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Was ist Input Management? Definition, Prozess und KI-Automatisierung

| Fabian Rückels

Eine lächelnde Frau in einem blauen Hemd an einem Schreibtisch mit Salesforce- und SAP-Logos, die Eingangsverwaltung darstellt.

 

Dokumente erreichen Unternehmen aus allen Richtungen: per E-Mail, als gescannte Post, über Kundenportale oder EDI-Schnittstellen. Jedes einzelne muss erfasst, verstanden und an die richtige Person weitergeleitet werden, bevor der nächste Schritt überhaupt möglich ist.

Für die meisten Unternehmen ist genau dieser erste Schritt der langsamste Teil des gesamten Prozesses. Laut dem Intelligent Document Processing Survey 2025 ziehen 65 % der Unternehmen derzeit ein neues IDP-Projekt in Erwägung, zwei Drittel davon wollen damit ein Altsystem ablösen, das den Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.

Dieser Leitfaden erklärt, was Input Management genau bedeutet, wie der Prozess Schritt für Schritt funktioniert und wie KI die Möglichkeiten verändert, von der automatischen Klassifizierung bis zur taggleichen Bearbeitung.

Wichtige Erkenntnisse

  • Input Management erfasst, digitalisiert und strukturiert eingehende Geschäftsdokumente für die Weiterverarbeitung.
  • Es endet bei Ablage und Weiterleitung. Danach beginnt das Output Management.
  • KI ergänzt manuelle Erfassung um Klassifizierung, Extraktion und Weiterleitung, das senkt Zeit und Fehlerquote.
  • Versicherungen, Banken und Fertigung profitieren am meisten, sie haben das höchste Dokumentenaufkommen.
  • Wichtig bei der Softwarewahl: Kanalabdeckung, KI-Extraktionsgenauigkeit, Integration in Systeme wie SAP oder Salesforce.

Was ist Input Management?

Input Management bezeichnet den Prozess, mit dem eingehende Geschäftsdokumente und -daten erfasst, digitalisiert und organisiert werden, unabhängig davon, ob sie per Post, E-Mail, Scanner oder über ein Kundenportal eingehen, damit sie strukturiert und bereit für die weitere Verarbeitung sind.

Es ist der Einstiegspunkt für jeden dokumentenbasierten Workflow im Unternehmen und läuft auf einem Dokumentenmanagement-System (DMS) oder einer umfassenderen Enterprise-Content-Management (ECM)-Plattform.

Input Management vs. Output Management

Input und Output Management bilden die beiden Enden desselben Dokumentenlebenszyklus. Input Management erfasst und verarbeitet, was ins Unternehmen hineinkommt: Rechnungen, Schadenformulare, Verträge, Kundenkorrespondenz.

Output Management macht das Gegenteil. Es erstellt und verteilt, was das Unternehmen verlässt: Rechnungen, Policendokumente, Kontoauszüge, Benachrichtigungen.

Man kann es so sehen: Input Management sorgt dafür, dass ein Dokument ankommt und verstanden wird.

Output Management erstellt ein Dokument und bringt es zum Kunden. Viele Unternehmen betreiben beides auf derselben Plattform, denn ein Schadensdokument, das über das Input Management eingeht, löst auf der anderen Seite häufig einen Output aus, etwa ein Abrechnungsschreiben.

Wie Input Management funktioniert: der Kernprozess

Unabhängig von der eingesetzten Software folgt Input Management einer festen Abfolge:

  1. Digitalisieren. Papierpost wird gescannt, entweder im eigenen Haus oder über einen Scandienst, und als durchsuchbare digitale Datei im Rahmen der Posteingangsautomatisierung abgelegt.
  2. Erfassen. Digitale Dokumente, ob gescannt, per E-Mail eingegangen oder über ein Portal hochgeladen, gelangen automatisch ins System, statt im Postfach liegen zu bleiben.
  3. Klassifizieren. Das System erkennt, um welche Art von Dokument es sich handelt: eine Rechnung, einen Vertrag, eine Schadensmeldung, eine Beschwerde.
  4. Weiterleiten. Das Dokument geht an die richtige Person, das richtige Team oder den richtigen Workflow, basierend auf Typ und Inhalt.
  5. Ablegen. Das Dokument landet in der passenden Akte oder im passenden Ordner, versehen mit Metadaten, die es später durchsuchbar machen.

Wird einer dieser Schritte übersprungen oder zu schnell abgehandelt, verlangsamt sich die gesamte Kette. Ein falsch klassifiziertes Dokument landet in der falschen Warteschlange. Ein Dokument ohne saubere Metadaten lässt sich sechs Monate später kaum noch wiederfinden.

Wie KI Input Management automatisiert

Genau die manuelle Bearbeitung dieser fünf Schritte erzeugt den Flaschenhals. KI entfernt die manuellen Übergaben an jeder Stelle:

Multi-Channel-Erfassung. KI-gestütztes Input Management zieht Dokumente automatisch aus jedem Kanal, E-Mail, Scanner, Kundenportal, FTP und API, unabhängig von Format oder Layout. Nichts bleibt liegen, bis jemand es zufällig bemerkt.

Automatische Klassifizierung und Extraktion. Statt dass eine Person das Dokument liest, um herauszufinden, worum es sich handelt, klassifiziert die KI den Dokumenttyp und extrahiert die relevanten Felder, Namen, Daten, Beträge, Versicherungsnummern, direkt als strukturierte Metadaten. Das ist die technische Tiefenebene des Input Managements. Die vollständige Mechanik zu OCR, Extraktionsgenauigkeit und Dokumenttypen finden Sie in unserem Leitfaden zur Dokumentenerfassungs-Software.

Formale Genauigkeitsprüfungen. Das System markiert Duplikate, fehlende Pflichtfelder und Unstimmigkeiten, bevor ein Dokument überhaupt einen menschlichen Prüfer erreicht, und fängt Fehler direkt am Eingangspunkt ab statt erst drei Schritte später.

Automatische Weiterleitung. Sobald ein Dokument klassifiziert ist, schickt die KI es direkt in den richtigen Workflow oder das richtige Postfach. Ein Schadenformular geht in die Schadenwarteschlange. Eine überfällige Rechnung wird sofort zur Prüfung markiert. Niemand muss den Stapel vorher sortieren.

Zero-Touch-Verarbeitung für Standardfälle. Bei Dokumenttypen, die das System bereits ausreichend oft gesehen hat, kann KI den gesamten Weg von der Erfassung bis zur Ablage ohne jeden manuellen Eingriff durchlaufen. Menschen kommen nur noch bei Ausnahmen und Grenzfällen ins Spiel, genau dort, wo ihre Einschätzung wirklich zählt.

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Input Management nach Branche

Wie Input Management aussieht, hängt davon ab, was eingeht und wie schnell es bearbeitet werden muss.

Versicherungen. Schadenmeldungen, Policendokumente und Kundenkorrespondenz gehen laufend ein, oft im ungünstigsten Moment für den Kunden. Schnelle, präzise Erfassung wirkt sich direkt auf Kundenzufriedenheit und Schadenbearbeitungskosten aus. Versicherer DEVK bearbeitet mittlerweile 32%, nachdem das Unternehmen sein Input Management mit Doxis automatisiert hat.

Banken und Finanzdienstleister. Kreditanträge, KYC-Dokumente und Kontokorrespondenz müssen unter strengen Compliance-Vorgaben erfasst, geprüft und weitergeleitet werden. Automatisiertes Input Management sorgt für einen belastbaren Prüfpfad und beschleunigt gleichzeitig das Onboarding.

Fertigungsindustrie. Bestellungen, Lieferscheine und Lieferantenrechnungen gehen über EDI-Schnittstellen, E-Mail und auf Papier ein, häufig von Hunderten Lieferanten mit unterschiedlichen Formaten. Automatisierte Erfassung beseitigt hier eine der größten Verzögerungsquellen im Purchase-to-Pay-Prozess.

Gesundheitswesen. Patientenakten, Überweisungen und Versicherungsformulare gehen in vielen Fällen noch per Fax ein. Strukturierte, konforme Erfassung ist hier für die Patientensicherheit genauso wichtig wie für die Effizienz.

Die wichtigsten Vorteile von Input Management

  • Schnellere Bearbeitung: Dokumente erreichen die richtige Person in Minuten statt nach Tagen in einem gemeinsamen Postfach.
  • Weniger Fehler: Automatische Validierung erkennt fehlende Felder und Unstimmigkeiten, bevor sie nachgelagerte Probleme verursachen.
  • Bessere Auffindbarkeit: Sauber getaggte Dokumente lassen sich später leicht wiederfinden, was die Suche nach einer bestimmten Rechnung oder einem Vertrag deutlich verkürzt.
  • Geringeres Dark-Data-Risiko: Wenn unstrukturierte Inhalte wie Freitext-E-Mails strukturiert werden, lassen sich die Informationen für Reporting und Analysen nutzen, statt unindexiert zu bleiben.
  • Stärkere Compliance: Ein konsistenter, überprüfbarer Erfassungsprozess macht es deutlich leichter, Compliance bei einer regulatorischen Prüfung nachzuweisen.

Die richtige Input-Management-Software auswählen

Nicht jedes Input-Management-System bewältigt dieselbe Dokumentenvielfalt gleich gut. Bei der Bewertung sollten Sie folgende Punkte prüfen:

  • Kanalabdeckung: Erfasst die Software E-Mail, Scanner, Portal, FTP und API bereits im Standard, oder braucht jeder Kanal eine individuelle Integration?
  • Genauigkeit der KI-Extraktion: Verarbeitet sie unstrukturierte Inhalte wie Freitext-E-Mails ebenso gut wie strukturierte Formulare und Rechnungen?
  • Vorgefertigte Dokumenttypen: Eine Plattform, die bereits 50+ gängige Dokumenttypen erkennt, führt schneller in den Produktivbetrieb als eine, für die jedes Format erst trainiert werden muss.
  • Integrationstiefe: Lässt sich die Software nativ an bestehende Systeme wie SAP oder Salesforce anbinden, oder muss jedes Dokument manuell zwischen den Systemen bewegt werden?
  • Compliance-Funktionen: Achten Sie auf DSGVO-konforme Datenverarbeitung, Anonymisierungsfunktionen und fest eingebaute Prüfpfade statt nachträglich aufgesetzter Lösungen.

Input Management mit Doxis automatisieren

Doxis deckt Input Management als Teil von Doxis AI.dp ab: Dokumente werden aus E-Mail, Scanner, Kundenportal, FTP und API erfasst und anschließend automatisch klassifiziert, extrahiert und weitergeleitet. Formale Genauigkeitsprüfungen erkennen Duplikate und fehlende Felder, bevor ein Dokument einen Prüfer erreicht, und Standarddokumenttypen durchlaufen den Weg von der Erfassung bis zur Ablage vollständig ohne manuellen Eingriff.

Input Management ist jedoch nur der Einstiegspunkt. Sobald ein Dokument erfasst und klassifiziert ist, braucht es einen Ort, an dem es liegt, und einen Prozess, den es durchläuft. Genau hier setzt die umfassendere Intelligent-Content-Automation-Plattform von Doxis an: Sie verbindet ECM, Prozessautomatisierung und Dokumentengenerierung, sodass dasselbe Dokument, das über das Input Management eingeht, einen Workflow auslösen, in einer revisionssicheren elektronischen Akte archiviert werden und am Ende eine ausgehende Antwort erzeugen kann, alles auf einer Plattform statt in drei getrennten Systemen.

  • Dokumente automatisch aus jedem Kanal erfassen: E-Mail, Scanner, Portal, FTP, API
  • Daten mit KI klassifizieren und extrahieren, ohne manuelle Eingabe
  • Duplikate und fehlende Felder erkennen, bevor sie nachgelagerte Probleme verursachen
  • Dokumente direkt an den richtigen Workflow oder das richtige Team weiterleiten
  • Alles in einem revisionssicheren, DSGVO-konformen System archivieren
  • Dieselbe Plattform bei wachsendem Bedarf um Output Management, Vertragsmanagement und P2P-Automatisierung erweitern

Doxis wird im Gartner® Magic Quadrant™ for Document Management 2026 als Leader ausgezeichnet. Nehmen Sie Kontakt zu Doxis auf, um zu erfahren, wie automatisiertes Input Management für Ihr Dokumentenaufkommen funktionieren kann.

Dokumente erfassen, statt Postfächer durchsuchen.

KI-gestütztes Input Management klassifiziert, extrahiert und leitet Ihre Dokumente automatisch weiter, direkt bei Eingang.

FAQs zum Input Management

Wie funktioniert Input Management?

Unternehmen erfassen geschäftsrelevante Daten digital aus verschiedenen Eingangskanälen und digitalisieren, klassifizieren und leiten sie anschließend zur weiteren Verarbeitung weiter. Das lässt sich manuell erledigen oder mit einer KI-basierten Softwarelösung wie dem Doxis-Dokumentenmanagementsystem, die Automatisierung fördert und Fehler reduziert.

Was sind die Unterschiede zwischen Input und Output Management?

Während man unter Input Management den Prozess der Erfassung und Verarbeitung von eingehenden Daten und Dokumenten aus verschiedenen Quellen versteht, werden beim Output Management ausgehende Dokumente über unterschiedliche Kanäle erstellt und verteilt.

Was sind die Unterschiede zwischen Input und Output Management?

Input Management umfasst das Erfassen und Verarbeiten eingehender Daten und Dokumente aus verschiedenen Quellen. Output Management erstellt und verteilt ausgehende Dokumente über verschiedene Kanäle.

Was ist digitaler Posteingang?

Digitaler Posteingang bringt die gesamte Tagespost eines Unternehmens in digitaler Form zusammen und sorgt dafür, dass sie zugänglich und ordnungsgemäß archiviert ist. Er automatisiert die Posteingangsverarbeitung, was die Postverteilung für Mitarbeiter deutlich vereinfacht.

Was ist ein Input-Management-System?

Ein Input-Management-System ist die Software, die den Prozess von der Erfassung bis zur Ablage steuert: Sie sammelt Dokumente aus verschiedenen Kanälen, klassifiziert sie, extrahiert relevante Daten und leitet sie an den richtigen Workflow oder die richtige Akte weiter. Häufig ist es in eine umfassendere DMS- oder ECM-Plattform integriert, statt als eigenständiges Tool verkauft zu werden.

Ist Input Management dasselbe wie Dokumentenerfassung?

Dokumentenerfassung ist ein Teil des Input Managements, konkret der Schritt, in dem Dokumente ins System gelangen und digitalisiert werden. Input Management ist der umfassendere Prozess, der Erfassung, Klassifizierung, Weiterleitung und Ablage einschließt.

Wie verkürzt automatisiertes Input Management die Bearbeitungszeit?

Automatisierung entfernt die manuellen Übergaben zwischen Erfassung, Klassifizierung und Weiterleitung. Statt dass eine Person jedes Dokument liest, um herauszufinden, wohin es gehört, klassifiziert und leitet die KI es sofort weiter, sodass Dokumente in Minuten statt in Tagen beim richtigen Team ankommen.

Kann Input Management auch unstrukturierte Daten wie E-Mails verarbeiten?

Ja. KI-basiertes Input Management extrahiert relevante Informationen auch aus Freitext, etwa den Tonfall oder die Absicht einer Kunden-E-Mail, zusätzlich zu strukturierten Feldern wie Rechnungsnummern oder Policennummern. So werden auch unstrukturierte Inhalte nutzbar, statt unindexiert zu bleiben.

Fabian Rückels

Fabian is an experienced software evangelist, solution engineer, and sales leader with a passion for high-quality software and outstanding customer service. His mission is to revolutionize how companies tackle purchase-to-pay (P2P) and order-to-cash (O2C) natively embedded in SAP through Doxis's leading Intelligent Content Automation (ICA) solution. Fabian has deep technical knowledge (e.g. SAP ecosystem, eInvoicing, databases, APIs, mobile development environments and user experience) and extensive market experience with the SAP client base.

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