, die eine Freigabe benötigen, werden von Doxis in einen konfigurierbaren Freigabe-Workflow überführt. Die Lösung ermittelt den passenden Genehmiger anhand definierter Regeln, etwa Kostenstelle, Rechnungsbetrag, Lieferantenkategorie oder weiterer Kriterien. Mehrstufige Freigaben, Stellvertreterregeln und Eskalationspfade lassen sich im Prozess abbilden.

Genehmiger erhalten Aufgaben über den Kanal, der zu ihrer Arbeit passt: SAP Fiori, den Doxis Mobile Client oder eine einfache Freigabe-App für Kollegen außerhalb von SAP. Dadurch bleibt keine Rechnung liegen, nur weil jemand nicht in der SAP GUI arbeitet. Jede Freigabe wird protokolliert, mit Zeitstempel versehen und für Prüfzwecke gespeichert.

Nahtlose SAP-Buchung und revisionssichere Archivierung

Nach Prüfung und Freigabe übergibt Doxis alle buchungsrelevanten Daten im richtigen Format an SAP und bucht die Rechnung automatisch. Bei bestellbezogenen Rechnungen kann dies eine vollständig automatische Buchung ohne manuelle MIRO-Erfassung ermöglichen.

Jede über Doxis verarbeitete Rechnung wird automatisch revisionssicher und gesetzeskonform archiviert. Das Dokument wird direkt mit dem zugehörigen SAP-Beleg verknüpft, Aufbewahrungsfristen werden systemseitig gesteuert und die vollständige Nachweiskette, von der Originalrechnung bis zur Zahlungsbuchung, bleibt mit einem Klick verfügbar.

Welche Vorteile bringt die Automatisierung im SAP-Kreditorenprozess?

Die Automatisierung des SAP-Kreditorenprozesses verbessert jeden Schritt vom Rechnungseingang bis zur Zahlung und Archivierung. Doxis reduziert manuelle Eingriffe, beschleunigt Prüfungen und macht offene Rechnungen, Klärfälle und Fristen zentral sichtbar.

Schnellere Bearbeitungszeiten

Doxis P2P für SAP kann die Bearbeitungszeit von Rechnungen um bis zu 80 Prozent reduzieren. Bestellbezogene Rechnungen, die korrekt erfasst, validiert und abgeglichen wurden, können ohne manuelle Dateneingabe bis zur SAP-Buchung weiterlaufen. Dadurch konzentriert sich das Finanzteam stärker auf echte Ausnahmefälle statt auf Routineaufgaben.

Geringere Kosten pro Rechnung

Jeder manuelle Eingriff verursacht Aufwand: Daten erfassen, Abweichungen prüfen, Freigaben nachverfolgen und Nachweise suchen. Automatisierung reduziert die Anzahl dieser Eingriffe pro Rechnung. Dadurch sinken die Prozesskosten, ohne dass zusätzliche Kapazitäten im Kreditorenteam aufgebaut werden müssen.

Bessere Nutzung von Skontofristen

Langsame Rechnungsprozesse führen dazu, dass Skontofristen verpasst werden. Automatisierte Erfassung, Validierung und Freigabe-Routing bringen Rechnungen schneller durch den Prozess. Der Doxis Invoice Monitor macht Skontofristen sichtbar, sodass Finanzteams rechtzeitig reagieren können.

Weniger Fehler und Ausnahmefälle

KI-gestützte Rechnungserfassung reduziert Fehler, die bei manueller Dateneingabe entstehen. Automatisiertes Three-Way Matching erkennt Preis-, Mengen- oder Wareneingangsabweichungen früh im Prozess. Dadurch sinkt der Nacharbeitsaufwand, bevor fehlerhafte Daten weitere Prozessschritte blockieren.

Echtzeit-Transparenz im Kreditorenprozess

Ein zentraler Invoice Monitor zeigt den Status jeder Rechnung vom Eingang bis zur Buchung. Finanzteams sehen, welche Rechnungen in Prüfung sind, welche blockiert wurden und welche zur Zahlung vorbereitet werden. Dadurch entfallen viele manuelle Statusabfragen per E-Mail oder Telefon.

Compliance und Auditfähigkeit

Doxis archiviert Rechnungen, Freigaben, Prüfentscheidungen und Prozesshistorien revisionssicher. Jede Aktion wird protokolliert, mit Zeitstempel versehen und mit dem passenden SAP-Beleg verknüpft. Dadurch lassen sich Nachweise bei Audits schneller bereitstellen.

Skalierung ohne proportional mehr Personal

Wenn das Rechnungsvolumen steigt, wachsen manuelle Prozesse schnell an ihre Grenzen. Automatisierte Workflows verarbeiten höhere Volumina, ohne dass jeder zusätzliche Rechnungseingang zusätzliche manuelle Arbeit erzeugt. Dadurch bleibt der Kreditorenprozess skalierbar, auch wenn Lieferanten, Standorte oder Belegmengen zunehmen.

Eine Rechnung, zwei Abläufe: SAP-Kreditorenprozess mit und ohne Doxis

Wenn Ihr Kreditorenteam zu viel Zeit mit manueller Dateneingabe, Freigabe-Nachverfolgung oder Matching-Ausnahmen verbringt, liegt das Problem oft nicht im SAP-Kernprozess. Die Reibung entsteht in den Lücken rund um SAP: beim Rechnungseingang, bei der Datenextraktion, bei Freigaben und bei der Klärung von Abweichungen.

Ohne Automatisierung

Eine PDF-Rechnung geht per E-Mail ein. Ein Mitarbeiter lädt sie herunter, erfasst die Daten manuell in MIRO und ergänzt die Bestellnummer.

SAP führt das Three-Way Matching durch und erkennt eine kleine Preisabweichung. Die Rechnung wird blockiert, der Sachbearbeiter schreibt dem Lieferanten eine E-Mail und wartet auf eine Rückmeldung.

Nach der Korrektur werden die Daten erneut geprüft. Die Rechnung geht zur Freigabe in den SAP-Posteingang, doch der Genehmiger ist unterwegs und hat keinen mobilen Zugriff. Die Rechnung bleibt mehrere Tage liegen und die Skontofrist verstreicht.

Mit Doxis P2P for SAP

Die PDF-Rechnung geht in einem zentralen Postfach ein. Doxis AI.dp liest sie automatisch aus, extrahiert alle relevanten Felder und übergibt die geprüften Daten ohne manuelle Erfassung an SAP.

Das Three-Way Matching läuft direkt. Eine Preisabweichung wird erkannt, aber weil sie innerhalb der definierten Toleranz liegt, wird die Rechnung automatisch gebucht und die Prüfung dokumentiert.

Wenn eine Rechnung eine Entscheidung benötigt, leitet Doxis die Aufgabe an die richtige Person weiter. Die Freigabe kann auch mobil oder außerhalb der SAP GUI erfolgen. Dadurch wird die Rechnung schneller freigegeben und Skontofristen können besser genutzt werden.

Diesen Ablauf, vom Rechnungseingang bis zum gebuchten SAP-Beleg, unterstützt Doxis im täglichen Kreditorenprozess.

Sie möchten den Prozess in Aktion sehen? Das folgende YouTube-Video zeigt die einzelnen Schritte.

Warum sich Finanzteams für Doxis P2P for SAP entscheiden

Doxis ist eine einheitliche Plattform für Intelligent Content Automation, die ECM, IDP, BPM und P2P-Automatisierung in einem unternehmensweiten System verbindet. Laut der Forrester Total Economic Impact™ Studie amortisieren sich Doxis-Lösungen nach rund 10 Monaten.

Doxis P2P für SAP unterstützt den gesamten Beschaffungs- und Kreditorenprozess in einer modularen Plattform: Bestellanforderungen, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungsverarbeitung und Archivierung. Die Lösung ist nativ in SAP integriert und bietet 360-Grad-Transparenz vom Auftrag bis zur Zahlung. Unternehmen starten mit den Modulen, die ihr Team am dringendsten benötigt, und erweitern den Prozess schrittweise.

Mit Doxis P2P for SAP erhalten Sie:

  • KI-gestützte Rechnungserfassung für alle Formate: Papier, PDF, EDI und internationale E-Rechnungsstandards
  • Automatisiertes Three-Way Matching und Exception Routing mit vollständiger SAP-Integration
  • Intelligente Freigabe-Workflows mit mobilem Zugriff über SAP Fiori und die Doxis Approval App
  • Automatische SAP-Buchung für bestellbezogene Rechnungen, ohne manuelle MIRO-Erfassung
  • Echtzeit-Invoice-Monitor mit Skontofristen, Prozessstatus und KPIs
  • Revisionssichere und gesetzeskonforme Archivierung in jedem Prozessschritt, inklusive Unterstützung globaler Aufbewahrungsanforderungen
  • Bis zu 80% kürzere Rechnungsbearbeitungszeit und eine nachgewiesene Amortisationszeit von rund 10 Monaten

Möchten Sie sehen, wie das für Ihr Team aussieht? Fordern Sie eine kostenlose Doxis Demo an und erfahren Sie, wie viel Zeit Ihr SAP-Kreditorenprozess sparen kann.

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Häufige Fragen zur Automatisierung im SAP-Kreditorenprozess

Was ist der SAP-Kreditorenprozess?
Der SAP-Kreditorenprozess ist der durchgängige Workflow zur Verarbeitung von Lieferantenrechnungen und ausgehenden Zahlungen in SAP ERP. Er umfasst die Anlage und Pflege von Lieferantenstammdaten, die Erstellung von Bestellungen, den Wareneingang, die Rechnungsprüfung, die Freigabe, die Zahlungsausführung über F110 und die Archivierung.
Welche Transaktionscodes werden im SAP-Kreditorenprozess verwendet?
Die wichtigsten Transaktionscodes sind ME21N für Bestellungen, MIGO für Wareneingänge, MIRO für die Rechnungsprüfung, FB60 für Rechnungen ohne Bestellbezug, FBV1 für das Vorparken von Rechnungen und F110 für den automatischen Zahlungslauf. Für Auswertungen werden häufig S_ALR_87012114 für die Fälligkeitsanalyse offener Kreditorenposten und FBL1N für die Anzeige von Kreditoren-Einzelposten genutzt.
Was ist 3-Way Matching in SAP?
Beim 3-Way Matching werden Bestellung, Wareneingang und Lieferantenrechnung vor der Zahlung miteinander abgeglichen. In SAP betrifft das typischerweise die Bestellung aus ME21N, den Wareneingang aus MIGO und die Rechnungsprüfung aus MIRO. Liegt eine Preis- oder Mengenabweichung außerhalb der definierten Toleranzgrenzen, setzt SAP eine Zahlungssperre. Die Rechnung muss dann manuell geprüft werden, bevor sie gebucht oder zur Zahlung freigegeben werden kann.
Was ist die Transaktion F110 in SAP?
F110 ist das automatische Zahlungsprogramm in SAP. Die Transaktion wählt offene Kreditorenposten aus, die zur Zahlung fällig sind, und erstellt einen Zahlungsvorschlag zur Prüfung durch das Finanzteam. Nach der Prüfung führt SAP den Zahlungslauf aus. Dabei werden Banküberweisungen angestoßen oder, je nach Zahlungsweg, Scheckdruck und Zahlungsdateien erzeugt.
Was sind die häufigsten Probleme im SAP-Kreditorenprozess?
Die häufigsten Pain Points sind Fehler bei der manuellen Rechnungserfassung, hohe Ausnahmequoten im Three-Way Matching, Engpässe bei Freigaben außerhalb der SAP GUI und Archivierungslücken bei Dokumenten, die außerhalb von SAP eingehen. Diese Probleme führen dazu, dass Rechnungen später geprüft, Klärfälle aufwendiger bearbeitet und Nachweise schwerer gefunden werden.
Wie verbessert Automatisierung den SAP-Kreditorenprozess?
Automatisierung übernimmt Rechnungserfassung, Matching, Freigabe-Routing und SAP-Buchung ohne manuelle Eingriffe. Dadurch kann die Bearbeitungszeit um bis zu 80 Prozent sinken, während Fehler, Ausnahmefälle und verpasste Skontofristen reduziert werden.
Ist Doxis mit SAP S/4HANA kompatibel?
Ja. Doxis P2P for SAP lässt sich nativ mit SAP S/4HANA und SAP ERP integrieren. Die Lösung unterstützt gängige E-Rechnungsformate, mobile Freigaben über SAP Fiori, automatische Buchungen und revisionssichere Archivierung.
Was umfasst Doxis P2P für SAP?
Doxis P2P for SAP ist eine modulare Plattform für den gesamten Beschaffungs- und Kreditorenprozess in SAP. Sie unterstützt Bestellanforderungen, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungsverarbeitung und Archivierung. Die Prozesse werden durch Doxis AI.dp unterstützt und sind nativ in SAP integriert. Dadurch lassen sich Dokumente entlang des Purchase-to-Pay-Prozesses erfassen, auslesen, validieren, weiterleiten und revisionssicher archivieren.

Bärbel Heuser-Roth

Bärbel Heuser-Roth beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Informationslogistik, Prozessmanagement und Compliance-Themen sowie den Einsatzmöglichkeiten intelligenter Verfahren zur automatisierten Erschließung von Informationen. Dazu gehören auch die Untersuchung und Dokumentation verschiedenster Enterprise Content Management-Projekte in Unternehmen und Organisationen.

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