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54 % geringere Kosten im Content-Management: So entlastet eine europäische Bank ihren Mainfraim mit ECM

An manche Kosten hat man sich so sehr gewöhnt, dass sie kaum noch auffallen. Bei vielen Banken gehören die Ausgaben für den Mainframe dazu: er läuft zuverlässig, ist tief in die bestehende IT-Landschaft integriert und ziemlich teuer. Doch solang alles läuft, gibt es wenig Anlass, die laufenden Kosten grundsätzlich zu hinterfragen.

Bis es doch jemand tut, so wie es eine große europäische Bank getan hat.

Die Erkenntnis: Für konkrete Einsparungen braucht es weder ein riskantes Großprojekt noch einen Systemwechsel. Das Ergebnis: Der Mainframe darf bleiben. Er wird jetzt lediglich von einer Aufgabe entlastet, für die er nie die wirtschaftlichste Lösung war: der Speicherung und Bereitstellung großer Content-Mengen.

Lächelnder Mann an einem Schreibtisch mit Laptop, der die Kostenreduzierung von Inhalten im Mainframe mit ECM fördert.

Warum die Bank handeln musste

An gleich drei Stellen hat sich gezeigt, dass der bisherige Umgang mit dem Mainframe auf Dauer zu unwirtschaftlich war:  

  • Steigende Kosten: Ein Großteil der Dokumenteninformationen wurde direkt auf dem Mainframe verarbeitet und gespeichert. Doch mit steigender Dokumentenmenge stiegen auch de MIPS-Kosten – und damit auch die Ausgaben für die Datenspeicherung.  

  • Lange Zugriffszeiten: Dokumenteninformationen ließen sich teilweise nur sehr langsam abrufen. Das hat nicht nur die IT ausgebremst, sondern war auch im Kundenservice deutlich zu spüren. Denn wenn Kunden auf eine Auskunft warten, zählt jede Sekunde – und „Das System lädt noch“ ist keine besonders zufriedenstellende Antwort an einen wartenden Kunden.

  • Aufwendige Informationssuche:  Mitarbeitende hatten vermehrt Schwierigkeiten, benötigte Informationen (wieder) zu finden. Das hat auch das Reporting und das KPI-Monitoring erschwert.

Für sich genommen ist jeder Einzelaspekt nicht dramatisch. In der Summe ergibt sich jedoch das Bild eines Unternehmens, das mehr ausgibt, um langsamer zu arbeiten.

Die Lösung: auslagern statt ersetzen

Den Mainframe komplett ablösen? Das war weder nötig noch das Ziel.

Die Bank lagerte das Content Management aus der Mainframe-Umgebung aus – in ein modernes Enterprise-Content-Management-System (ECM). Am Mainframe selbst wurde nichts verändert, jedoch laufen dort nur noch die Kernanwendungen – ein System wie aus dem Buche. Die ständig wachsende Menge an Inhalten, die viel Datenverkehr verursacht, wurde auf eine Plattform verlagert, die optimal dafür geeignet ist.

Der entscheidende Punkt: Mainframe-Modernisierung muss nicht zwangsläufig bedeuten, den Mainframe zu ersetzten. Wie wir in der Migrieren-oder-Modernisieren-Debatte bereits festgestellt haben, ist die beste Vorgehensweise oft eine hybride: Der Mainframe konzentriert sich auf die Kernanwendungen, eine moderne ECM-Plattform übernimmt den Rest.

Die Verlagerung von Content bietet dafür einen vergleichsweise einfachen und risikoarmen Einstieg.

Ein modernes ECM-System ermöglichte der Bank außerdem die Archivierung großer Mengen unterschiedlichster Daten in ihren nativen Formaten, ganz ohne Duplikate. Damit war in kurzer Zeit viel erreicht: weniger Speicherbedarf, schnellere Bereitstellung und ein Produktivitätsanstieg, den Mitarbeitende bei ihrer täglichen Arbeit regelrecht spüren konnten.

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So können Banken und Versicherungen Reibungen in betrieblichen Ablauf reduzieren, die Compliance verbessern und eine KI-geeignete Datenbasis schaffen.

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Das Ergebnis

Die Zahlen sprechen für sich:

  • 54,1 %geringere jährliche Kosten im 2. Jahr
  • 595.000 € prognostizierte Einsparungen bis zum 3. Jahr
  • 78,6 % geringere jährliche Ausfallgebühren
  • 1,1 Mio. € prognostizierte Einsparungen bis zum 5. Jahr

Doch nicht nur finanziell hat sich die Umstellung gelohnt. Auch der Schulungsaufwand ging zurück, Prozesse und Nachverfolgbarkeit verbesserten sich und die tägliche Arbeit mit den Informationen wurde einfacher. Gleichzeitig konnte die Bank ihre Compliance stärken und Kundenanfragen schneller bearbeiten.

Besonders bemerkenswert: All das ist praktisch ohne Ausfallzeiten gelungen.

Keine größeren Systemausfälle. Kein riskanter Big Bang. Und keine Krisenwochenenden für die beteiligten Mitarbeitenden.

Gerade bei Veränderungen rund um den Mainframe ist das alles andere als selbstverständlich

Die Haupterkenntnis

Der Mainframe selbst ist nicht das Problem. Entscheidend ist, wofür er eingesetzt wird.

Gerade bei Banken mit über Jahrzehnte gewachsenen IT-Landschaften haben sich enorme Mengen an Content auf dem Mainframe angesammelt. Und je mehr davon hinzukommt, desto höher können die Kosten für Speicherung, Verarbeitung und Bereitstellung ausfallen.

Die Konsequenz muss aber nicht gleich der Abschied vom Mainframe sein. Oft lohnt sich zunächst eine viel einfachere Frage: Welche Aufgaben gehören wirklich dorthin – und welche lassen sich mit einem modernen ECM wirtschaftlicher abbilden?

Die europäische Bank aus diesem Beispiel hat genau dort angesetzt: Content ins ECM, Kernanwendungen weiterhin auf dem Mainframe. Damit konnte sie Kosten senken, Informationen schneller bereitstellen und ihre bestehende Infrastruktur entlasten.

Wenn auch Ihre Mainframe-Kosten kontinuierlich steigen, lohnt sich deshalb ein genauer Blick darauf, was diese Kosten eigentlich verursacht.

Denn nicht alles, was heute auf dem Mainframe liegt, muss auch morgen noch dort liegen.

Neugierig geworden? Lesen Sie in diesem, Artikel wie Banken und Versicherer mit ihrem ECM Compliance by Design erreichen.

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