Dokumentenerstellung automatisieren: So entstehen Dokumente direkt im Prozess
In einem Konzern mit mehreren Landesgesellschaften existiert dieselbe Vertragsvorlage oft in fünf verschiedenen Versionen, gepflegt von fünf verschiedenen Teams, mit fünf verschiedenen Ständen. Ändert sich eine Klausel, dauert es Wochen, bis alle Standorte die aktuelle Fassung nutzen. Bis dahin verschicken Mitarbeiter weiterhin die alte Version.
Laut der Market Momentum Index IDP Survey 2025 von Deep Analysis und AIIM liegt der durchschnittliche Automatisierungsgrad der Dokumentenverarbeitung in Unternehmen aktuell bei 63 %. Mehr als ein Drittel der Dokumente entsteht demnach noch manuell, mit allen Fehlerquellen und Abstimmungsverlusten, die das in einer großen, verteilten Organisation mit sich bringt.
Dieser Beitrag zeigt, wie automatisierte Dokumentenerstellung funktioniert, welche Vorteile sie in einem Konzern mit vielen Marken und Standorten bringt und wie sie sich nahtlos in Workflows und ECM-Systeme einbettet.
Wichtige Erkenntnisse
- Automatisierte Dokumentenerstellung erzeugt Dokumente direkt aus Formularen, ERP- und CRM-Daten, statt sie manuell zu verfassen
- Vier Ansätze stehen zur Wahl: regelbasiert, No-Code/Low-Code, codebasiert und KI-gestützt, je nach Komplexität und Anwendungsfall
- In Konzernen liegt der größte Hebel in zentral gepflegten Vorlagen, die für alle Landesgesellschaften gleichzeitig aktuell bleiben
- Doxis erstellt Dokumente kontextbezogen aus Akten, Prozessen und angebundenen Systemen wie SAP oder Salesforce
- Automatisierte Dokumentenerstellung ist nur dann wirksam, wenn sie mit Archivierung, Compliance und Prozessautomatisierung zusammenspielt, statt isoliert zu laufen
Warum Dokumentenerstellung zum Effizienzfaktor wird
Dokumente sind das zentrale Kommunikationsmittel im Geschäftsalltag: Sie bestätigen Vereinbarungen, schaffen Verbindlichkeit und müssen in vielen Fällen prüf- und revisionssicher nachvollziehbar sein. Gleichzeitig entscheidet die Qualität der Dokumentenerstellung über Tempo und Konsistenz – etwa bei Angeboten, Verträgen, Bescheiden oder Kundenkommunikation. Wer hier standardisiert und automatisiert, reduziert Fehler, spart Zeit und stellt Compliance sicher.
Die Rolle softwaregestützter Dokumentenerstellung
Softwaregestützte Dokumentenerstellung hilft Unternehmen, wiederkehrende Dokumente schneller und konsistenter zu erstellen. Grundlage sind zentral verwaltete Vorlagen, Regeln und Datenquellen (z. B. ERP/CRM oder Fachverfahren), aus denen Inhalte automatisch übernommen und korrekt formatiert werden.
In der Praxis startet die Automatisierung oft mit standardisierten Vorlagen und regelbasierten Textbausteinen. Den größten Nutzen erzielt die Dokumentenerstellung jedoch dann, wenn sie direkt im Prozess stattfindet: Dokumente entstehen aus Workflows heraus, werden im richtigen Kontext im Dokumentenmanagement-System (DMS) abgelegt und sind sofort nachvollziehbar versioniert.
Wie funktioniert die Dokumentengenerierung mit Software?
Die softwarebasierte Dokumentengenerierung automatisiert die Erstellung von Dokumenten anhand klar definierter Regeln. Anstatt Inhalte manuell zu erfassen, erzeugen Systeme Dokumente strukturiert aus bestehenden Daten, Vorlagen und Prozessen. Abhängig vom Reifegrad und vom jeweiligen Anwendungsfall kommen dabei unterschiedliche Formen der Dokumentengenerierung zum Einsatz.
Regelbasierte Dokumentenerstellung
Bei der regelbasierten Dokumentengenerierung erstellen Unternehmen Dokumente anhand vordefinierter Wenn-dann-Logiken. Inhalte, Textbausteine und Layouts sind über Datenfelder, Statuswerte oder Entscheidungen automatisch miteinander verknüpft.
Typische Merkmale:
- Feste Vorlagen mit Platzhaltern
- Automatische Befüllung aus Formularen, ERP- oder CRM-Systemen
- Klare Regeln steuern Inhalte, Sprache oder Varianten
Diese Form eignet sich besonders für standardisierte Dokumente wie Verträge, Bescheide, Bestätigungen oder Rechnungen.
No-Code- und Low-Code-Dokumentengenerierung
No-Code- und Low-Code-Ansätze ermöglichen es Fachabteilungen, Dokumente selbst zu modellieren, ohne dass sie Programmierkenntnisse benötigen.
Vorteile dieses Ansatzes:
- Schnelle Umsetzung neuer Dokumenttypen
- Geringe Abhängigkeit von IT-Ressourcen
- Einfache Anpassung bei Änderungen von Prozessen oder Vorgaben
Diese Variante ist ideal, wenn Sie Dokumente häufig anpassen müssen oder mehrere Fachbereiche eingebunden sind.
Codebasierte Dokumentengenerierung
Bei komplexen Anforderungen setzen Unternehmen auf codebasierte Dokumentengenerierung. Entwickler steuern die Dokumenterstellung direkt über APIs oder individuelle Logiken und binden sie tief in bestehende Anwendungen ein.
Charakteristisch sind:
- Hohe Flexibilität bei Struktur und Logik
- Direkte Integration in Fachanwendungen und Plattformen
- Geeignet für individuelle oder hochkomplexe Szenarien
Dieser Ansatz kommt häufig in spezialisierten Anwendungen oder bei stark individualisierten Prozessen zum Einsatz.
KI-gestützte Dokumentenerstellung
Die Dokumentengenerierung mithilfe von KI geht über feste Regeln hinaus. KI-gestützte Systeme erkennen Kontexte, interpretieren Inhalte und schlagen passende Textbausteine, Formulierungen oder Dokumentvarianten vor.
Typische Einsatzmöglichkeiten:
- Automatische Auswahl passender Vorlagen
- Kontextabhängige Textgenerierung
- Unterstützung bei unstrukturierten Eingaben oder Freitext
KI erhöht die Flexibilität der Dokumentenerstellung und unterstützt Ihr Unternehmen dabei, auch komplexe oder variable Dokumente effizient zu erzeugen.
Arbeit automatisieren. Geschäft beschleunigen.
KI, ECM und Workflow-Automatisierung vereint auf einer leistungsstarken Enterprise-Plattform.
Dokumente in Doxis generieren: Anwendungsbeispiele
Hey Doxi, nenne mir Anwendungsbeispiele für die Dokumentenerstellung in Doxis!
Dokumente in Doxis generieren: Anwendungsbeispiele
Im Enterprise Content Management System (ECM-System) Doxis erstellen Sie Dokumente immer im Kontext von Daten, Akten und Prozessen. Doxis bindet sich dabei nahtlos an führende Systeme wie SAP oder Salesforce an und übernimmt relevante Informationen direkt aus diesen Anwendungen für die Dokumentenerstellung. Mit dem ECM-System verwalten Sie schließlich den gesamten Dokumentenlebenszyklus: von der strukturierten Erzeugung über die Weiterverarbeitung bis zur revisionssicheren Archivierung.
Die folgenden Anwendungsbeispiele zeigen, wie Ihr Unternehmen Dokumente mit Doxis effizient, regelbasiert und KI-gestützt generiert.
Use Case: Customer Communication Management
Im Customer Communication Management erzeugt Doxis Dokumente direkt aus Kundeninteraktionen heraus.
Dokumentenerstellung aus strukturierten Kundenanfragen
Ein typisches Beispiel ist ein Schadensfall bei einer Versicherung: Ein Kunde meldet seinen Schaden per Self-Service-Portal oder App und füllt ein Formular aus. Die eingegebenen Informationen lösen automatisch mehrere Schritte aus: Doxis legt eine Schadensfallnummer an, erzeugt eine digitale Akte und erstellt ein Dokument mit allen relevanten Angaben. Dieses Dokument legt Doxis automatisch strukturiert in der Kunden- oder Schadensakte ab.
Auf dieser Basis kann Doxis
- Aufgaben an Sachbearbeiter weiterleiten,
- automatisierte E-Mails oder Bestätigungen an den Kunden versenden und
- Folgeprozesse regelbasiert anstoßen.
KI-gestützte Verarbeitung unstrukturierter Informationen
In erweiterten Szenarien bindet Doxis KI ein, um auch unstrukturierte Informationen zu verarbeiten. Ein Beispiel: Ein Kunde fotografiert die Seriennummer einer Maschine und sendet das Bild zusammen mit einer E-Mail, in der er ein bestimmtes Ersatzteil anfragt.
Die KI erkennt die Seriennummer im Bild, ordnet sie automatisch dem richtigen Kunden sowie dem passenden Produkt zu und verknüpft die Anfrage mit den vorhandenen Informationen in Doxis. Anschließend übergibt das System das Dokument inklusive aller relevanten Kontextdaten direkt an den zuständigen Vertriebsmitarbeiter. Optional kann Doxis die ermittelten Daten an ein angebundenes ERP-System weiterleiten und dort automatisch eine Bestellung oder einen Angebotsprozess anstoßen.
So lassen sich kundenindividuelle Anfragen ohne manuelle Zwischenschritte bearbeiten, schneller beantworten und durchgängig dokumentieren.
Was sind die Vorteile der softwarebasierten Dokumentenerstellung?
Automatisierung, Vorlagen und künstliche Intelligenz sorgen dafür, dass Dokumente strukturiert entstehen und direkt in Workflows eingebunden sind. Das sind Vorteile:
Effizienz und Zeitersparnis
Durch automatisierte Abläufe entstehen Dokumente schneller und ohne unnötige Zwischenschritte.
- Dokumente werden direkt aus Datenbanken, Datenquellen oder Formularen generiert.
- Vorlagen beschleunigen den Erstellungsprozess über alle Bereiche hinweg.
- Dokumente stehen in Sekundenschnelle im richtigen Dateiformat zur Verfügung.
Bessere Übersicht durch KI
Intelligente Funktionen sorgen dafür, dass Informationen korrekt eingeordnet und auffindbar bleiben.
- KI erkennt Inhalte, ordnet sie automatisch zu und verwaltet Versionen.
- KI ordnet Informationen kontextbezogen Akten, Vorgängen, dem digitalen Archiv oder Prozessen zu.
- Auch große Mengen an Dateien bleiben übersichtlich strukturiert.
Höhere Qualität und konsistente Versionen
Standardisierte Prozesse sichern gleichbleibende Qualität über alle Dokumente hinweg.
- Vorlagen reduzieren manuelle Fehler.
- Versionierung stellt sicher, dass Mitarbeiter in der Zusammenarbeit immer die aktuelle Fassung nutzen.
- Änderungen sind nachvollziehbar dokumentiert.
Kosten- und Ressourceneinsparungen
Die digitale Dokumentenerstellung senkt den Aufwand in Verwaltung und IT.
- Weniger manuelle Tätigkeiten reduzieren Prozesskosten.
- Digitale Dateien ersetzen papierbasierte Ablage und physische Archivierung.
- Tools für die Dokumentengenerierung entlasten einzelne Bereiche.
Sichere Weiterleitung und Zusammenarbeit
Dokumente lassen sich kontrolliert teilen und gemeinsam bearbeiten.
- Geregelte Weiterleitung unterstützt abteilungsübergreifende Zusammenarbeit.
- Zugriffe und Bearbeitungen sind transparent gesteuert.
- Informationen stehen jederzeit im richtigen Kontext bereit.
Compliance und strukturierte Systemlandschaft
Die zentrale Erstellung und Ablage schafft eine verlässliche Grundlage für Governance.
- Dokumente lassen sich systematisch speichern und revisionssicher verwalten.
- Funktionen für Zugriffskontrolle und Protokollierung sind integriert.
- Die Dokumentenerstellung fügt sich konsistent in die bestehende Systemlandschaft ein.
Wo Dokumentenerstellung in Ihre gesamte Content-Strategie passt
Ein generiertes Dokument ist selten das Ende des Prozesses. Es muss abgelegt, bei Bedarf freigegeben, für die gesetzliche Aufbewahrungsfrist revisionssicher archiviert und Jahre später wieder auffindbar sein, etwa bei einer Prüfung oder einer erneuten Kundenanfrage. Für einen Konzern mit vielen Fachbereichen bedeutet das: Dokumentenerstellung ist kein isoliertes Werkzeug, sondern ein Baustein im gesamten Dokumentenlebenszyklus.
Läuft die Dokumentenerstellung getrennt von Archivierung, Compliance und Systemintegration, entsteht genau die Fragmentierung, die Konzerne eigentlich vermeiden wollen: Ein automatisiert erstelltes Angebot liegt in einem System, die zugehörige E-Mail-Korrespondenz in einem anderen, und die Freigabehistorie lässt sich nur mühsam rekonstruieren.
Eine ECM-Plattform verbindet diese Ebenen:
- Erstellung von Dokumenten direkt aus Formularen, Prozessen und angebundenen Systemen
- Ablage, Versionierung und Freigabe in der digitalen Akte
- Archivierung und Aufbewahrung nach gesetzlichen Fristen
- Integration mit SAP, Salesforce und Microsoft, damit Daten dort verfügbar sind, wo Ihre Teams bereits arbeiten
Dokumentenerstellung mit Doxis konzernweit umsetzen
Für Konzerne mit vielen Landesgesellschaften und Fachbereichen macht Doxis die automatisierte Dokumentenerstellung operativ greifbar. Vorlagen bleiben zentral gepflegt und gleichzeitig lokal anpassbar, Dokumente entstehen direkt aus Formularen, ERP- und CRM-Daten, und jede Version ist über die gesamte Organisation hinweg nachvollziehbar.
Dokumentenerstellung ist dabei nur eine von mehreren Fähigkeiten der Doxis Intelligent Content Automation-Plattform. Dieselbe Plattform deckt auch die Intelligent Document Processing für eingehende Dokumente sowie die Vorgangsbearbeitung rund um jedes erstellte Dokument ab, sodass Erstellung, Verarbeitung und Archivierung nicht in getrennten Systemen laufen.
- Zentral gepflegte, lokal anpassbare Vorlagen für alle Landesgesellschaften
- Automatisierte Dokumentenerstellung direkt aus Formular-, CRM- und ERP-Daten
- KI-gestützte Verarbeitung auch unstrukturierter Kundenanfragen
- Lückenlose, revisionssichere Versionierung und Archivierung
- Eine Plattform für Dokumentenerstellung, -verarbeitung und Compliance statt mehrerer Insellösungen
- Nahtlose Integration mit SAP, Salesforce und Microsoft
Doxis wird von Gartner® als Leader im Magic Quadrant™ für Document Management geführt. Eine Forrester-Studie hat für einen Doxis-Kunden einen ROI von 336 % bei einer Amortisationszeit von unter sechs Monaten ermittelt. Vereinbaren Sie eine unverbindliche Demo und lassen Sie sich zeigen, wie Doxis Dokumentenerstellung in Ihrem Konzern automatisiert.
Arbeit automatisieren. Geschäftsprozesse beschleunigen.
Vereinen Sie KI, ECM und Workflow-Automatisierung auf einer leistungsstarken Enterprise-Plattform.
FAQs zur Dokumentenerstellung
Für welche Dokumente eignet sich die automatisierte Dokumentenerstellung?
Die automatisierte Dokumentenerstellung eignet sich besonders für standardisierte, datenbasierte Dokumente, die einer klaren Logik folgen. Dazu zählen unter anderem Verträge, Rechnungen, Bescheide, Bestätigungen, Formulare und Serienkorrespondenz.
Was sind Einsatzbereiche für generierte Dokumente?
Generierte Dokumente kommen in allen prozessgetriebenen Unternehmensbereichen zum Einsatz, darunter Einkauf, Vertrieb, Personalwesen, Schadenbearbeitung und Verwaltung. Dort entstehen Dokumente direkt aus Fachanwendungen oder Workflows und stehen unmittelbar für Weiterleitung, Freigabe oder revisionssichere Archivierung zur Verfügung.
Was ist der Vorteil KI-gestützter Dokumentenerstellung?
Der Vorteil liegt in der intelligenten Nutzung von Informationen und Kontext. KI erkennt Inhalte, ergänzt fehlende Daten, wählt passende Textbausteine aus und unterstützt so eine schnellere, konsistente und qualitativ hochwertige Erstellung, auch bei unstrukturierten Eingaben.
Wie halten Konzerne Dokumentenvorlagen über mehrere Landesgesellschaften synchron?
Eine zentral verwaltete Vorlagenbibliothek löst dieses Problem: Änderungen an Logo, Rechtstexten oder Konditionen werden an einer Stelle gepflegt und stehen allen Landesgesellschaften sofort zur Verfügung, während lokale Anpassungen wie Sprache oder regionale Klauseln weiterhin möglich bleiben.
Ersetzt automatisierte Dokumentenerstellung die manuelle Erstellung vollständig?
Nein. Standardisierte, wiederkehrende Dokumente lassen sich vollständig automatisieren, während komplexe oder stark individualisierte Schreiben weiterhin eine manuelle oder KI-unterstützte Bearbeitung durch Fachabteilungen erfordern.
Fabian Rückels
Fabian is an experienced software evangelist, solution engineer, and sales leader with a passion for high-quality software and outstanding customer service. His mission is to revolutionize how companies tackle purchase-to-pay (P2P) and order-to-cash (O2C) natively embedded in SAP through Doxis's leading Intelligent Content Automation (ICA) solution. Fabian has deep technical knowledge (e.g. SAP ecosystem, eInvoicing, databases, APIs, mobile development environments and user experience) and extensive market experience with the SAP client base.
Wie können wir helfen?
+49 (0) 228 90896-0Ihre Nachricht hat uns erreicht!
Wir freuen uns über Ihr Interesse und melden uns in Kürze bei Ihnen.