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Vorkontierung: Belege vorbereiten und Geschäftsvorfälle korrekt erfassen

Die Vorkontierung ist zwar gesetzlich nicht verpflichtend, aber für eine strukturierte, effiziente und regelkonforme Buchhaltung dringend empfehlenswert. Sie reduziert Rückfragen, senkt Fehlerquoten und schafft klare Standards – besonders bei hohem Belegaufkommen und verteilten Zuständigkeiten.

Lesen Sie in diesem Beitrag, was die Aufgaben und Vorteile der Vorkontierung sind und wie Sie diese digital und effizient umsetzen.

Was ist Vorkontierung? Bedeutung für die Buchhaltung

Vorkontieren bedeutet in der Dokumentenverarbeitung, Buchungsbelege bereits vor der finalen Buchung mit den wichtigsten Buchungsinformationen anzureichern – zum Beispiel Sachkonto, Kostenstelle, Steuerschlüssel und Buchungstext. Eine eingehende Rechnung über Büromaterial versehen Sie zum Beispiel mit dem Sachkonto „Bürobedarf“ und der Kostenstelle „Verwaltung“.

Für die Buchhaltung hat die Vorkontierung also zwei Vorteile:

  • Belege lassen sich im Anschluss ohne Rückfragen schnell und effizient verbuchen.
  • Die Buchungsprozesse sind standardisiert – die Grundlage für regelkonformes Buchen nach GoBD.

Was Standardisierung auch bedeutet: Buchhalter können sich wieder intensiver mit operativen Aufgaben wie Monatsabschlüssen, Reportings oder Prüfungen beschäftigen.

Was sind Aufgaben der Vorkontierung?

Ziel der Vorkontierung ist es, alle eingehenden Belege so aufzubereiten, dass Sie diese in der Finanzbuchhaltung schnell, korrekt und standardisiert verarbeiten. Dabei übernimmt die Vorkontierung verschiedene Aufgaben:

Belege fachlich und sachlich einordnen

Jeder Beleg ist einem geeigneten Buchhaltungskonto aus dem verwendeten Kontenrahmen (zum Beispiel SKR03/SKR04) zuzuweisen. Diese Zuordnung ist die Basis, um Soll und Haben korrekt zu erfassen. Anhand des gewählten Kontos ist nämlich sofort klar, wie der jeweilige Geschäftsvorfall bilanziell zu behandeln ist – etwa als Wareneinkauf, Dienstleistung, Reisekosten oder Investition. Gerade bei hohem Belegaufkommen spart das enorm viel Zeit und reduziert manuelle Arbeitsschritte.

Geschäftsvorfälle organisatorisch zuordnen

Neben der rein buchhalterischen Einordnung werden Belege im Rahmen der Vorkontierung auch organisatorisch strukturiert: durch die Angabe von Kostenstellen, Projektnummern, Abteilungen oder Unternehmensbereichen. Damit stellen Sie im Unternehmen sicher, dass Ausgaben oder Einnahmen intern korrekt zugewiesen sind und Sie diese später auswerten können, zum Beispiel für Projektcontrolling oder im Rahmen von Kostenstellenrechnungen.

Plausibilitätsprüfung und Qualität sichern

Ein wesentlicher Bestandteil der Vorkontierung ist die inhaltliche Prüfung der Belegdaten auf Vollständigkeit und Plausibilität. Stimmen Beträge und Steuersätze? Fehlen Pflichtangaben? Passt der Buchungsvorschlag zum Geschäftsvorfall? Diese Prüfung minimiert Fehler, beugt Rückfragen vor und sichert die Qualität der Buchhaltungsdaten.

Digitale Prozesse erhöhen die Datenqualität

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So läuft die Vorkontierung ab

Hey Doxi, wie sieht der typische Ablauf der Vorkontierung aus?

  1. Belegeingang und Sichtung: Sie sammeln eingehende Belege wie Rechnungen oder Quittungen und sichten diese auf Vollständigkeit sowie inhaltliche Korrektheit.
  2. Datenextraktion: Sie untersuchen die Belege auf relevante Daten wie Belegnummer, Buchungsdatum, Betrag, Steuersatz oder Projektcode. Bei der digitalen Vorkontierung unterstützt OCR-Technologie die Datenextraktion.
  3. Zuweisung zu Buchungskonten: Anhand Ihres Kontenrahmens sehen Sie, welches Soll-Konto und welches Haben-Konto Sie dem jeweiligen Geschäftsvorfall zuordnen müssen.
  4. Dokumentation und Übergabe an die Buchhaltung: Sie dokumentieren die Vorkontierung entweder direkt auf dem digitalen Beleg oder in der Buchungsmaske. Anschließend erfolgt die Weitergabe an die Buchhaltungsabteilung.

Was sind die Vorteile der digitalen Vorkontierung für Unternehmen?

Digitale Vorkontierung standardisiert wiederkehrende Schritte und reduziert manuelle Eingriffe. Das senkt Fehlerquoten, verkürzt Durchlaufzeiten und macht Geschäftsvorfälle transparenter.

Das sind die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Beschleunigt Buchhaltungsprozesse: Wiederkehrende Aufgaben wie Belege erfassen und zuweisen geschehen automatisch. Mitarbeiter müssen weniger manuell eingreifen.
  • Minimiert Fehler: Automatisierte Prozesse minimieren Tippfehler, Zahlendreher oder falsche Kontierungen. Vordefinierte Regeln standardisieren zudem Prozesse und erhöhen die Qualität im Prozess.
  • Verkürzt Dokumentenprozesse: Digitale Vorkontierung ermöglicht eine zügige Durchlaufzeit – vom Eingang bis zur Buchung.
  • Erhöht die Transparenz von Geschäftsvorfällen: Digitale Systeme dokumentieren jeden Schritt automatisch. Änderungen und Freigaben sind jederzeit nachvollziehbar.
  • Verbesserte Datenqualität für Analysen und Auswertungen: Einheitlich und korrekt vorkontierte Daten verbessern das Reporting sowie die Finanzanalyse und bilden die Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen.
  • Sichert die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben: Buchhaltungssoftware unterstützt GoBD-konforme Prozesse und ermöglicht eine revisionssichere Ablage von Belegen.
  • Fördert die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater: Vorkontierte Belege ermöglichen eine schnellere Weiterverarbeitung.

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Automatische Vorkontierung von Rechnungen: So funktioniert sie mit Doxis

Mit einer Lösung wie in Doxis integriert lässt sich die Vorkontierung vollständig digitalisieren und automatisieren. Eingehende Belege werden automatisch erfasst, relevante Informationen extrahiert und in strukturierte Daten überführt – schnell, regelkonform und transparent. Die automatisierte Rechnungsverarbeitung gestaltet sich dabei wie folgt:

  • Doxis erfasst Rechnungen direkt beim Eingang – unabhängig davon, ob sie per E-Mail, Scan oder mobil eingehen. Mithilfe KI-gestützter OCR-Technologie werden alle relevanten Informationen wie Betrag, Lieferant, Steuerschlüssel oder weitere Buchungsdaten zuverlässig extrahiert und als strukturierte Daten bereitgestellt.
  • Auf dieser Basis unterstützt Doxis die sachliche Rechnungsprüfung. Inhalte werden auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft, Unstimmigkeiten oder fehlende Angaben erkannt und entsprechend gekennzeichnet. Das reduziert Fehler und sorgt für eine konsistente Datenqualität sowie weniger Abstimmungsaufwand zwischen Fachbereichen und Buchhaltung.
  • Anschließend werden vorkontierte Rechnungen nahtlos in nachgelagerte Prozesse überführt. Doxis bildet den gesamten Workflow von der Erfassung über Prüfung und Freigabe bis hin zur Buchung und Archivierung digital ab. Für standardisierte Vorgänge ermöglicht die Lösung eine weitgehend automatisierte Verarbeitung, wie z.B. Dunkelbuchung, – inklusive direkter Übergabe an ERP- oder Finanzsysteme.

Übrigens: Auch mobil ist die Lösung flexibel einsetzbar: Dokumente können über verschiedene Eingangskanäle wie mobile Geräte, E-Mail oder andere Systeme erfasst und verarbeitet werden. So werden Informationssilos aufgebrochen, Daten zentral verfügbar gemacht und revisionssicher verwaltet.

Fazit: Mit Software zur Vorkontierung die vorbereitende Buchhaltung automatisieren

Mit der Vorkontierung profitieren Unternehmen von standardisierten Buchungsprozessen, höherer Datenqualität, schnelleren Abläufen und einer deutlich besseren Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen, Buchhaltung und Steuerberatern. Digitale Systeme wie Doxis automatisieren die gesamte Vorkontierung: Belege auslesen und den richtigen Konten zuordnen, Daten extrahieren und prüfen sowie Belege an das Rechnungswesen weiterleiten. So schaffen Sie mit Doxis in Kürze wieder Freiräume in der Buchhaltung für wertschöpfende Tätigkeiten.

Häufige Fragen zur Vorkontierung

Was ist der Unterschied zwischen Vorkontierung und Kontierung in der Buchhaltung?
Die Vorkontierung ist der vorbereitende Schritt, bei dem Unternehmen Belege mit Konten, Kostenstellen und weiteren Buchungsinformationen versehen. Die Kontierung bezeichnet die endgültige Zuweisung und Buchung des Belegs im System.
Wie verbessert künstliche Intelligenz die Vorkontierung im Rechnungswesen?
Künstliche Intelligenz (KI) erkennt relevante Belegdaten automatisch, schlägt passende Kontierungen vor und prüft Belege auf Vollständigkeit. Das reduziert manuelle Eingriffe, senkt Fehlerquoten und beschleunigt den gesamten Prozess erheblich.
Welche Unterschiede gibt es zwischen manueller und automatischer Vorkontierung?
Bei der manuellen Vorkontierung erfassen Mitarbeiter alle Informationen von Belegen selbst. Die automatische Vorkontierung nutzt Software, OCR-Technologie und KI, um Daten auszulesen und Vorschläge zu erstellen, wodurch der Aufwand deutlich sinkt.
Was sind typische Kostenstellen und Konten, die bei der Vorkontierung vorkommen?
Typische Kostenstellen sind zum Beispiel „Verwaltung“, „Vertrieb“ oder „IT“. Gängige Sachkonten umfassen „Büromaterial“, „Reisekosten“, „Beratung“ oder „Wareneingang“, je nach verwendeten Kontenrahmen wie SKR03 oder SKR04.
Wie unterstützt Vorkontierung die Arbeit von Steuerberatern und Finanzbuchhaltern?
Vorkontierte Belege sind vollständig, korrekt strukturiert und sofort buchbar – das spart Zeit und verhindert Rückfragen. Steuerberater und Buchhalter können sich auf die Prüfung und strategische Beratung konzentrieren.

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