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Dokumentendigitalisierung: Wie Unternehmen Dokumente digitalisieren und automatisieren

| Bärbel Heuser-Roth

Mit digitalisierten Dokumenten die Basis für durchgängige Prozesse schaffen

Papierbasierte Prozesse bremsen Unternehmen aus. Verträge liegen in physischen Ordnern, Rechnungen warten in Posteingängen und Personalakten befinden sich in Schränken, deren Struktur oft nur einzelne Mitarbeitende kennen.

Jede einzelne Verzögerung wirkt zunächst gering. Über ein gesamtes Unternehmen hinweg summieren sich diese Verzögerungen jedoch schnell, was zu erheblichen operativen und regulatorischen Risiken führt.

Laut der Doxis IDP-Marktstudie 2025 enthalten 61% aller Dokumentenprozesse weiterhin papierbasierte Dokumente. Gleichzeitig erwarten 48% der Unternehmen trotz jahrelanger Digitalisierungsinitiativen einen weiteren Anstieg ihres Papieraufkommens.

Diese Abhängigkeit von Papier verursacht hohe Kosten durch lange Suchzeiten, steigenden Archivierungsaufwand, Fehler bei der Dateneingabe und ungenutzte Automatisierungspotenziale. Hinzu kommt der wachsende Druck durch regulatorische Anforderungen und Compliance-Vorgaben.

Dieser Leitfaden erklärt, was Dokumentendigitalisierung bedeutet, wie der Prozess Schritt für Schritt funktioniert und wie Unternehmen über einfaches Scannen hinaus vollständige automatisierte Dokumenten-Workflows aufbauen können.

Wichtige Erkenntnisse

  • Dokumentendigitalisierung wandelt physische Papierdokumente in durchsuchbare und nutzbare digitale Dateien um, nicht nur in einfache Scanbilder
  • Der vollständige Prozess umfasst Vorbereitung, Scannen, OCR, Klassifizierung, Indexierung und die Integration in Workflows
  • Automatisierte Dokumentendigitalisierung nutzt KI und Intelligent Document Processing (IDP), um Daten ohne manuelle Eingriffe zu extrahieren, zu validieren und weiterzuleiten
  • Zu den wichtigsten Vorteilen gehören schnellere Dokumentensuche, geringere Archivierungskosten, bessere Compliance und die Grundlage für Prozessautomatisierung
  • Die größten Herausforderungen für Unternehmen sind hohe Dokumentenmengen, Datenqualität und die Integration in bestehende Systeme wie SAP oder Salesforce
  • Eine einheitliche Plattform wie Doxis kombiniert ECM, IDP und BPM, um den gesamten Lebenszyklus der Dokumentendigitalisierung und Automatisierung zentral abzubilden

Was ist Dokumentendigitalisierung?

Dokumentendigitalisierung bezeichnet den Prozess, physische Papierdokumente in durchsuchbare und sichere digitale Dateien umzuwandeln, die gespeichert, verwaltet, geteilt und in Geschäftsprozesse integriert werden können.

Eine effektive Digitalisierung verwandelt statische Papierdokumente in nutzbare Geschäftsinformationen, die Mitarbeitende sofort finden, verwenden und weiterverarbeiten können.

Für Unternehmen ist sie der erste entscheidende Schritt hin zu Prozessautomatisierung und KI-gestütztem Content Management.

Dokumentendigitalisierung vs. Dokumentenscannen: Was ist der Unterschied?

Diese beiden Begriffe werden häufig synonym verwendet, beschreiben jedoch sehr unterschiedliche Ergebnisse. Gerade für Unternehmensprojekte ist diese Unterscheidung entscheidend.

  • Beim Scannen wird ein Papierdokument in ein digitales Bild oder PDF umgewandelt. Das Ergebnis ist lediglich eine Datei. Wenn diese Datei weder durchsuchbar noch indexierbar ist oder sich nicht in Workflows integrieren lässt, bleibt sie im Grunde nur ein Foto eines Papierdokuments.
  • Die Dokumentendigitalisierung geht deutlich weiter. Eine digitalisierte Rechnung existiert nicht nur als gescanntes Bild. Das System erkennt automatisch Rechnungsnummer, Lieferant, Betrag und Fälligkeitsdatum und leitet das Dokument direkt an die zuständige Stelle zur Freigabe weiter. Die enthaltenen Daten werden nutzbar und prozessfähig.

Genau diese Lücke zwischen einem statischen digitalen Bild und Informationen, die Systeme aktiv verarbeiten können, schließen Intelligent Document Processing und ECM-Plattformen wie Doxis.

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Wie funktioniert Dokumentendigitalisierung?

Bevor das Scannen beginnt, müssen physische Dokumente sortiert und vorbereitet werden. Heftklammern, Büroklammern und Bindungen werden entfernt. Gleichzeitig werden Dokumenttypen identifiziert und Aufbewahrungsregeln für jede Kategorie festgelegt.

Bei großen Unternehmensarchiven umfasst dieser Schritt außerdem die Priorisierung geschäftskritischer Dokumente, die zuerst digitalisiert werden sollen.

Schritt 1: Dokumentenvorbereitung

Bevor das Scannen beginnt, müssen physische Dokumente sortiert und vorbereitet werden. Heftklammern, Büroklammern und Bindungen werden entfernt. Gleichzeitig werden Dokumenttypen identifiziert und Aufbewahrungsregeln für jede Kategorie festgelegt.

Bei großen Unternehmensarchiven umfasst dieser Schritt außerdem die Priorisierung geschäftskritischer Dokumente, die zuerst digitalisiert werden sollen.

Schritt 2: Scannen und Dokumentenerfassung

Die Dokumente werden mit Hochleistungsscannern digital erfasst, die große Mengen zuverlässig verarbeiten können. Die passende Scan-Konfiguration stellt sicher, dass Farb-, Graustufen- oder Schwarzweißbilder in der erforderlichen Qualität für die weitere Verarbeitung erstellt werden.

In regulierten Branchen oder bei sensiblen Dokumenten kann das Scannen direkt vor Ort erforderlich sein. Doxis unterstützt sowohl Einzel- als auch Stapelscans, zentral oder verteilt über mehrere Standorte.

Schritt 3: OCR und Datenextraktion

Optical Character Recognition (OCR) wandelt gescannte Bilder in maschinenlesbaren Text um.

Moderne Enterprise-Plattformen ergänzen OCR durch KI und Natural Language Processing (NLP), um gezielt Datenpunkte wie Namen, Datumsangaben, Beträge oder Referenznummern aus unstrukturierten Dokumenten wie Verträgen, Rechnungen oder Formularen zu extrahieren.

An diesem Punkt entwickelt sich die Digitalisierung vom reinen Bildscan zur strukturierten Datenerfassung.

Schritt 4: Klassifizierung und Indexierung

Die extrahierten Daten werden genutzt, um Dokumente automatisch zu klassifizieren und zu indexieren. Die Klassifizierung ordnet Dokumente einem Typ zu, beispielsweise Rechnung, Bestellung, Personalakte oder Vertrag.

Die Indexierung versieht Dokumente mit Metadaten, sodass sie später sofort über Suchbegriffe, Dokumenttypen, Datumsfelder oder andere Kriterien gefunden werden können. Eine saubere Indexstruktur sorgt für schnelle Suchprozesse und belastbare Audit-Trails.

Schritt 5: Speicherung und Integration in Workflows

Digitalisierte und indexierte Dokumente werden in einem sicheren ECM-System gespeichert und direkt mit Geschäftsprozessen verbunden. Genau hier entsteht der eigentliche Mehrwert: Eine digitalisierte Rechnung wird automatisch an die Finanzabteilung zur Freigabe weitergeleitet, ein digitalisierter Vertrag löst eine Erinnerung zur Vertragsverlängerung aus und HR-Dokumente stehen autorisierten Mitarbeitenden standortübergreifend sofort zur Verfügung.

Die Integration in ERP- und CRM-Systeme wie SAP, Salesforce oder Microsoft stellt sicher, dass digitalisierte Inhalte direkt in die Prozesse eingebunden werden, die auf diese Informationen angewiesen sind.

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Vorteile der Dokumentendigitalisierung

Der geschäftliche Nutzen der Dokumentendigitalisierung lässt sich an fünf Punkten messbar nachweisen:

Schnellere Informationsverfügbarkeit

Mitarbeitende können Dokumente über Suchbegriffe, Dokumenttypen oder Metadaten finden und innerhalb weniger Sekunden abrufen. Reaktionszeiten bei Kundenanfragen, Audits und internen Prozessen verbessern sich sofort.

Niedrigere Betriebskosten

Die physische Archivierung von Dokumenten beansprucht wertvolle Büroflächen, erfordert manuellen Aufwand für Ablage und Recherche und verursacht mit steigenden Dokumentenmengen kontinuierlich höhere Kosten. Die Digitalisierung reduziert diese Aufwände und ermöglicht es Teams, sich auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.

Höhere Compliance und bessere Auditierbarkeit

Digitale Dokumentensysteme setzen Aufbewahrungsrichtlinien automatisch um, protokollieren sämtliche Aktivitäten nachvollziehbar und steuern Zugriffe rollenbasiert. Für Unternehmen mit Anforderungen aus DSGVO, ISO-Normen oder branchenspezifischen Regularien ist dies keine optionale Verbesserung, sondern eine zentrale Governance-Anforderung.

Die revisionssichere digitale Archivierung von Doxis ist unter anderem für EU-DSGVO, IDW PS 880 und ISO 27001 zertifiziert.

Verbesserte Datensicherheit

Digitalisierte Dokumente werden durch Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung und Zugriffsrechte geschützt. Im Gegensatz zu physischen Unterlagen sind sie nicht durch Feuer, Wasserschäden oder unbefugten physischen Zugriff gefährdet.

Grundlage für Automatisierung

Was nicht digital verfügbar ist, lässt sich nicht automatisieren. Strukturierte und digitalisierte Dokumente bilden die Voraussetzung für Workflow-Automatisierung, KI-gestützte Verarbeitung sowie die Integration in ERP- und CRM-Systeme.

Automatisierte Dokumentendigitalisierung: Der nächste Schritt

Die grundlegende Dokumentendigitalisierung erzeugt digitale Dateien. Die automatisierte Dokumentendigitalisierung entfernt zusätzlich manuelle Arbeitsschritte entlang der gesamten Verarbeitungskette, von der Erfassung bis zur Weiterverarbeitung.

Mit KI-gestütztem Intelligent Document Processing (IDP) werden eingehende Dokumente ohne menschliches Eingreifen erfasst, klassifiziert und verarbeitet. Eine Rechnung geht ein, die IDP-Plattform liest die Inhalte aus, gleicht die Daten mit dem ERP-System ab, erkennt Abweichungen und leitet das Dokument automatisch zur Freigabe weiter.

Keine manuelle Dateneingabe. Keine verlorenen Dokumente. Keine Freigabeengpässe.

Für Unternehmen mit hohen Dokumentenmengen wie Rechnungen, Bestellungen, Verträgen, HR-Formularen oder Compliance-Unterlagen liefert die automatisierte Dokumentendigitalisierung die größten Produktivitätsgewinne.

Automatisierte Dokumentendigitalisierung unterstützt außerdem die kontinuierliche Dokumentenerfassung. Statt einmalig bestehende Archive zu digitalisieren, werden Dokumente in Echtzeit verarbeitet, sobald sie eingehen. Systeme bleiben dadurch aktuell und Geschäftsprozesse laufen ohne Unterbrechung weiter.

Herausforderungen der Dokumentendigitalisierung und Unternehmen diese lösen

Skalierung, Datenqualität und Integration sind die drei Bereiche, in denen Digitalisierungsprojekte in Unternehmen am häufigsten ins Stocken geraten. Die folgenden Herausforderungen treten besonders häufig auf und sollten frühzeitig berücksichtigt werden.

Hohe Dokumentenvolumen und unterschiedliche Dokumenttypen

Große Unternehmen verfügen oft über jahrzehntealte Papierarchive mit unterschiedlichen Formaten, Sprachen und Dokumentarten. Ein schrittweises Vorgehen hat sich hier bewährt: Zunächst sollten geschäftskritische und dokumentenintensive Bereiche priorisiert werden, bevor die Digitalisierung auf weitere Kategorien ausgeweitet wird.

Schlechte Bildqualität

Scans mit geringer Auflösung führen zu schlecht lesbaren Inhalten, die von OCR-Systemen nicht zuverlässig verarbeitet werden können. Unternehmen sollten daher in leistungsfähige Produktionsscanner mit integrierter Qualitätskontrolle investieren und bereits vor Projektbeginn verbindliche Standards für Scanauflösung und Bildqualität definieren.

Unvollständige oder fehlerhafte Daten

Die Genauigkeit von OCR ist nicht bei jedem Dokumenttyp identisch. KI-gestützte Validierungsmechanismen erkennen Unstimmigkeiten automatisch und markieren Ausnahmen, bevor fehlerhafte Daten in nachgelagerte Prozesse gelangen. Dadurch sinkt der Aufwand für manuelle Korrekturen erheblich.

Komplexe Systemintegration

Digitalisierte Dokumente schaffen nur dann echten Mehrwert, wenn sie mit den Systemen verbunden sind, die diese Informationen benötigen. Unternehmen sollten daher auf Plattformen mit zertifizierten Integrationen für ERP- und CRM-Systeme wie SAP oder Salesforce setzen, um aufwendige Individualentwicklungen zu vermeiden.

Change Management

Mitarbeitende, die über Jahre papierbasierte Prozesse genutzt haben, benötigen klare Schulungen und strukturierte Einführungskonzepte. Ein schrittweiser Rollout nach Abteilungen reduziert Widerstände und ermöglicht es, Prozesse vor einer unternehmensweiten Einführung gezielt zu optimieren.

Wie Doxis die Dokumentendigitalisierung in Unternehmen unterstützt

Viele Unternehmen ersetzen Papier durch digitale Dateien und schaffen damit ein neues Problem: Dokumente liegen zwar digital vor, befinden sich jedoch in verstreuten Ordnern, isolierten Repositories und manuellen Übergabeprozessen, die kaum effizienter sind als die papierbasierten Abläufe zuvor.

Doxis ist eine Plattform für Intelligent Content Automation, die ECM, IDP und BPM in einem zentralen Enterprise-System verbindet. Die Plattform unterstützt den gesamten Dokumentenlebenszyklus, von der KI-gestützten Erfassung und Klassifizierung über automatische Validierung und Workflow-Steuerung bis hin zur sicheren Langzeitarchivierung und Compliance-Verwaltung.

Mit Doxis können Unternehmen:

  • Eingehende Dokumente automatisch mit KI-gestütztem Intelligent Document Processing erfassen und klassifizieren
  • Strukturierte Daten aus Rechnungen, Verträgen, Formularen und weiteren Dokumenttypen ohne manuelle Dateneingabe extrahieren und validieren
  • Dokumente automatisiert durch Freigabeprozesse leiten, inklusive Eskalationen und vollständiger Audit-Trails
  • Digitalisierte Inhalte in einem zentralen, revisionssicheren ECM-System mit Versionskontrolle und Lifecycle-Management speichern
  • Dokumentenprozesse direkt mit SAP, Salesforce und Microsoft verbinden, inklusive zertifizierter Integrationen
  • Schrittweise skalieren, beispielsweise mit Rechnungsautomatisierung oder HR-Dokumentenmanagement beginnen und die Plattform anschließend unternehmensweit erweitern

Laut der Forrester Total Economic Impact™ Studie aus dem Jahr 2023 erreichen Unternehmen mit Doxis einen Return on Investment bereits nach weniger als zehn Monaten.

Sie möchten papierbasierte Prozesse hinter sich lassen? Fordern Sie unten eine kostenlose Doxis-Demo an und erleben Sie, wie moderne Dokumentendigitalisierung in der Praxis funktioniert.

Häufige Fragen zur Digitalisierung von Dokumenten

Dürfen digitalisierte Papierdokumente vernichtet werden?
Das Originaldokument aus Papier darf nur vernichtet werden, wenn es sich um einen ersetzenden Scan handelt. Dafür muss der Scan bestimmte Standards einhalten, wie etwa die TR-RESISCAN des BSI.
Wie bewahren Unternehmen digitalisierte Dokumente richtig auf?
Unternehmen speichern digitalisierte Dokumente idealerweise in einem Dokumentenmanagement-System (DMS) mit integriertem revisionssicheren Archiv. Diese Systeme bewahren Dokumente während ihrer gesamten Lebensdauer sicher sowie rechtskonform auf und bilden Dokumentenprozesse ganzheitlich ab.
Welche Dokumente dürfen Unternehmen nicht digitalisieren?
Für manche Dokumente ist nur das Dokument aus Papier rechtskonform. Dazu zählen notarielle Urkunden, Grundbuchauszüge, beglaubigte Unterlagen oder Zertifikate oder Handelsbücher und Jahresabschlüsse. Unternehmen dürfen diese zwar digitalisieren, sie ersetzen aber nicht das Original aus Papier.

Bärbel Heuser-Roth

Bärbel Heuser-Roth beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Informationslogistik, Prozessmanagement und Compliance-Themen sowie den Einsatzmöglichkeiten intelligenter Verfahren zur automatisierten Erschließung von Informationen. Dazu gehören auch die Untersuchung und Dokumentation verschiedenster Enterprise Content Management-Projekte in Unternehmen und Organisationen.

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