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Manipulierte Rechnung erkennen: Rechnungsbetrug stoppen

| Bärbel Heuser-Roth

Zwei Personen arbeiten zusammen an der Erkennung von Rechnungsbetrug mit einem Smartphone.

Ihr Team in der Kreditorenbuchhaltung verarbeitet jede Woche Hunderte von Rechnungen, und jede einzelne davon ist ein potenzielles Einfallstor für Betrug. Eine leicht veränderte Kontonummer, eine doppelt vergebene Rechnungsnummer, ein Lieferant, den es so gar nicht gibt. All das kann einer stark ausgelasteten Buchhaltung entgehen und in einer Überweisung enden, die Sie nie zurückbekommen.

Laut dem 2026 AFP Payments Fraud and Control Survey waren 76 % der Unternehmen 2025 von versuchtem oder tatsächlichem Zahlungsbetrug betroffen. Rechnungs- und Lieferanten-Identitätsbetrug zählen dabei zu den häufigsten Vorgehensweisen.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, was die Erkennung von Rechnungsbetrug konkret umfasst, welche Betrugsmuster am häufigsten vorkommen und wie Sie mit einem praxisnahen Schritt-für-Schritt-Prozess eine manipulierte Rechnung erkennen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Erkennung von Rechnungsbetrug kombiniert manuelle Prüfprozesse mit KI-gestützter Software, die Duplikate, manipulierte Dokumente und abweichende Daten automatisch erkennt.
  • Die häufigsten Betrugsmuster sind doppelte Rechnungen, gefälschte Lieferantenrechnungen und überhöhte Beträge bei echten Lieferanten.
  • Manuelle Prüfung allein hält mit hohen Rechnungsvolumen nicht Schritt. Automatisierter Abgleich und Dokumentenforensik erkennen, was menschliche Prüfer übersehen.
  • Der 2-Wege- und 3-Wege-Abgleich gegen Bestellungen und Wareneingänge schließt eine der größten Lücken, die Betrüger ausnutzen.
  • Software mit Dublettenprüfung, Metadatenanalyse und Bildmanipulationserkennung liefert Beweise statt bloßem Verdacht, wenn eine Rechnung verdächtig wirkt.
  • Generative KI ermöglicht es Betrügern, überzeugende Rechnungen komplett neu zu erstellen. Die Erkennung muss daher auch vollständig oder teilweise KI-generierte Dokumente erkennen und darf sich nicht ausschließlich auf Veränderungen an echten Dokumenten beschränken.

Was bedeutet es, eine manipulierte Rechnung zu erkennen?

Eine manipulierte Rechnung zu erkennen bedeutet, gefälschte, doppelte oder veränderte Rechnungen zu identifizieren, bevor sie zur Zahlung freigegeben werden. Dafür kombiniert man Dokumentenprüfung, den Abgleich mit Bestellungen und Lieferantendaten sowie Musteranalysen, die bei einer rein manuellen Prüfung meist unentdeckt bleiben würden.

Häufige Arten von Rechnungsbetrug

Betrugsmuster in der Kreditorenbuchhaltung lassen sich in drei Kategorien einteilen, und jede davon hinterlässt eine eigene Spur, die sich mit der richtigen Software aufdecken lässt. Wer das jeweilige Muster erkennt, kann deutlich gezielter die passenden Kontrollen aufbauen.

Doppelte Rechnungen

Dieselbe Rechnung wird mehr als einmal eingereicht, mitunter mit leicht veränderter Rechnungsnummer oder einem anderen Datum, um die Dublettenprüfung im System zu umgehen.

In Kreditorenabteilungen mit hohem Rechnungsvolumen bleiben solche Fälle leicht unentdeckt, wenn sich die Kontrolle auf einen manuellen Abgleich der Rechnungsnummern beschränkt.

Rechnungen von gefälschten Lieferanten

Betrüger stellen Rechnungen für nie bestellte Waren oder Leistungen aus und imitieren dabei Logo, Layout und E-Mail-Domain eines echten Lieferanten täuschend echt. Manche gehen noch weiter und legen komplett fiktive Lieferantenkonten in Ihrem System an.

Überhöhte Rechnungen und Falschabrechnungen

Hier besteht eine echte Lieferantenbeziehung, doch der Rechnungsbetrag übersteigt das vereinbarte Volumen. Das können überhöhte Mengen, nicht genehmigte Preiserhöhungen oder Positionen für nie erbrachte Leistungen sein. Solche Fälle sind schwerer zu erkennen, weil der Lieferant legitim ist und die Rechnung dadurch weniger genau geprüft wird.

Wie Sie eine manipulierte Rechnung erkennen: Schritt für Schritt

Hey Doxi, wie erkennt Doxis Rechnungsbetrug?

Um manipulierte Rechnungen zuverlässig zu erkennen, braucht es klare Prozesse und Technologien, die Prüfungen in einem Umfang ermöglichen, der manuell nicht realisierbar ist.

Schritt 1: Alle Rechnungskanäle zentralisieren

Rechnungen gehen per E-Mail, EDI, auf Papier und über Lieferantenportale ein. Betrugsfälle bleiben häufig dort unentdeckt, wo diese Eingangskanäle nicht durchgängig miteinander verbunden sind.

Führen Sie deshalb alle Rechnung in einem zentralen Posteingang zusammen, damit jede Rechnung unabhängig vom Eingangsweg denselben Prüfprozess durchläuft.

Schritt 2: Lieferantendaten gegen vertrauenswürdige Stammdaten prüfen

Bevor eine Rechnung weiterverarbeitet wird, sollten Lieferantenname, Bankverbindung und Kontaktdaten mit den geprüften Lieferantenstammdaten abgeglichen werden – nicht mit den Angaben auf der Rechnung selbst.

Genau darin liegt ein zentraler Vorteil der AP-Automatisierung: Daten werden gegen vertrauenswürdige Quellen validiert, statt ausschließlich auf dem Dokument zu basieren. Jede Abweichung, insbesondere eine kürzlich geänderte Bankverbindung, sollte als Warnsignal gelten und durch einen Rückruf bei einem bekannten Ansprechpartner überprüft werden.

Schritt 3: Dublettenprüfung durchführen

Prüfen Sie jede eingehende Rechnung gegen Ihr Archiv auf übereinstimmende Rechnungsnummern, Beträge und Lieferantenkombinationen, einschließlich Beinahe-Treffern, bei denen beispielsweise nur eine Ziffer der Rechnungsnummer geändert wurde. So lassen sich doppelt eingereichte oder gezielt leicht veränderte Rechnungen erkennen, die bei einer rein manuellen Prüfung leicht unbemerkt bleiben.

Schritt 4: Dokumentenforensik zur Manipulationserkennung einsetzen

Gescannte Rechnungen und PDF-Rechnungen können nachträglich verändert werden, ohne dass dies optisch auffällt. Verfahren wie Copy-Move-Analyse, die Auswertung von Metadaten und pixelgenaue Bildanalysen können Hinweise darauf liefern, ob ein Dokument bearbeitet wurde – selbst wenn es auf den ersten Blick authentisch wirkt.  

Dieser forensische Detailgrad unterscheidet Intelligent Document Processing von einfachem OCR. Während OCR lediglich Text ausliest, bewertet die Dokumentenforensik zusätzlich, ob das Dokument selbst Anzeichen einer Manipulation aufweist.

Schritt 5: KI-generierte Rechnungen erkennen

Generative KI ermöglicht es Betrügern, überzeugend wirkende Rechnungen vollständig neu zu erstellen, statt ein bestehendes Dokument zu verändern. Der 2026 AFP Payments Fraud and Control Survey untersucht erstmals gezielt KI-gestützten Betrug und Deepfake-Identitätsbetrug – ein Hinweis darauf, welche Bedeutung diese Methoden inzwischen für die Betrugsprävention haben.

Die Erkennung KI-generierter Rechnungen erfordert andere Prüfverfahren als die Analyse nachträglich veränderter Dokumente, da kein authentisches Original zum Vergleich vorliegt. Doxis ergänzt deshalb Copy-Move-Analysen, Metadatenprüfungen und Dublettenchecks um Verfahren zur Erkennung KI-generierter Inhalte. Rechnungen mit entsprechenden Auffälligkeiten können so markiert werden, bevor sie den Freigabeprozess erreichen.

Schritt 6: Abgleich von Bestellungen und Wareneingänge

Beim 2-Wege-Abgleich wird die Rechnung mit der zugehörigen Bestellung verglichen. Beim 3-Wege-Abgleich wird zusätzlich der Wareneingang einbezogen, um zu bestätigen, dass die abgerechneten Waren tatsächlich geliefert wurden. Diese Kontrolle verhindert einen großen Teil gefälschter oder überhöhter Rechnungen, da betrügerische Positionen in der Regel keine passenden Bestellungen und kein entsprechender Wareneingang zugrunde liegen.

Schritt 7: Auffällige Rechnungen zur manuellen Prüfung weiterleiten

Automatisierung soll Auffälligkeiten erkennen und die Prüfung unterstützen, nicht die endgültige Entscheidung vollständig übernehmen. Jede Rechnung, die eine Prüfung nicht besteht oder definierte Risikomerkmale aufweist, sollte automatisch an eine zuständige Person in der Finanzabteilung weitergeleitet werden.

Die festgestellten Auffälligkeiten sollten dabei direkt mit übergeben werden, damit die manuelle Prüfung gezielt erfolgen kann.

Schritt 8: Jede Entscheidung im Prüfprotokoll dokumentieren

Halten Sie fest, wer welche auffällige Rechnung geprüft hat, welche feststellungen dabei getroffen wurden und welche Maßnahmen daraus folgten. Ein vollständiges Prüfprotokoll unterstützt Sie bei internen und externen Prüfungen und hilft dabei, wiederkehrende Auffälligkeiten und Betrugsmuster frühzeitig zu erkennen.

Für Unternehmen in Deutschland müssen diese Prüfschritte nachvollziehbar, vollständig und revisionssicher dokumentiert werden. Darüber hinaus sind bei der Verarbeitung elektronischer Rechnungen die Anforderungen der GoBD sowie die Vorgaben des § 14 UStG zur Echtheit der Herkunft, Unversehrtheit des Inhalts und Lesbarkeit von Rechnungen zu beachten.

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Warum die Erkennung von Rechnungsbetrug für Ihr Unternehmen wichtig ist

Über den unmittelbaren finanziellen Schaden hinaus zieht ein erfolgreicher Betrugsfall bei Rechnungen Kosten nach sich, die weit über die einzelne Transaktion hinausgehen.

  • Direkter finanzieller Schaden: Geld, das auf ein betrügerisches Konto überwiesen wurde, lässt sich kaum zurückholen, sobald es über mehrere Konten weitergeleitet wurde.
  • Regulatorisches Risiko: Schwache finanzielle Kontrollen führen zu Beanstandungen bei Prüfungen, besonders in regulierten Branchen und im Rahmen der GoBD-konformen Buchführung.
  • Belastete Lieferantenbeziehungen: Streitfälle wegen doppelter oder betrügerischer Zahlungen belasten echte Lieferantenbeziehungen.
  • Kosten für Prüfung und Untersuchung: Die Aufklärung eines Betrugsfalls nach dem Vorfall bindet Ressourcen in Finanzabteilung und Rechtsabteilung.
  • Reputationsschaden: Wiederholte Vorfälle signalisieren Prüfern, Investoren und Partnern schwache Kontrollen.
  • Betriebliche Störungen: Die Untersuchung eines Betrugsfalls bindet Kapazitäten im Kreditorenteam und verzögert dadurch die termingerechte Bearbeitung regulärer Rechnungen.

So finden Sie die richtige Software zur Erkennung von Rechnungsbetrug

Nicht jede Software zur Rechnungsverarbeitung ist gezielt auf die Betrugserkennung ausgelegt. Schauen Sie bei der Auswahl über die reine OCR-Genauigkeit hinaus und prüfen Sie, wie die Plattform Manipulationen und Auffälligkeiten tatsächlich erkennt.

Prüftiefe

Achten Sie auf eine Plattform, die über einfache Dublettenprüfungen hinausgeht und echte Dokumentenforensik bietet, wie etwa Metadatenanalyse und Bildmanipulationserkennung. Ohne diese Tiefe rutscht eine manipulierte Rechnung, die eine einfache Dublettenprüfung besteht, trotzdem durch.

Abgleichsfähigkeit

Stellen Sie sicher, dass die Software den 2-Wege- und 3-Wege-Abgleich automatisiert mit den Daten aus Ihrem ERP-System durchführen kann. So erkennen Sie gefälschte oder überhöhte Rechnungen, denen keine passende Bestellung oder kein entsprechender Wareneingang zugrunde liegt.

ERP-Integration

Prüfen Sie, ob sich die Software nativ in Ihre bestehenden Systeme integrieren lässt, einschließlich SAP. Auffällige Rechnungen sollten ohne manuelle Nacherfassung weiterverarbeitet werden können. Eine isolierte Lösung außerhalb des ERP-Systems schafft zusätzliche Übergaben, an denen Fehler und Verzögerungen entstehen können.

Workflow-Weiterleitung

Stellen Sie sicher, dass auffällige Rechnungen automatisch und mit dem relevanten Kontext an die zuständige Person weitergeleitet werden, statt lediglich einen allgemeinen Alarm auszulösen. So kann Ihr Finanzteam gezielt prüfen, ohne jeden Fall von Grund auf neu untersuchen zu müssen.

Qualität des Prüfprotokolls

Achten Sie darauf, dass die Plattform jeden Prüfschritt, jede Auffälligkeit und jede Entscheidung vollständig protokolliert. Ein lückenhaftes Prüfprotokoll erschwert Betrugsuntersuchungen und kann bei internen oder externen Compliance-Prüfungen zum Risiko werden.

Skalierbarkeit

Prüfen Sie, ob die Plattform sowohl Ihr aktuelles Rechnungsvolumen als auch künftiges Wachstum bewältigen kann, ohne Freigaben zu verzögern. Eine Lösung, die nicht mit Ihrem Volumen wächst, wird genau dann zum Engpass, wenn Rechnungsaufkommen und Betrugsrisiko zunehmen.

Schützen Sie Ihre Kreditorenbuchhaltung mit Doxis

Manuelle Rechnungsprüfungen lassen sich bei steigenden Rechnungsvolumen nur begrenzt skalieren. Genau dort entstehen Lücken, die Betrüger ausnutzen können. Doxis integriert die Erkennung von Dokumentenbetrug direkt in die Rechnungsverarbeitung und kennzeichnet verdächtige Rechnungen, bevor sie zur Zahlung freigegeben werden.

Doxis prüft Rechnungen unter anderem auf Duplikate, Manipulationen und KI-generierte Inhalte. Dafür kommen Verfahren wie Copy-Move-Analyse, Metadatenprüfung sowie der 2-Wege- und 3-Wege-Abgleich mit Bestellungen und Wareneingängen zum Einsatz.

Die Prüfungen greifen unabhängig vom Eingangskanal und lassen sich in bestehende ERP- und Content-Systeme integrieren, darunter SAP, Salesforce und Microsoft-Lösungen.

Für SAP-Umgebungen bindet Doxis Invoice Automation for SAP die automatisierte Rechnungsprüfung direkt in die bestehenden SAP-Prozesse ein. Als Bestandteil von Doxis Purchase-to-Pay for SAP unterstützt die Lösung den gesamten Prozess – von der Bestellanforderung über die Rechnungsverarbeitung bis zur revisionssicheren Archivierung.

Das bedeutet für Ihr Unternehmen konkret:

  • Automatisierte Erkennung von Duplikaten, Manipulationen und KI-generierten Inhalten über alle Rechnungskanäle hinweg – von Papier und E-Mail über EDI bis zur E-Rechnung
  • Dokumentenforensik zur Erkennung von Manipulationen, die bei einer manuellen Prüfung leicht unentdeckt bleiben
  • Automatisierter 2-Wege- und 3-Wege-Abgleich – unabhängig davon, ob die Rechnungsverarbeitung über SAP, ein anderes ERP-System oder einen separaten AP-Workflow erfolgt
  • Bis zu 60 bis 80 Prozent geringere Kosten in der Rechnungsverarbeitung bei gleichzeitig wirksameren Betrugskontrollen
  • Ein vollständiges und revisionssicheres Prüfprotokoll für jede markierte Rechnung und jede getroffene Prüfentscheidung
  • Eine modulare Architektur, die von einzelnen Anwendungsfällen zur Betrugserkennung bis zum durchgängigen Purchase-to-Pay-Prozess skaliert

Doxis ist im Gartner® Magic Quadrant™ for Document Management als Leader positioniert.

Dies unterstreicht die Leistungsfähigkeit der Intelligent-Content-Automation-Plattform in den Bereichen Compliance, Integration und KI-gestützte Dokumentenverarbeitung.

Fordern Sie jetzt eine kostenlose Demo an und erfahren Sie, wie Doxis verdächtige und manipulierte Rechnungen erkennt, bevor sie zur Zahlung freigegeben werden.

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Häufig gestellte Fragen zur Erkennung von Rechnungsbetrug

Was ist der Unterschied zwischen Rechnungsbetrug und einem Rechnungsfehler?
Rechnungsbetrug beruht auf bewusster Täuschung, etwa durch einen fingierten Lieferanten oder eine absichtlich mehrfach eingereichte Rechnung. Ein Rechnungsfehler entsteht dagegen unbeabsichtigt, beispielsweise durch einen Tippfehler beim Betrag oder einen falsch angewendeten Steuersatz.
Welche Arten von Rechnungsbetrug gibt es?
Zu den häufigsten Formen gehören mehrfach eingereichte Rechnungen, Rechnungen gefälschter Lieferanten, manipulierte Bankverbindungen und überhöhte Beträge innerhalb bestehender Lieferantenbeziehungen. Auch der Missbrauch von Lieferantenidentitäten zählt zu den relevanten Betrugsmustern.
Wie erkenne ich Rechnungsbetrug?
Rechnungsbetrug lässt sich am zuverlässigsten durch die Kombination mehrerer Prüfungen erkennen. Dazu gehören der Abgleich von Lieferanten- und Bankdaten mit geprüften Stammdaten, die Erkennung von Duplikaten und Beinahe-Duplikaten, dokumentenforensische Analysen sowie der 2-Wege- oder 3-Wege-Abgleich mit Bestellung und Wareneingang. KI-gestützte Software kann diese Prüfungen automatisieren und auffällige Rechnungen frühzeitig kennzeichnen.
Wie kann ich Rechnungsbetrug vermeiden?
Zentralisieren Sie alle Rechnungseingänge, verifizieren Sie Änderungen von Bankverbindungen über einen bereits bekannten Kontaktweg und setzen Sie konsequent auf 2-Wege- oder 3-Wege-Abgleiche. Auffällige Rechnungen sollten automatisch zur gezielten menschlichen Prüfung weitergeleitet werden, statt sich ausschließlich auf Stichproben oder Sichtkontrollen zu verlassen.
Kann Software zur Erkennung von Rechnungsbetrug jeden Betrug verhindern?
Nein. Keine Software kann das Betrugsrisiko vollständig beseitigen. In Verbindung mit klaren Freigabeprozessen, zuverlässigen Stammdaten und menschlicher Prüfung kann Erkennungssoftware jedoch einen großen Teil doppelter, gefälschter oder manipulierter Rechnungen vor der Zahlung identifizieren.
Was ist ein 3-Wege-Abgleich bei der Erkennung von Rechnungsbetrug?
Beim 3-Wege-Abgleich wird die Rechnung sowohl mit der Bestellung als auch mit dem Wareneingang verglichen. Dadurch lässt sich prüfen, ob bestellte Mengen, tatsächlich gelieferte Waren oder Leistungen und die abgerechneten Positionen vor der Zahlungsfreigabe übereinstimmen.
Wie erstellen Betrüger überzeugende gefälschte Rechnungen?
Betrüger imitieren Logo, Layout, Sprache und Format eines echten Lieferanten möglichst genau. Häufig verwenden sie zudem täuschend ähnliche E-Mail-Domains oder manipulierte Absenderdaten, damit die Rechnung auf den ersten Blick authentisch wirkt.
Auf welche Warnsignale sollte die Kreditorenbuchhaltung bei einer Rechnung achten?
Zu den typischen Warnsignalen gehören kurzfristig geänderte Bankverbindungen, Rechnungsnummern, die früheren Einreichungen stark ähneln, unbekannte oder neu angelegte Lieferanten ohne ausreichende Geschäftshistorie, ungewöhnlich hohe oder abweichende Beträge, fehlende Bestellungen oder Wareneingänge sowie auffälliger Zeitdruck bei der Zahlungsfreigabe.

Bärbel Heuser-Roth

Seit vielen Jahren ist Bärbel Heuser-Roth auf vielfältige Themen des Enterprise Content Managements (ECM) spezialisiert. Ihr Fachgebiet umfasst Informationslogistik, Prozessmanagement, Compliance sowie KI-basierte Intelligent Content Automation. Darüber hinaus hat sie sich intensiv mit der Planung, Umsetzung und Optimierung von ECM-Projekten in Unternehmen und Organisationen beschäftigt und hierzu zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht.

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