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Die 7 besten Purchase-to-Pay-Lösungen für SAP im Vergleich

| Bärbel Heuser-Roth

Grafik mit den 7 besten Purchase-to-Pay-Lösungen für SAP mit Logos und Text auf Deutsch.

 

Unternehmen, die Einkauf und Kreditorenbuchhaltung mit SAP steuern, kennen die größten Herausforderungen. SAP verarbeitet Finanzbuchungen und Stammdaten zuverlässig. Die Dokumente, auf denen diese Prozesse basieren, stellen jedoch häufig eine zusätzliche Herausforderung dar.

Eingangsrechnungen, Auftragsbestätigungen und Lieferscheine müssen erfasst, geprüft, freigegeben und revisionssicher archiviert werden. In vielen Unternehmen erfolgen diese Schritte noch immer überwiegend manuell. Das führt zu hohem Aufwand, längeren Bearbeitungszeiten und einer erhöhten Fehleranfälligkeit.

Diese manuellen Prozesse verursachen erhebliche Kosten. Laut APQC bearbeiten Unternehmen mit einer besonders leistungsfähigen Kreditorenbuchhaltung Eingangsrechnungen zu etwa einem Fünftel der Kosten von Unternehmen mit den schwächsten Ergebnissen. Selbst durchschnittliche Unternehmen benötigen im Vergleich zu den Spitzenreitern etwa doppelt so hohe Kosten für die Rechnungsverarbeitung.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der Grad der Automatisierung. Je mehr Dokumente manuell verarbeitet werden, desto höher sind Aufwand, Kosten und Fehlerquote.

Die passende Purchase-to-Pay-Lösung für SAP schließt diese Lücke, ohne das bestehende ERP-System zu ersetzen. In diesem Vergleich stellen wir sieben führende Lösungen vor und vergleichen ihre Funktionen, SAP-Integration, Vor- und Nachteile sowie Preise. So finden Sie die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Wichtige Erkenntnisse

  1. Doxis: Am besten geeignet für die Automatisierung des gesamten Purchase-to-Pay-Dokumentenprozesses in SAP, von der Bedarfsanforderung bis zur revisionssicheren Archivierung.
  2. SAP Ariba: SAPs native Lösung für Source-to-Pay-Prozesse mit Schwerpunkt auf Beschaffung und Lieferantenmanagement.
  3. OpenText VIM: Etablierte Lösung für die Verarbeitung hoher Rechnungsvolumen mit tiefer SAP-Integration.
  4. Coupa: Cloudbasierte Plattform für Ausgabenmanagement mit Funktionen für Beschaffung, Kreditorenbuchhaltung und Spesenmanagement.
  5. Basware: Internationale Lösung für die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung mit umfassender Unterstützung für die E-Rechnungsverarbeitung.
  6. Tungsten Automation: Bewährte Lösung für die Verarbeitung großer Dokumentenvolumen mit leistungsstarker OCR und SAP-Integration.
  7. Esker: Benutzerfreundliche Cloudplattform für die Automatisierung der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung.

Vergleich der besten Purchase-to-Pay-Lösungen für SAP (2026)

Software

SAP Integration

Preise

Doxis

SAP-zertifiziert, direkt in die SAP-Benutzeroberfläche integriert

Individuelles Angebot

SAP Ariba

Native SAP-Integration

Auf Anfrage

OpenText VIM

SAP-zertifiziert

Auf Anfrage

Coupa

Integration mit SAP

Individuelles Angebot

Basware

Integration mit SAP

Auf Anfrage

Tungsten Automation

Integration mit SAP

Auf Anfrage

Esker

Integration mit SAP

Auf Anfrage

 

Was ist Purchase-to-Pay-Software?

Purchase-to-Pay-Software, auch als Procure-to-Pay-Software bezeichnet, automatisiert den gesamten Prozess von der Bedarfsanforderung bis zur Bezahlung eines Lieferanten. Dazu gehören unter anderem Bedarfsanforderungen, Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Wareneingänge und Eingangsrechnungen. Die Software übernimmt die Erfassung, Prüfung, den Abgleich, die Freigabe und die Archivierung dieser Dokumente.

In SAP erweitert eine Purchase-to-Pay-Lösung den Standard um die Automatisierung dokumentenintensiver Prozesse. Dadurch werden manuelle Arbeitsschritte reduziert und Beschaffungs sowie Rechnungsprozesse effizienter gestaltet.

Purchase-to-Pay und Procure-to-Pay bezeichnen denselben Geschäftsprozess und werden beide mit P2P abgekürzt. In diesem Artikel verwenden wir den Begriff Purchase-to-Pay, da er im deutschsprachigen SAP-Umfeld häufiger gesucht wird.

Die 7 besten Purchase-to-Pay-Lösungen für SAP

Die folgenden sieben Purchase-to-Pay-Lösungen haben sich besonders für den Einsatz in SAP-Umgebungen bewährt. Für den Vergleich haben wir die Tiefe der SAP-Integration, die Funktionen für die Automatisierung von Rechnungs- und Dokumentenprozessen sowie Bewertungen auf G2, Capterra und Gartner Peer Insights berücksichtigt.

1. Doxis

Doxis ist eine Plattform für Intelligent Content Automation. Das Purchase-to-Pay-Paket für SAP automatisiert den gesamten dokumentenbasierten Beschaffungsprozess und unterstützt Unternehmen bei der digitalen Verarbeitung von der Bedarfsanforderung bis zur revisionssicheren Archivierung.

Das Paket umfasst die Module Purchase, ProcureDocs, Confirmation, Delivery, Invoice und Archiving. Dadurch lassen sich alle dokumentenbasierten Purchase-to-Pay-Prozesse direkt innerhalb der SAP-Benutzeroberfläche digitalisieren.

Doxis ist SAP-zertifiziert und unterstützt unter anderem InvoiceMaster für SAP S/4HANA sowie die zertifizierten Archivierungsschnittstellen SAP ArchiveLink und CMIS. Dank des eigenen SAP-Namespace lässt sich die Lösung nahtlos in bestehende SAP-Landschaften integrieren. Die KI-gestützte Dokumentenverarbeitung erkennt eingehende Rechnungen mit einer Datenerkennungsrate von bis zu 100 Prozent, wenn sie mit Human-in-the-Loop-Validierung kombiniert wird. Anschließend werden die Daten automatisch mit den Stammdaten und Belegen in SAP abgeglichen. Abweichungen und Dubletten werden bereits vor der Buchung erkannt.

Ergänzt wird die Automatisierung durch eine integrierte Enterprise-Content-Management-Plattform. Dadurch bietet Doxis umfassende Funktionen für die revisionssichere Dokumentenarchivierung und Compliance, die über den SAP-Standard hinausgehen.

Vorteile:

  • SAP-zertifiziert und direkt in die SAP-Benutzeroberfläche für SAP ERP und SAP S/4HANA integriert
  • Unterstützt den gesamten dokumentenbasierten Purchase-to-Pay-Prozess von der Bedarfsanforderung bis zur revisionssicheren Archivierung
  • KI-gestützte Dokumentenerfassung mit einer Datenerkennungsrate von bis zu 100 Prozent in Kombination mit Human-in-the-Loop-Validierung
  • Integrierte Dublettenprüfung und Compliance-Kontrollen zur Erkennung von Unstimmigkeiten und zur Betrugsprävention
  • Unterstützung gesetzlicher Anforderungen an die E-Rechnungsverarbeitung wie XRechnung, ZUGFeRD, Factur-X und KSeF
  • Modularer Aufbau. Unternehmen können mit einem Modul starten und die Lösung schrittweise erweitern.
  • Kombiniert Dokumentenautomatisierung mit revisionssicherer Enterprise-Archivierung
  • Bewertung von 4,2 von 5 Sternen auf Basis verifizierter Bewertungen bei Gartner Peer Insights

Nachteile:

  • Vor allem für große Unternehmen mit hohem Rechnungs- und Dokumentenvolumen konzipiert. Für kleinere Unternehmen ist die Lösung unter Umständen weniger wirtschaftlich.

Preise: Individuelles Angebot. Dank des modularen Aufbaus können Unternehmen mit einem einzelnen Modul starten oder das vollständige Purchase-to-Pay-Paket einführen. Die Preise richten sich nach den gewählten Modulen, dem Dokumentenvolumen und den individuellen Anforderungen.

Dokumente automatisieren. Geschäftsprozesse beschleunigen.

Vereinen Sie KI, Enterprise Content Management (ECM) und Workflow-Automatisierung in einer leistungsstarken Plattform für Unternehmen.

2. SAP Ariba

SAP Ariba ist SAPs eigene Source-to-Pay-Lösung. Die Plattform unterstützt strategische Beschaffung, Vertragsmanagement, Einkauf und die Zusammenarbeit mit Lieferanten. Über das SAP Business Network ist sie mit einem umfangreichen Lieferantennetzwerk verbunden. Für Unternehmen, die bereits SAP einsetzen, liegt der größte Vorteil im durchgängigen Datenfluss zwischen Einkauf und Finanzwesen innerhalb einer einheitlichen SAP-Landschaft.

Der Schwerpunkt von SAP Ariba liegt jedoch auf der Steuerung von Beschaffungsprozessen und nicht auf der Dokumentenautomatisierung. Im Vergleich zu spezialisierten Purchase-to-Pay-Lösungen bietet Ariba weniger Funktionen für die intelligente Erfassung und Verarbeitung von Dokumenten. Zudem berichten Anwender von einer aufwendigen Einführung.

Vorteile:

  • Native SAP-Integration mit durchgängigem Datenfluss zwischen Einkauf und Finanzwesen
  • Zugang zu einem umfangreichen Lieferantennetzwerk über das SAP Business Network
  • Leistungsstarke Funktionen für Beschaffung, Vertragsmanagement und Ausgabenmanagement
  • Umfassende Unterstützung des gesamten Source-to-Pay-Prozesses

Nachteile:

  • Komplexe Einführung mit hohem Beratungsaufwand und steiler Lernkurve (Capterra)
  • Die Benutzeroberfläche wird von einigen Anwendern als veraltet und wenig intuitiv beschrieben (Software Advice)

Preise: Keine öffentlich verfügbaren Preise. Individuelles Angebot für Enterprise-Kunden.

3. OpenText Vendor Invoice Management (VIM)

OpenText Vendor Invoice Management (VIM) zählt zu den etabliertesten Lösungen für die Eingangsrechnungsverarbeitung in SAP. Die Plattform ist SAP-zertifiziert und tief in SAP integriert. Mithilfe vorkonfigurierter Geschäftsregeln und Workflows werden Rechnungen automatisch erfasst, geprüft und im Purchase-to-Pay-Prozess weitergeleitet. Leistungsstarke OCR-Funktionen ermöglichen die Verarbeitung großer Dokumentenvolumen.

OpenText VIM gilt als ausgereifte Lösung. Einige Anwender sehen jedoch Verbesserungspotenzial bei Benutzerfreundlichkeit und Support.

Vorteile:

  • SAP-zertifizierte Integration direkt in die SAP-Benutzeroberfläche
  • Leistungsstarke OCR für die Verarbeitung großer Rechnungsvolumen
  • Ausgereifte Geschäftsregeln sowie flexible Workflows für Ausnahmen und Freigaben

Nachteile:

  • Keine mobile Anwendung für die Prüfung und Freigabe von Rechnungen. Freigaben erfolgen über SAP (Gartner Peer Insights)
  • Der Produktsupport wird als ausbaufähig beschrieben. Zudem stehen vergleichsweise wenige Spezialisten am Markt zur Verfügung (Gartner Peer Insights)

Preise: Individuelles Angebot. Die Preise richten sich nach dem Lizenzmodell und der gewählten Bereitstellungsform, Cloud oder On Premises.

4. Coupa

Coupa ist eine cloudbasierte Plattform für Ausgabenmanagement. Sie unterstützt Beschaffung, Rechnungsverarbeitung und Spesenmanagement und bietet KI-gestützte Analysen zur Optimierung von Unternehmensausgaben.

Die Plattform lässt sich in SAP integrieren und eignet sich besonders für Unternehmen, die Einkauf, Rechnungsverarbeitung und Ausgabenmanagement in einer zentralen Lösung bündeln möchten. Im Fokus steht jedoch das Ausgabenmanagement und nicht die Dokumentenautomatisierung innerhalb von SAP.

Vorteile:

  • Umfassende Funktionen für Beschaffung, Rechnungsverarbeitung und Spesenmanagement
  • KI-gestützte Analysen und Empfehlungen zur Optimierung von Unternehmensausgaben
  • Hohe Transparenz und Kontrolle über Einkaufs- und Ausgabenprozesse
  • Umfangreiche Integrationsmöglichkeiten

Nachteile:

  • Steile Lernkurve und eine mobile App, die laut Nutzern Fehler aufweist (G2)
  • Das Lieferantenportal wird von einigen Lieferanten als umständlich empfunden, da für die Rechnungsübermittlung eine Anmeldung erforderlich ist (Capterra)

Preise: Individuelles Abonnement auf Basis der gewählten Module und Nutzeranzahl.

5. Basware

Basware ist auf die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen spezialisiert. Die Plattform unterstützt internationale Compliance-Anforderungen und ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad bei der Rechnungsverarbeitung. Sie lässt sich in SAP und andere ERP-Systeme integrieren und eignet sich besonders für Unternehmen mit internationalen Finanzprozessen.

Vorteile:

  • Leistungsstarke Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung und E-Rechnungsverarbeitung
  • Umfassende Unterstützung internationaler E-Rechnungsstandards und gesetzlicher Anforderungen
  • Zwei-Wege- und Drei-Wege-Abgleich, Dublettenerkennung sowie KI-gestützte Betrugserkennung
  • Zuverlässige ERP-Integration nach erfolgreicher Implementierung

Nachteile:

  • Hohe Implementierungskosten und komplexe ERP-Integration (G2)
  • Eingeschränkte Möglichkeiten zur Anpassung von Berichten sowie steile Lernkurve während der Einführung (Capterra)

Preise: Abonnementmodell auf Basis des Rechnungsvolumens und der Nutzeranzahl. Module und Implementierung werden separat kalkuliert.

6. Tungsten Automation (formerly Kofax)

Tungsten Automation, ehemals Kofax, zählt zu den etabliertesten Anbietern für intelligente Dokumentenerfassung und Rechnungsverarbeitung. Die Lösungen ReadSoft und Invoice Processing werden weltweit für die automatisierte Verarbeitung großer Rechnungsvolumen in SAP und anderen ERP-Systemen eingesetzt.

Die Plattform fokussiert die Dokumentenerfassung und OCR bei sehr hohen Dokumentenvolumen. Gleichzeitig zählen Lizenzkosten und Supportmodell zu den häufigsten Kritikpunkten.

Vorteile:

  • Bewährte Lösung für die Verarbeitung großer Dokumentenvolumen mit leistungsstarker OCR
  • Mehr als 40 Jahre Erfahrung im Enterprise-Umfeld
  • Geeignet für Shared Service Center und Unternehmen mit hohem Rechnungsaufkommen

Nachteile:

  • Hohe Lizenzkosten (G2)
  • Support erfolgt über Vertriebspartner statt direkt durch den Hersteller, wodurch sich die Bearbeitung von Anfragen verzögern kann (Gartner Peer Insights)

Preise: Individuelles Angebot. Die Preise richten sich nach Lizenzmodell und Nutzeranzahl.

7. Esker

Esker ist eine cloudbasierte Plattform für die Automatisierung der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung. Die Lösung nutzt KI für die Rechnungsverarbeitung, unterstützt sowohl Purchase-to-Pay- als auch Order-to-Cash-Prozesse und lässt sich in SAP sowie weitere ERP-Systeme integrieren.

Die Plattform überzeugt durch eine benutzerfreundliche Oberfläche und guten Kundensupport. Einschränkungen bestehen insbesondere bei komplexen SAP-Szenarien und der Verarbeitung bestimmter Rechnungsarten.

Vorteile:

  • Benutzerfreundliche Cloud-Plattform mit kurzer Einarbeitungszeit
  • KI-gestützte Rechnungsverarbeitung mit kontinuierlichem Lerneffekt
  • Positiv bewerteter Kundensupport
  • Unterstützung der Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung in einer Plattform

Nachteile:

  • Die Integration mit ERP-Systemen außerhalb von SAP kann aufwendig sein. Zudem fehlen einige Berichtsfunktionen (Gartner Peer Insights)
  • Einschränkungen bei der Verarbeitung bestimmter Fremdwährungsrechnungen und einzelner Rechnungen mit Bestellbezug (G2)

Preise: Keine öffentlich verfügbaren Preise. Individuelles, abonnementbasiertes Angebot auf Anfrage.

Warum SAP-Umgebungen von einer Purchase-to-Pay-Lösung profitieren

SAP bildet die Grundlage für Finanzbuchungen, Lieferantenstammdaten und zentrale Geschäftsprozesse. Weniger stark ist der SAP-Standard bei der automatisierten Verarbeitung der Dokumente, auf denen diese Prozesse basieren.

Eingangsrechnungen treffen per E-Mail, PDF, Papier oder E-Rechnung ein. Hinzu kommen Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und weitere Geschäftsdokumente. Diese müssen erfasst, geprüft, freigegeben und archiviert werden. Viele dieser Arbeitsschritte erfolgen im SAP-Standard nur eingeschränkt oder erfordern zusätzliche manuelle Prozesse.

Hier setzen spezialisierte Purchase-to-Pay-Lösungen an. Sie ergänzen SAP um Funktionen für die automatisierte Dokumentenverarbeitung und unterstützen unter anderem folgende Aufgaben:

  • Automatische Erfassung und Verarbeitung eingehender Dokumente wie Rechnungen, Auftragsbestätigungen und Lieferscheine
  • Abgleich von Rechnungen mit Bestellungen und Wareneingängen sowie automatische Erkennung von Abweichungen vor der Buchung
  • Bearbeitung von Rechnungen ohne Bestellbezug sowie automatisierte Workflows für Ausnahmen und Freigaben
  • Revisionssichere Archivierung der Originaldokumente mit direkter Verknüpfung zu den entsprechenden SAP-Belegen

Gerade in SAP-Umgebungen lohnt sich der Einsatz einer speziell auf SAP ausgelegten Purchase-to-Pay-Lösung. SAP-zertifizierte Plattformen bieten in der Regel eine tiefere Integration, arbeiten direkt innerhalb der SAP-Benutzeroberfläche und ermöglichen durchgängige, automatisierte Prozesse ohne zusätzliche Medienbrüche.

Worauf sollten Sie bei einer Purchase-to-Pay-Lösung für SAP achten?

Die folgenden Kriterien helfen Ihnen dabei, eine speziell für SAP entwickelte Purchase-to-Pay-Lösung von einer allgemeinen Software mit SAP-Anbindung zu unterscheiden.

  • SAP-Zertifizierung: Achten Sie auf aktuelle SAP-Zertifizierungen sowie eine nahtlose Integration in SAP ERP und SAP S/4HANA. Idealerweise erfolgt die Nutzung direkt innerhalb der SAP-Benutzeroberfläche.
  • KI-gestützte Dokumentenerfassung: Die Lösung sollte Eingangsrechnungen und andere Geschäftsdokumente aus Papierdokumenten, E-Mails, PDFs und E-Rechnungen automatisch und mit hoher Genauigkeit verarbeiten.
  • Abgleich und Validierung: Zwei-Wege- und Drei-Wege-Abgleich von Rechnungen mit Bestellungen und Wareneingängen sowie die automatische Erkennung von Dubletten und potenziellen Betrugsfällen.
  • Verarbeitung von Rechnungen ohne Bestellbezug: Strukturierte Workflows für Rechnungen ohne Bestellbezug sowie für Ausnahmen und Abweichungen sorgen für eine effiziente Prüfung und Freigabe.
  • Compliance: Unterstützung aktueller Anforderungen an die E-Rechnungsverarbeitung, darunter XRechnung, ZUGFeRD, Factur-X und Peppol.
  • Revisionssichere Archivierung: Langfristige und revisionssichere Archivierung der Originaldokumente mit direkter Verknüpfung zu den entsprechenden SAP-Belegen.
  • Modularität und Skalierbarkeit: Die Möglichkeit, mit einem einzelnen Modul zu starten und die Lösung bei steigendem Bedarf schrittweise zu erweitern.

Automatisieren Sie Ihre Purchase-to-Pay-Prozesse in SAP mit Doxis

SAP bietet eine zuverlässige Grundlage für Finanzprozesse und Stammdaten. Die Verarbeitung der zugehörigen Dokumente erfolgt jedoch in vielen Unternehmen noch immer mit hohem manuellem Aufwand. Eingangsrechnungen müssen erfasst, Freigaben eingeholt, Daten mit Bestellungen abgeglichen und Originaldokumente revisionssicher archiviert werden. Genau hier entstehen häufig zusätzliche Kosten und Verzögerungen.

Doxis schließt diese Lücke direkt in Ihrer SAP-Landschaft. Das KI-gestützte Purchase-to-Pay-Paket auf Basis der Doxis Plattform für Intelligent Content Automation automatisiert den gesamten dokumentenbasierten Purchase-to-Pay-Prozess von der Bedarfsanforderung bis zur Zahlung. Alle Prozesse lassen sich direkt innerhalb der SAP-Benutzeroberfläche nutzen.

Doxis ist dabei nicht auf SAP beschränkt. Die Plattform integriert auch weitere Geschäftsanwendungen wie andere ERP-Systeme, CRM-Lösungen und Microsoft 365. So können Unternehmen Dokumenten- und Content-Prozesse unternehmensweit automatisieren.

Mit Doxis profitieren Sie unter anderem von folgenden Funktionen:

  • SAP-zertifizierte Integration mit SAP ERP und SAP S/4HANA direkt innerhalb der SAP-Benutzeroberfläche
  • KI-gestützte Erfassung von Eingangsrechnungen mit einer Datenerkennungsrate von bis zu 100 Prozent in Kombination mit Human-in-the-Loop-Validierung
  • Automatischer Abgleich mit SAP-Daten einschließlich Dublettenerkennung und Compliance-Prüfungen
  • Bis zu 70 Prozent weniger Zeitaufwand für die Rechnungsverarbeitung sowie eine Reduzierung der Verarbeitungskosten um bis zu 60 bis 80 Prozent
  • Unterstützung internationaler E-Rechnungsstandards wie XRechnung, ZUGFeRD und Factur-X
  • Revisionssichere Archivierung der Originaldokumente mit direkter Verknüpfung zu den entsprechenden SAP-Belegen
  • Modularer Aufbau. Unternehmen können einzelne Prozessschritte oder den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess automatisieren

Fordern Sie eine kostenlose Demo an und erfahren Sie, wie sich Ihre Purchase-to-Pay-Prozesse mit Doxis in Ihrer SAP-Landschaft automatisieren lassen.

Dokumente automatisieren. Purchase-to-Pay-Prozesse beschleunigen.

Vereinen Sie KI, Enterprise Content Management (ECM) und Workflow-Automatisierung in einer leistungsstarken Plattform für Purchase-to-Pay-Prozesse in SAP.

Häufig gestellte Fragen zu Purchase-to-Pay-Lösungen für SAP

Verfügt SAP über eine eigene Purchase-to-Pay-Lösung?
Ja. Mit SAP Ariba und den Beschaffungsfunktionen in SAP S/4HANA bietet SAP eigene Lösungen für Einkauf, Beschaffung und Finanzprozesse. Die automatische Erfassung, Prüfung und revisionssichere Archivierung eingehender Dokumente wie Rechnungen wird jedoch häufig durch spezialisierte Purchase-to-Pay-Lösungen ergänzt. Diese erweitern SAP um Funktionen für die Dokumentenautomatisierung und die intelligente Verarbeitung eingehender Geschäftsdokumente.
Was ist der Unterschied zwischen Procure-to-Pay und Purchase-to-Pay?
In der Praxis gibt es keinen Unterschied. Beide Begriffe beschreiben den vollständigen Prozess von der Bedarfsanforderung über den Einkauf bis zur Bezahlung des Lieferanten und werden häufig mit P2P abgekürzt. Während SAP und viele internationale Anbieter häufiger den Begriff Procure-to-Pay verwenden, ist Purchase-to-Pay ebenfalls weit verbreitet und wird oft synonym verwendet.
Ist Purchase-to-Pay-Software dasselbe wie die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung?
Nein. Die Automatisierung der Kreditorenbuchhaltung konzentriert sich auf den Prozess von der Eingangsrechnung bis zur Zahlung. Purchase-to-Pay-Lösungen decken den gesamten Beschaffungsprozess ab. Dazu gehören unter anderem Bedarfsanforderungen, Bestellungen, Wareneingänge, Eingangsrechnungen und die Zahlungsabwicklung.
Warum reicht SAP allein für die Eingangsrechnungsverarbeitung oft nicht aus?
SAP unterstützt die Verarbeitung und Buchung von Eingangsrechnungen. Viele Unternehmen ergänzen den Standard jedoch durch spezialisierte Purchase-to-Pay-Lösungen, um die Erfassung, Prüfung, Freigabe und Ausnahmebehandlung von Rechnungen weiter zu automatisieren. Darüber hinaus bieten diese Lösungen Funktionen für die revisionssichere Dokumentenarchivierung und die intelligente Dokumentenverarbeitung. Dank SAP-zertifizierter Integrationen bleiben alle Prozesse nahtlos in die SAP-Landschaft eingebunden.
Worauf sollten Sie bei einer Purchase-to-Pay-Lösung für SAP achten?
Achten Sie auf eine aktuelle SAP-Zertifizierung, KI-gestützte Dokumentenerfassung sowie Funktionen wie den Zwei-Wege- und Drei-Wege-Abgleich, die Erkennung von Dubletten und Betrugsversuchen, die Unterstützung der E-Rechnungsverarbeitung sowie eine revisionssichere Dokumentenarchivierung. Empfehlenswert sind außerdem modulare Lösungen, die sich schrittweise erweitern lassen und mit den Anforderungen Ihres Unternehmens mitwachsen.
Kann Purchase-to-Pay-Software Rechnungen ohne Bestellbezug verarbeiten?
Ja. Leistungsfähige Purchase-to-Pay-Lösungen unterstützen auch Rechnungen ohne Bestellbezug. Achten Sie darauf, dass die Software klar definierte Workflows für die Freigabe solcher Rechnungen sowie für die Bearbeitung von Abweichungen bereitstellt. Gerade diese Fälle verursachen häufig den größten manuellen Aufwand und führen zu Verzögerungen im Rechnungsprozess.
Wie lange dauert die Implementierung einer Purchase-to-Pay-Lösung für SAP?
Die Implementierungsdauer hängt vom Projektumfang, dem Rechnungsvolumen und den eingeführten Modulen ab. SAP-zertifizierte Lösungen, die sich nahtlos in die bestehende SAP-Landschaft integrieren, lassen sich in der Regel schneller einführen. Umfangreiche Implementierungen mit mehreren Modulen oder komplexen ERP-Integrationen benötigen entsprechend mehr Zeit.

Bärbel Heuser-Roth

Seit vielen Jahren ist Bärbel Heuser-Roth auf vielfältige Themen des Enterprise Content Managements (ECM) spezialisiert. Ihr Fachgebiet umfasst Informationslogistik, Prozessmanagement, Compliance sowie KI-basierte Intelligent Content Automation. Darüber hinaus hat sie sich intensiv mit der Planung, Umsetzung und Optimierung von ECM-Projekten in Unternehmen und Organisationen beschäftigt und hierzu zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht.

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