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Führende Compliance-Management-Software 2026: 6 ECM-Plattformen im Vergleich

| Bärbel Heuser-Roth

Grafik zur Förderung der Doxis-Compliance-Management-Software mit Partnerlogos.

 

Compliance-Verstöße entstehen selten, weil Unternehmen keine Richtlinien haben. Sie entstehen, wenn Dokumente, Freigaben und Geschäftsprozesse außerhalb kontrollierter Workflows verwaltet werden.

Die Folgen können teuer sein. Laut dem IBM's Cost of a Data Breach Report 2025 beliefen sich die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung für Unternehmen in den USA im Jahr 2025 auf 10,22 Millionen US-Dollar – der höchste regionale Durchschnitt weltweit.

Auch in Europa werden Verstöße konsequent geahndet. Laut der DLA Piper GDPR Fines and Data Breach Survey verhängten die europäischen Datenschutzbehörden im Jahr 2024 DSGVO-Bußgelder von insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro.

Warum regelkonforme Dokumentenverwaltung entscheidend ist

Diese Zahlen verdeutlichen: Compliance hängt nicht allein von Richtlinien ab. Entscheidend ist, wie Informationen im Unternehmen erstellt, bearbeitet, freigegeben und aufbewahrt werden.

Dokumente auf gemeinsamen Laufwerken ohne Versionskontrolle, Freigaben per E-Mail oder in Tabellen verwaltete Aufbewahrungsfristen gehören zu den Schwachstellen, die bei Audits regelmäßig auffallen und regulatorische Risiken erhöhen.

Die richtige Compliance-Management-Software schließt diese Lücken, indem sie regelkonforme Prozesse direkt in dokumentenbasierte Workflows integriert, statt auf manuelle Abläufe zu setzen.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Compliance-Management-Software funktioniert, welche Funktionen in regulierten Branchen besonders wichtig sind und wie sich sechs führende ECM-Plattformen anhand dieser Kriterien vergleichen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Doxis: Integriert Compliance in den gesamten Dokumentenlebenszyklus – mit KI-gestützter Automatisierung und nativen Integrationen in SAP, Salesforce und Microsoft 365.
  • OpenText Extended ECM: Bietet eine leistungsstarke SAP-Integration und zertifiziertes Records Management für große Unternehmen.
  • IBM FileNet: Unterstützt komplexe Content- und Compliance-Prozesse mit skalierbarem Records Management und umfassender Workflow-Automatisierung.
  • Hyland OnBase: Bietet branchenspezifische Compliance-Funktionen für das Gesundheits- und Finanzwesen sowie Integrationen in Epic und Guidewire.
  • M-Files: Ermöglicht metadatenbasiertes Compliance-Management mit Microsoft-365-Integration und umfassender Informationskontrolle.
  • ELO ECM Suite: Kombiniert revisionssichere Archivierung, Records Management und automatisierte Workflows für Unternehmen im DACH-Markt.

The best compliance management software in 2026 compared

Platform Deployment
Doxis Cloud, on-premises, hybrid
OpenText Extended ECM Cloud, on-premises
IBM FileNet Cloud, on-premises
Hyland OnBase Cloud, on-premises
M-Files Cloud, on-premises
ELO ECM Suite Cloud, on-premises

Welche Rolle spielt die Dokumentenkontrolle für die Compliance?

Viele regulatorische Vorgaben – etwa DSGVO, GoBD, FDA 21 CFR Part 11 oder SOX – verlangen, dass Unternehmen nachweisen können, dass Dokumente zum richtigen Zeitpunkt vorlagen, von den richtigen Personen freigegeben wurden und nicht unbefugt verändert wurden.

Die Dokumentenkontrolle schafft die Grundlage für diesen Nachweis.

Fehlt sie, entstehen Versionskonflikte, Freigaben erfolgen per E-Mail ohne nachvollziehbare Dokumentation und Aufbewahrungsfristen werden manuell verwaltet – mit entsprechendem Fehlerpotenzial.

Ist die Dokumentenkontrolle hingegen in eine ECM-Plattform integriert, wird jede Versionsänderung mit einem Zeitstempel dokumentiert, jede Freigabe protokolliert und jeder Zugriff in einem manipulationssicheren Audit-Trail erfasst.

Worin unterscheidet sich Compliance-Management-Software von einer GRC-Plattform?

GRC-Plattformen (Governance, Risk and Compliance) unterstützen Unternehmen beim Management von Risiken, Kontrollen und Compliance-Programmen. Sie beantworten die Frage: Sind Ihre Kontrollen dokumentiert und nachvollziehbar?

ECM-basierte Compliance-Management-Software verwaltet dagegen die Dokumente, Informationen und Prozesse, auf denen diese Kontrollen basieren. Sie beantwortet eine andere Frage: Werden die Dokumente, Freigaben und Workflows, die Ihre Kontrollen definieren, tatsächlich regelkonform umgesetzt?

Beide Lösungsansätze ergänzen sich.

Während GRC-Plattformen den organisatorischen Rahmen für Compliance schaffen, sorgt ECM für die Kontrolle auf Dokumenten- und Prozessebene.

Die 6 besten Compliance-Management-Softwarelösungen

Nicht jede Compliance-Management-Plattform verfolgt bei der regelkonformen Informationsverwaltung, Automatisierung und dem Records Management denselben Ansatz.

Der folgende Vergleich stellt sechs führende ECM-Plattformen vor und zeigt ihre Stärken, Schwächen sowie die Unternehmen, für die sie sich besonders eignen.

1. Doxis

Doxis ist eine KI-gestützte ECM- und Intelligent-Content-Automation-Plattform, die Dokumentenmanagement, Workflow-Automatisierung, Vertragsmanagement und revisionssichere Archivierung auf einer einheitlichen Architektur vereint.

Doxis wurde 2024 und 2026 im Gartner Magic Quadrant for Document Management als Leader eingestuft.

Compliance ist dabei kein zusätzliches Modul, sondern fest in der Systemarchitektur verankert.

Vorteile:

  • Compliance ist bereits bei der Erfassung in den gesamten Dokumentenlebenszyklus integriert. Revisionssichere Archivierung, rollenbasierte Zugriffsrechte, verbindliche Freigabe-Workflows und lückenlose Audit-Trails greifen automatisch und sind nicht vom Verhalten einzelner Nutzer abhängig.
  • Doxis unterstützt Anforderungen unter anderem aus DSGVO, GoBD, MaRisk und HGB sowie relevante ISO- und SOC-Standards. Zertifizierungen nach IDW PS 880 und ISO 27001 sind insbesondere für Finanzdienstleister, die Fertigungsindustrie und andere regulierte Branchen relevant.
  • Native Integrationen in SAP, Salesforce und Microsoft 365 verankern Compliance-Vorgaben direkt in den jeweiligen Geschäftsprozessen. Eine manuelle Übertragung von Dokumenten entfällt.
  • Die KI-Funktionen prüfen Verträge auf Compliance-Risiken und Änderungen wichtiger Klauseln und erkennen Auffälligkeiten, bevor Dokumente in kontrollierte Workflows überführt werden.

Nachteile:

  • Doxis ist für den Einsatz in Enterprise-Umgebungen konzipiert und kann daher umfassender sein, als es kleinere Unternehmen benötigen.
  • Unternehmen mit stark individualisierten Workflows sollten ausreichend Zeit für Implementierung und Konfiguration einplanen, damit sich die Plattform nahtlos in bestehende Geschäftsprozesse einfügt.

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2. OpenText Extended ECM

OpenText Extended ECM integriert Enterprise Content Management direkt in SAP, Microsoft 365 und Salesforce und verwaltet Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus – von der Erfassung bis zur regelkonformen Archivierung oder Löschung. Die Plattform verfügt über ein nach DoD 5015.2 zertifiziertes Records Management und wird seit mehr als 30 Jahren von Behörden und international tätigen Unternehmen in regulierten Branchen eingesetzt. Im Vergleich der hier vorgestellten Anbieter bietet sie die tiefste SAP-Integration.

Vorteile:

  • Nach DoD 5015.2 zertifiziertes Records Management – ein etablierter Standard für die Verwaltung und Aufbewahrung von Informationen, insbesondere für Behörden, den öffentlichen Sektor und regulierte Branchen.
  • Compliance-Vorgaben werden direkt in SAP-Prozesse integriert, sodass Dokumente nicht in separate Systeme übertragen werden müssen.
  • Lückenlose Audit-Trails, Legal Hold, automatisierte Aufbewahrungsfristen, metadatenbasierte Zugriffssteuerung und elektronische Signaturen über den gesamten Informationslebenszyklus.

Nachteile:

  • Die Implementierung gilt als komplex und kann – abhängig vom Integrationsumfang – mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren in Anspruch nehmen (PeerSpot)
  • Administration und Konfiguration erfordern spezialisiertes Fachwissen. Nutzer bewerten insbesondere den Support und die Komplexität der Systemeinstellungen kritisch (Gartner; TrustRadius)
  • Die Unterschiede zwischen Classic View und Smart View beeinträchtigen nach Einschätzung vieler Anwender die Benutzerfreundlichkeit. Zudem werden bei großen Dokumentenmengen wiederholt Performance-Probleme genannt (Gralio)

3. Hyland OnBase

OnBase ist eine integrierte ECM-Suite, die Dokumentenmanagement, Geschäftsprozessmanagement, Case Management und Records Management verbindet. Die Plattform wird insbesondere im Gesundheitswesen und in der Versicherungsbranche eingesetzt und bietet dafür vorkonfigurierte Integrationen in Epic und Guidewire.

Vorteile:

  • Ereignis- und zeitgesteuerte Aufbewahrungsregeln ermöglichen die automatische Deklaration, Sperrung und Löschung von Dokumenten und unterstützen damit branchenspezifische Vorgaben zur Aufbewahrung.
  • Integrationen in Epic für das Gesundheitswesen und Guidewire für Versicherungen erleichtern die Einbindung von Compliance-Funktionen in bestehende Fachprozesse.
  • Audit-Trails, differenzierte Zugriffsrechte, Legal Hold und elektronische Signaturen sind Bestandteil der Plattform.

Nachteile:

  • Anwender beschreiben die Plattform als sehr umfangreich und komplex. Insbesondere Administration und erweiterte Konfiguration erfordern eine längere Einarbeitung (G2)
  • Einige Enterprise-Nutzer bemängeln lange Bearbeitungszeiten bei Fehlerbehebungen und sehen den Investitionsschwerpunkt zunehmend bei neueren Cloud-Produkten statt bei der OnBase-Kernplattform (Gartner)
  • Für On-Premises-Kunden können Upgrades aufwendig sein. Zudem bietet die Cloud-Version laut Nutzerberichten noch nicht in allen Bereichen denselben Funktionsumfang wie die On-Premises-Variante (Gartner)

4. M-Files

M-Files organisiert Inhalte nicht nach ihrem Speicherort, sondern nach ihrem jeweiligen Kontext. Die metadatenbasierte Architektur ermöglicht es, Compliance-Vorgaben dynamisch auf Dokumente anzuwenden, anstatt sie über starre Ordnerstrukturen zu steuern. Die Plattform ist nativ in Microsoft 365 integriert.

Vorteile:

  • Unterstützt unter anderem Anforderungen aus FDA 21 CFR Part 11, ISO 9001, ISO 13485, SOX 404 und HIPAA. Hinzu kommen Zertifizierungen nach ISO 27001:2022 und SOC 2.
  • Metadatenbasierte Berechtigungen steuern Zugriffe auf Inhaltsebene statt ausschließlich auf Ordnerebene. Dadurch lassen sich Zugriffsrechte differenzierter verwalten und sind weniger von manueller Ordnerpflege abhängig.
  • Die native Integration in Microsoft 365 bindet Inhalte aus Teams, Outlook und SharePoint in regelkonforme Prozesse ein, ohne dass Dokumente manuell übertragen werden müssen.

Nachteile:

  • Die metadatenbasierte Arbeitsweise erfordert eine gewisse Einarbeitung. Nutzer, die klassische Ordnerstrukturen gewohnt sind, empfinden den Einstieg teilweise als anspruchsvoll (Gartner)
  • Unterschiede zwischen der neuen Benutzeroberfläche und dem klassischen Desktop-Client können die Nutzung erschweren. Bestimmte Funktionen, etwa die gemeinsame Bearbeitung, stehen nur in der neueren Version zur Verfügung (Gartner)
  • Die Verarbeitung großer Dokumentenmengen und die mobile Nutzung werden von Anwendern im Vergleich zur Desktop-Version teilweise als weniger ausgereift bewertet (Gartner)

5. ELO ECM Suite

Die ELO ECM Suite ist eine ECM-Plattform für Dokumentenmanagement, digitale Archivierung und die Automatisierung dokumentenbasierter Geschäftsprozesse. Sie lässt sich in der Cloud, hybrid oder On-Premises betreiben und bietet Integrationen in Systeme wie SAP, Microsoft und Salesforce.

Nachteile:

  • Versionskontrolle, differenzierte Zugriffsrechte, Protokollierung und Audit-Trails unterstützen eine nachvollziehbare und regelkonforme Verwaltung geschäftsrelevanter Dokumente. ELO erfüllt zudem die softwareseitigen Voraussetzungen für eine GoBD-konforme Gesamtlösung.
  • Mit ELO Flows lassen sich dokumentenbasierte Abläufe und Freigabeprozesse automatisieren, ohne sämtliche Regeln individuell programmieren zu müssen.
  • Integrationen in SAP und Microsoft 365 binden Dokumente und Compliance-relevante Prozesse in bestehende Arbeitsumgebungen ein.

Vorteile:

  • Die Datenstruktur und Benutzeroberfläche werden von einigen Anwendern als komplex beschrieben und können insbesondere zu Beginn eine längere Einarbeitung erfordern. (Capterra)
  • Die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten in Echtzeit bietet im Vergleich zu kollaborativen Lösungen wie Microsoft Teams Einschränkungen. (Capterra)
  • Für einen performanten Betrieb sind je nach Einsatzszenario ausreichende Hardware-Ressourcen und entsprechendes Administrations-Know-how erforderlich. (Capterra)

6. IBM FileNet

IBM FileNet ist eine Enterprise-Content-Management-Plattform für die Verwaltung geschäftskritischer Informationen und dokumentenbasierter Prozesse. Die Lösung unterstützt Dokumentenmanagement, Records Management, Workflow-Automatisierung und Case Management und wird insbesondere von großen Unternehmen in regulierten Branchen eingesetzt.

Vorteile:

  • Umfassende Funktionen für Records Management, Audit-Trails, rollenbasierte Zugriffssteuerung und automatisierte Aufbewahrungsfristen unterstützen Unternehmen bei der Einhaltung regulatorischer Anforderungen.
  • Die Plattform lässt sich eng in IBM Cloud Pak for Business Automation sowie weitere Unternehmensanwendungen integrieren und eignet sich für komplexe, dokumentenintensive Geschäftsprozesse.
  • Hohe Skalierbarkeit und flexible Bereitstellung in der Cloud oder On-Premises machen FileNet für große Enterprise-Umgebungen geeignet.

Nachteile:

  • Die Implementierung und Administration gelten als komplex und erfordern häufig spezialisiertes Fachwissen (Gartner Peer Insights).
  • Die Benutzeroberfläche wird von einigen Anwendern als wenig intuitiv und im Vergleich zu moderneren ECM-Plattformen als veraltet beschrieben (PeerSpot).
  • Installation, Konfiguration und Upgrades können – insbesondere in komplexen Enterprise-Umgebungen – mit einem höheren Aufwand verbunden sein (Gartner Peer Insights).

Warum Unternehmen beim Compliance-Management an Grenzen stoßen

Compliance-Verstöße entstehen selten durch einen einzelnen Fehler. Meist sind sie das Ergebnis alltäglicher Arbeitsweisen im Umgang mit Dokumenten, die kontrollierte Prozesse und Nachvollziehbarkeit schrittweise untergraben.

Dieser Abschnitt zeigt, wo solche Lücken entstehen, warum sie bei Prüfungen relevant werden und wie Compliance-Management-Software dabei hilft, sie zu schließen.

Richtlinien setzen sich nicht von selbst durch

Die meisten Compliance-Probleme in Unternehmen entstehen nicht durch fehlende Vorgaben, sondern durch die Lücke zwischen den definierten Richtlinien und den tatsächlichen Arbeitsabläufen.

Richtlinien werden erstellt, freigegeben und abgelegt. Im Arbeitsalltag versenden Mitarbeitende Dokumente jedoch per E-Mail, speichern Bearbeitungskopien auf persönlichen Laufwerken und stimmen Inhalte in Gesprächen ab, die nicht nachvollziehbar dokumentiert werden.

Fragt ein Prüfer nach dem Nachweis, dass eine bestimmte Dokumentenversion zu einem festgelegten Zeitpunkt geprüft und freigegeben wurde, lässt sich diese Frage häufig nicht eindeutig beantworten.

Compliance-Lücken werden zu operativen Risiken

Mit zunehmender Größe und Komplexität eines Unternehmens werden solche Lücken zum strukturellen Risiko. In Tabellen verwaltete Aufbewahrungsfristen stimmen irgendwann nicht mehr mit den tatsächlich vorhandenen Dokumenten überein. Individuell vergebene Zugriffsrechte führen zu uneinheitlichen Berechtigungen über Abteilungen hinweg.

Freigabeketten, die ausschließlich per E-Mail dokumentiert sind, liefern keinen manipulationsgeschützten Nachweis. Jede dieser Lücken kann bei einer Prüfung oder behördlichen Anfrage zum Risiko werden.

Wie regulatorische Vorgaben Schwächen in der Dokumentenkontrolle aufdecken

Prüfer und Aufsichtsbehörden bewerten nicht nur, ob Richtlinien vorhanden sind. Unternehmen müssen auch nachweisen können, dass ihre Vorgaben in den täglichen Geschäftsprozessen konsequent umgesetzt werden.

  • DSGVO: Verlangt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen sowie nachvollziehbare Zugriffe auf personenbezogene Daten.
  • GoBD: Fordert die Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit und ordnungsgemäße Aufbewahrung steuerlich relevanter Unterlagen.
  • HGB und AO: Legen Anforderungen an die Aufbewahrung geschäftlicher Unterlagen und deren Verfügbarkeit während der gesetzlichen Fristen fest.
  • MaRisk: Verlangt von Finanzinstituten nachvollziehbare, kontrollierte und dokumentierte Geschäftsprozesse.

Unabhängig von der jeweiligen Vorgabe müssen Unternehmen vollständige und verlässliche Nachweise darüber erbringen können, wie Dokumente erstellt, geprüft, freigegeben und über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg aufbewahrt wurden.

Compliance-Management-Software schafft dafür die Grundlage, indem sie Kontrollen direkt in dokumentenbasierte Arbeitsabläufe integriert, anstatt auf manuelle Prozesse zu vertrauen.

Wie Compliance-Management-Software regelkonforme Prozesse sicherstellt

Wirksame Compliance-Plattformen verlassen sich nicht darauf, dass Mitarbeitende Richtlinien manuell einhalten. Stattdessen setzen sie Vorgaben über den gesamten Dokumentenlebenszyklus hinweg automatisch um – von der Erfassung und Klassifizierung über Freigabe und Aufbewahrung bis zur Löschung.

So durchläuft jedes Dokument einen einheitlich kontrollierten Prozess. Gleichzeitig entstehen die erforderlichen Nachweise für Audits und behördliche Prüfungen.

Worauf Sie bei Compliance-Management-Software achten sollten

Compliance-Management-Plattformen unterscheiden sich hinsichtlich Kontrolle und Automatisierung. Bei der Auswahl sollten Sie insbesondere auf folgende Funktionen achten:

  • Audit-Trails: Jede Aktivität sollte in einem manipulationsgeschützten Protokoll erfasst werden, das die vollständige Historie eines Dokuments abbildet.
  • Versionskontrolle: Frühere Dokumentenversionen sollten erhalten bleiben, damit Änderungen eindeutig nachvollziehbar sind.
  • Aufbewahrungsmanagement: Dokumente sollten automatisierten Aufbewahrungsfristen unterliegen. Dazu gehören auch Legal Holds und die regelkonforme Löschung.
  • Zugriffskontrolle: Rollenbasierte Berechtigungen, Single Sign-on und Multi-Faktor-Authentifizierung stellen sicher, dass nur autorisierte Personen auf sensible Informationen zugreifen können.
  • Workflow-Automatisierung: Prüf- und Freigabeprozesse sollten innerhalb der Plattform gesteuert werden – nicht per E-Mail oder durch manuelle Abstimmung.
  • Integrationen in Unternehmensanwendungen: Die Plattform sollte sich in Systeme wie SAP, Salesforce und Microsoft 365 integrieren lassen, damit Compliance-Vorgaben durchgängig in den Geschäftsprozessen greifen.
  • Zertifizierungen und Standards: Anerkannte Zertifizierungen und Standards wie SOC 1, SOC 2, SOC 3, ISO 27001, ISO 16175 und ISO 9001 weisen auf etablierte Verfahren für Informationssicherheit und Records Management hin.
  • Bereitstellungsoptionen: Cloud-, On-Premises- und Hybridmodelle ermöglichen es Unternehmen, ihre Sicherheits-, Compliance- und betrieblichen Anforderungen zu erfüllen.

Berücksichtigen Sie außerdem die Gesamtbetriebskosten. Dazu zählen neben den Lizenzkosten auch Implementierung, Integrationen, Schulungen und die laufende Administration.

Wie Doxis Compliance-Management durchgängig unterstützt

Die Ursache vieler Compliance-Verstöße liegt darin, dass Vorgaben nicht konsequent durch ein zentrales System umgesetzt werden.

Dokumente zirkulieren außerhalb kontrollierter Umgebungen, Freigaben erfolgen per E-Mail und Aufbewahrungsfristen werden manuell verwaltet. Dadurch wird es schwierig, die Einhaltung regulatorischer Anforderungen bei einem Audit lückenlos nachzuweisen.

Doxis begegnet diesem Problem, indem regelkonforme Prozesse direkt in den Dokumentenlebenszyklus integriert werden. Statt darauf zu vertrauen, dass Mitarbeitende Compliance-Vorgaben manuell befolgen, wendet die Plattform die erforderlichen Kontrollen automatisch an, sobald ein Dokument in das System gelangt.

Doxis ist für regulierte Umgebungen konzipiert und orientiert sich an international anerkannten Zertifizierungen und Standards, darunter SOC, ISO und IDW PS 880. So unterstützt die Plattform Unternehmen dabei, Informationssicherheit, Records Management und Compliance zu stärken.

Jede Phase des Prozesses ist darauf ausgelegt, die Nachvollziehbarkeit zu erhöhen und zugleich den manuellen Aufwand zu reduzieren:

  • Revisionssichere Archivierung bewahrt jede Dokumentenversion mit vollständiger Änderungshistorie auf. So entstehen verlässliche Audit-Nachweise und unbefugte Überschreibungen werden verhindert.
  • Automatisierte Workflows leiten Dokumente durch definierte Prüf- und Freigabeprozesse. Entscheidungen und Eskalationen werden dabei vollständig protokolliert, ohne dass E-Mails oder manuelle Nachverfolgung erforderlich sind.
  • Differenzierte Zugriffskontrollen stellen sicher, dass nur autorisierte Personen Dokumente einsehen, bearbeiten oder freigeben können. Jeder Zugriff wird automatisch dokumentiert.
  • KI-gestützte Dokumentenverarbeitung klassifiziert eingehende Dokumente, extrahiert relevante Informationen und erkennt Auffälligkeiten oder mögliche Compliance-Risiken, bevor die Inhalte weitere Prozessschritte durchlaufen.
  • Native Integrationen in SAP, Salesforce und Microsoft 365 sorgen dafür, dass Compliance-Vorgaben auch in den Unternehmensanwendungen greifen, in denen Dokumente erstellt und bearbeitet werden.
  • Automatisiertes Aufbewahrungsmanagement wendet Aufbewahrungsfristen auf Grundlage geschäftlicher Regeln oder regulatorischer Vorgaben an und unterstützt Legal Holds, um eine vorzeitige Löschung zu verhindern.

Durch die Kombination von Dokumentenmanagement, Workflow-Automatisierung, KI und Compliance-Funktionen auf einer Plattform unterstützt Doxis Unternehmen dabei, konsistente und auditierbare Prozesse zu schaffen und gleichzeitig den operativen Aufwand für Compliance zu reduzieren.

Nachweisbare Geschäftsergebnisse

Laut der Forrester Total Economic Impact™-Studie zu Doxis erzielten Unternehmen einen ROI von 336 % bei einer Amortisationszeit von weniger als sechs Monaten. Content-basierte Geschäftsprozesse wurden um 90 % beschleunigt, was innerhalb von drei Jahren Produktivitätsgewinne in Höhe von 6,1 Millionen Euro ermöglichte.

Die zentrale Verwaltung von Dokumenten steigerte die Produktivität der Anwender im gleichen Zeitraum zusätzlich um 9,6 Millionen Euro.

Gerade bei compliancekritischen Prozessen – etwa der Auditvorbereitung, der Überprüfung von Richtlinien oder der Bereitstellung von Dokumenten für regulatorische Prüfungen – bedeutet dieser geringere manuelle Aufwand schnellere Reaktionszeiten, niedrigere Auditkosten und eine höhere Sicherheit bei der Bereitstellung prüfungsrelevanter Informationen.

Vereinbaren Sie eine persönliche Demo und erfahren Sie, wie Doxis unternehmensweite Dokumentenkontrolle etabliert, dokumentenbasierte Compliance-Prozesse automatisiert und Unternehmen dauerhaft auditbereit hält.

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Häufig gestellte Fragen zu Compliance-Management-Software

Was ist eine Compliance-Management-Software?
Eine Compliance-Management-Software unterstützt Unternehmen dabei, gesetzliche und interne Vorgaben einzuhalten und deren Einhaltung nachzuweisen. Im ECM-Umfeld umfasst sie Funktionen wie Audit-Trails, Versionsverwaltung, Workflow-Automatisierung, Zugriffssteuerung und die Verwaltung von Aufbewahrungsfristen über den gesamten Dokumentenlebenszyklus hinweg.
Worin unterscheidet sich ECM-basierte Compliance-Management-Software von einer GRC-Plattform?
GRC-Plattformen unterstützen Unternehmen beim Management von Risiken, Kontrollen und Compliance-Programmen. ECM-Plattformen verwalten hingegen die Dokumente, Informationen und Workflows, auf denen diese Prozesse basieren. Während GRC den Schwerpunkt auf Steuerung und Reporting legt, sorgt ECM für eine regelkonforme Dokumentenverwaltung und die Nachweise, die für Audits erforderlich sind.
Worin unterscheidet sich Compliance-Management-Software von Dokumentenmanagement-Software?
Dokumentenmanagement-Software dient in erster Linie der Speicherung und Organisation von Dokumenten. Compliance-Management-Software erweitert diese Funktionen um Audit-Trails, rollenbasierte Zugriffsrechte, Workflow-Steuerung und automatisierte Aufbewahrungsrichtlinien, damit Unternehmen Compliance-Anforderungen sicher erfüllen und bei Audits nachweisen können.
Lässt sich Compliance-Management-Software in SAP integrieren?
Ja. Viele Enterprise-Plattformen lassen sich in SAP ERP und SAP S/4HANA integrieren, um dokumentenbasierte Prozesse nahtlos zu unterstützen. Doxis bietet dafür eine native Integration mit SAP ERP und SAP S/4HANA, während andere Anbieter unterschiedliche Integrationsmöglichkeiten bereitstellen.
Ist Dokumentenmanagement beim Umstieg auf SAP S/4HANA weiterhin wichtig?
Ja. Auch mit SAP S/4HANA müssen Unternehmen Rechnungen, Verträge, Personalakten, technische Dokumentationen und andere geschäftsrelevante Informationen verwalten. Eine Dokumentenmanagement-Lösung sorgt dafür, dass diese Inhalte auffindbar, regelkonform verwaltet und mit den SAP-Geschäftsprozessen verknüpft bleiben.
Welche Zertifizierungen und Standards unterstützt Doxis?
Doxis wurde für regulierte Branchen entwickelt und erfüllt international anerkannte Standards und Zertifizierungen, darunter ISO-Normen und IDW PS 880. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Anforderungen an Informationssicherheit, Dokumentenmanagement und Compliance zu erfüllen.
Wie unterstützt Doxis Unternehmen bei Audits?
Doxis erstellt über den gesamten Dokumentenlebenszyklus hinweg einen lückenlosen Audit-Trail, indem Versionen, Freigaben, Zugriffe und Workflow-Aktivitäten automatisch dokumentiert werden. In Kombination mit revisionssicherer Archivierung und automatisierten Aufbewahrungsfristen erleichtert dies die Vorbereitung und Durchführung von Audits.
Nutzt Doxis KI für das Compliance-Management?
Ja. Doxis nutzt KI, um Dokumente zu klassifizieren, Geschäftsinformationen zu extrahieren, Auffälligkeiten zu erkennen und potenzielle Compliance-Risiken frühzeitig sichtbar zu machen. Das reduziert den manuellen Aufwand und unterstützt konsistente, regelkonforme Prozesse.

Bärbel Heuser-Roth

Seit vielen Jahren ist Bärbel Heuser-Roth auf vielfältige Themen des Enterprise Content Managements (ECM) spezialisiert. Ihr Fachgebiet umfasst Informationslogistik, Prozessmanagement, Compliance sowie KI-basierte Intelligent Content Automation. Darüber hinaus hat sie sich intensiv mit der Planung, Umsetzung und Optimierung von ECM-Projekten in Unternehmen und Organisationen beschäftigt und hierzu zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht.

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